<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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      <title-group>
        <article-title>Ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen Wörterbuchs für die Bildsuche</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Magdalena Rischka Institut für Informatik</string-name>
          <email>rischka@cs.uni-duesseldorf.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf D-40225 Düsseldorf</institution>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
      <fpage>103</fpage>
      <lpage>108</lpage>
      <abstract>
        <p>Das Internet bietet eine enorme Anzahl an Bildern. Bildsuchmaschinen stehen vor der Herausforderung Bilder e ektiv und e zient zu erschlie en. Die klassischen Arten der Bildsuche, die stichwort- und die inhaltsbasierte Bildsuche, haben Nachteile. Ein Retrieval-Modell, welches die Vorteile beider Sucharten integriert und die Nachteile ausschlie t, ist die auf einem visuellen Worterbuch basierende Bildsuche. Ein visuelles Worterbuch ist dabei eine Menge von Stichwortzu-visueller-Beschreibung Beziehungen. Wir prasentieren ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen Worterbuchs aus einer Trainingsmenge von annotierten Bildern. Dabei werden verschiedene Modelle von visuellen Beschreibungen untersucht und anschlie end evaluiert. Wir zeigen, dass eine kompakte visuelle Beschreibung existiert, die verglichen mit multiple-Instanzen visuellen Beschreibungen bessere Retrieval-Ergebnisse liefert und gleichzeitig die Anfragezeit drastisch senkt. image search, visual dictionary, visual words, visual phrases Das heutige World Wide Web stellt einen gro en und standig wachsenden Datenbestand von Bildern dar und bildet somit eine gute Basis fur die Suche nach gewunschten Bildern. Es gibt zwei klassische Arten der Bildsuche: die stichwortbasierte und die inhaltsbasierte Bildsuche. Die stichwortbasierte Bildsuche basiert auf Annotationen und Metadaten der Bilder. Die Anfrageformulierung erfolgt textuell, somit schnell und unkompliziert. Bei der Verarbeitung der Anfrage sucht das System nach Bildern, die, grob gesagt, die Stichworter aus der Anfrage beinhalten. Einen Nachteil hat diese Suchart jedoch: der Erfolg der Suche hangt von der Qualitat der Annotationen und Metadaten der Bilder ab. Je nachdem, ob Bilder manuell vom Benutzer oder automatisch mit Hilfe eines Algorithmus annotiert wurden, wei-</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>ZUSAMMENFASSUNG</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>EINLEITUNG</title>
      <p>sen diese unterschiedliche Schwachen auf, z.B. die
Subjektivitat des Beschreibenden, abstrakte Formulierungen oder
falsche Stichwortzuordnungen, sowie Unvollstandigkeit der
Beschreibung. Aufgrund dieses Nachteils versucht man
heutzutage, fern von den Annotationen, auf das Bild selbst
einzugehen und somit den Inhalt des Bildes zu erschlie en. Die
inhaltsbasierte Bildsuche basiert demnach auf visuellen
Eigenschaften des Bildes, z.B. bzgl. der Farbe, der Textur, Form
usw. Eine Anfrage wird mittels einem Beispielbild gestellt,
das Retrieval-System sucht dann nach Bildern, die dem
Anfragebild ahnlich sind, bezogen auf den, dem System
zugrundeliegenden Deskriptor und das A hnlichkeitsma . Der
Nachteil dieser Suchart betri t die Anfrageformulierung
mittels dem Anfragebild - ein Anfragebild liegt dem Benutzer
in der Regel nicht vor, dieses wird schlie lich gesucht.
Gewunscht ist daher ein Retrieval-System, welches die Vorteile
beider Sucharten integriert, d.h. eine textuelle
Anfrageformulierung mit einer inhaltsbasierten Bildsuche kombiniert.
Eine Losung ist das Modell des visuellen Worterbuchs als
eine Menge von Stichwort-zu-visueller-Beschreibung
Beziehungen. Bei der Bildsuche auf der Basis des visuellen
Worterbuchs wird nun eine Anfrage textuell gestellt, dann die
Stichworter aus der Anfrage in dem visuellen Worterbuch
nachgeschlagen und deren U bersetzung, d.h. eine visuelle
Beschreibung des Stichwortes, fur die anschlie ende
inhaltsbasierte Bildsuche verwendet. Die Entwicklung eines
Verfahrens zur automatischen Erstellung eines visuellen
Worterbuchs ist Gegenstand dieses Papers. Wir geben zunachst
einen U berblick uber verwandte Arbeiten, beschreiben dann
das entwickelte Verfahren, evaluieren visuelle
Beschreibungen und schlie en mit einer Schlussfolgerung und einem
Ausblick.
2.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>VERWANDTE ARBEITEN</title>
      <p>
        In der Literatur existieren zwei weitverbreitete De
nitionen des Begri s visuelles Worterbuch. Die erste De nition
beschreibt das Konzept der Zuordnungen von Stichwort zu
visueller Beschreibung, die zweite betri t die Quantisierung
des Deskriptor-Raums in Partitionen, sogenannte visuelle
Worter. Jeder Deskriptor wird dann mit seinem zugehorigen
visuellen Wort reprasentiert. Alle Partitionen bilden das
visuelle Worterbuch. Oft werden beide Konzepte kombiniert
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref4">1, 4</xref>
        ]. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] verwendet eine gut vorbereitete Trainingsmenge,
SCD und HTD (MPEG-7 Standard) Deskriptoren und
beschreibt ein Stichwort mit einer konstanten Anzahl von
visuellen Wortern. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] entwickelt ein visuelles Worterbuch auf
der Grundlage von SIFT-Deskriptoren und daraus
abgeleiteten visuellen Wortern und stellt jedes Stichwort mit einer
Gau schen Mischverteilung dar. Das Konzept der visuellen
Worter wird mit der Idee der visuellen Phrase als ein Paar
adjazenter visueller Worter erweitert. Basierend auf SIFT
wird in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] das Modell der visuellen Phrase untersucht und
dabei die Verbesserung des Retrievals nachgewiesen. Wir
verwenden den Begri des visuellen Worterbuchs um die
erste De nition auszudrucken. Falls das Konzept der
zweiten De nition und ihre Erweiterung gemeint ist, sprechen
wir von visuellen Wortern und visuellen Phrasen.
3.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>DAS VERFAHREN ZUR ERSTELLUNG</title>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>EINES VISUELLEN WÖRTERBUCHS</title>
      <p>In diesem Kapitel prasentieren wir das entwickelte
Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen
Worterbuchs aus einer Trainingsmenge von annotierten Bildern.
Das Verfahren basiert auf der Idee, die Trainingsbilder
einmal bzgl. der A hnlichkeit ihrer Annotationen und einmal
bzgl. ihrer visuellen A hnlichkeit zu gruppieren, dann die
Trainingsbilder, die bzgl. der beiden Aspekte zueinander
ahnlich sind, d.h. bzgl. beider Aspekte zusammen gruppiert
wurden, aufzusuchen und aus diesen schlie lich
Korrelationen zwischen Stichwortern und visuellen Bildmerkmalen
abzuleiten.
3.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Anforderungen an das visuelle</title>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Wörterbuch</title>
      <p>Das visuelle Worterbuch kann man sich wie ein
herkommliches Worterbuch vorstellen, welches aus einer Menge von
Eintragen besteht. In dem visuellen Worterbuch sollen
Objekte und visuelle Zusammenhange, wie z.B. Tiere,
Gegenstande, Gebaude, Logos, Symbole, etc. verwaltet werden.
Jeder Eintrag ist ein Paar aus einem Stichwort, der das Objekt
benennt und einer dazugehorigen visuellen Beschreibung des
Objektes. Stichworter sollen in der Grundform vorliegen
wir sprechen dann von Termen -, und es soll die Polysemie
der Terme unterstutzt werden. Eine visuelle Beschreibung
stellt eine Einheit dar, die fur die inhaltsbasierte Bildsuche
verwendet wird. Diese soll nur die fur dieses Objekt
relevanten visuellen Charakteristika erfassen, die allen Perspektiven
und Erscheinungsformen des Objektes gemeinsam sind.
Zudem soll diese aus E zienzgrunden kompakt, sowie zu der
Reprasentation der Bilder kompatibel sein.
3.2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Das konzeptuelle Modell des Verfahrens</title>
      <p>Das konzeptuelle Modell des Verfahrens ist in Abbildung 1
dargestellt. Grundlage zum Erlernen des visuellen
Worterbuchs bildet die Trainingsmenge von annotierten Bildern,
die beliebig und ohne zusatzliche Vorbearbeitung gewahlt
werden kann. Ausgehend von dieser werden zunachst einmal
zwei Ziele verfolgt: die Gruppierung von ahnlichen Bildern
auf der Basis der semantischen A hnlichkeit ihrer
Annotationen und die Gruppierung von ahnlichen Bildern bezuglich
ihrer visuellen A hnlichkeit. Dazu werden die Annotationen
sowie die Bilder unabhangig voneinander in eine interne
Reprasentation uberfuhrt und auf der Basis eines de nierten
A hnlichkeitsma es gruppiert. Aus den beiden
Gruppierungen wird dann das visuelle Worterbuch erstellt. Dazu wird
zunachst einmal das Vokabular fur das visuelle Worterbuch
bestimmt. Fur jeden Term des Vokabulars werden
Trainingsbilder ermittelt, die diesen Term in der Annotation enthalten
und bzgl. der A hnlichkeit von Annotationen und der
visuelTrainingsmenge</p>
      <p>Annotierte</p>
      <p>Bilder
Annotationen
Repräsentation
&amp; Ähnlichkeitsmaß</p>
      <p>Bilder
Repräsentation
&amp; Ähnlichkeitsmaß
Gruppierung</p>
      <p>Gruppierung
s
h
c
esd rebu
lngu tröW
lte n
rs lle
E eu
s
i
v</p>
      <p>Wahl des
Vokabulars
Abgleich der
Gruppierungen</p>
      <p>Visuelle</p>
      <p>Beschreibung
Visuelles Wörterbuch</p>
      <p>Te....r..m Visuelle Be....s..chreibung
Abbildung 1: Das konzeptuelle Modell des
Verfahrens
len Bildmerkmale ahnlich sind. Es ndet also ein Abgleich
der Gruppierungen statt. Aus den ermittelten
Trainingsbildern eines Terms wird schlie lich die visuelle Beschreibung
des Terms gelernt und zusammen mit dem Term als ein
Eintrag in dem visuellen Worterbuch abgespeichert. Wir
erhalten das visuelle Worterbuch aus
Stichwort-zu-visuellerBeschreibung Eintragen.
3.3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Repräsentation und Ähnlichkeitsmaß von/ für Annotationen und Bilder</title>
      <p>Fur einen semantischen Vergleich mussen Annotationen
und Bilder in eine interne Darstellung uberfuhrt werden.</p>
      <p>Wir bereiten auf und bereinigen zuerst die Annotationen,
erstellen dann einen Index mit dem Indexvokabular und
leiten daraus fur jede Annotation einen Annotationsvektor
gema der tf-idf Gewichtung. Als A hnlichkeitsma wahlen wir
das Kosinusma .</p>
      <p>
        Als Grundlage fur die Reprasentation von Bildern
wahlen wir Scale Invariant Feature Transform (SIFT)[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ], da es
in der Literatur als eins der robustesten Features gilt.
Eine auf rohen SIFT-Features basierende Bilddarstellung ist
schwer zu handhaben und aus Grunden der E zienz
ungeeignet. Um alle Bilder einheitlich zu reprasentieren wenden
wir daher die Technik der visuellen Worter an. Mit dem
Clusteringalgorithmus K-Means basierend auf der
Euklidischen Distanz wird der 128-dimensionale Deskriptor-Raum
der SIFT-Keypoints in 1000 Partitionen, die visuellen
Worter, zerlegt. Jedem Deskriptor wird gema dem
NachstenNachbar-Prinzip das entsprechende visuelle Wort
zugeordnet. Ein Bild wird schlie lich mit einem Histogramm der
visuellen Worter dargestellt, indem das i-te Bin die
Vorkommenshau gkeit des i-ten visuellen Wortes in dem Bild
misst. Weiterhin verwenden wir auch das Konzept der
visuellen Phrase fur die Bilddarstellung. Eine visuelle Phrase
vpij ist ein nichtgeordnetes Paar (Menge) von zwei
visuellen Wortern vwi, vwj. Fur die Eigenschaft der raumlichen
Nahe ubernehmen wir die in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] de nierte Bedingung. In
einem Bild liegt eine visuelle Phrase vpij vor, falls in dem
Bild zwei Keypoints kpa, kpb existieren und fur diese
folgendes gilt: das visuelle Wort von kpa ist vwi und von kpb
ist vwj und die Euklidische Distanz distanz zwischen den
(x; y) Positionen der Keypoints erfullt die Bedingung:
distanz(kpa; kpb) &lt; sa
oder
(1)
distanz(kpa; kpb) &lt; sb
wobei sa und sb die Skalierung der Keypoints und ein
Parameter ist, welcher das Auftreten der visuellen Worter
Paare kontrolliert. Den experimentellen Ergebnissen aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ]
folgend setzen wir = 4. Analog zu visuellen Wortern
erstellen wir auch fur visuelle Phrasen ein Histogramm, welches
das Vorkommen der 500.500 visuellen Phrasen in einem Bild
zahlt. In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] wurde gezeigt, dass Retrieval-Systeme, die auf
beiden Bilddarstellungen, der visuellen Worter und der
visuellen Phrasen, basieren, die besten Ergebnisse liefern. Wir
folgen dieser Erkenntnis und reprasentieren jedes
Trainingsbild mit zwei Histogrammen, der visuellen Worter und der
visuellen Phrasen:
b = aHistV W ; aHistV P
(2)
      </p>
      <p>Fur die Bestimmung der A hnlichkeit zweier Bilder
verwenden wir ein A hnlichkeitsma , das auf dem
Histogrammschnitt hs zweier Histogramme basiert:
hs(nHistiX ; nHistjX ) =
k
X min(nHistiX [l]; nHistjX [l]) (3)
l=1
wobei nHistX die normalisierte Version des absoluten
Histogramms aHistX darstellt. Die A hnlichkeit zweier Bilder
bi und bj ergibt sich dann mit:
ahnlichkeit(bi; bj) = (1</p>
      <p>
        ) hs(nHistiV W ; nHistjV W ) (4)
+
hs(nHistiV P ; nHistjV P )
Fur den Wert des Gewichts orientieren wir uns an dem
Paper [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ], in welchem der Ein u unterschiedlicher
Gewichtswerte auf die Retrieval-Resultate untersucht wird. Es zeigt
sich, dass das Optimum bei dem Wert = 0:75 liegt.
3.4
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>Gruppierung von Annotationen und von Bildern</title>
      <p>
        Fur die Gruppierung der Annotationen wenden wir den
in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] vorgeschlagenen Clusteringalgorithmus Clustering by
Committee (CBC) an.
      </p>
      <p>Die Gruppierung von ahnlichen Bildern bedeutet, Bilder,
die dasselbe Objekt beinhalten, in eine Gruppe zu fassen.
Da wir von nicht vorbearbeiteten Trainingsbildern ausgehen,
liegen diese Bilder also in der Regel etwas "verschmutzt\ vor,
d.h. sie beinhalten neben dem Hauptobjekt ggf. noch andere
irrelevante Objekte oder einen Hintergrund. Dadurch kann
es leicht zu dem Problem kommen, dass zwei Bilder, die wir
intuitiv nicht gruppiert hatten, weil diese unterschiedliche
Hauptobjekte haben, trotzdem einen hoheren A
hnlichkeitswert haben, als zwei Bilder, die dem menschlichen Emp
nden nach ahnlich sind. Bei der Wahl eines
Gruppierungsverfahrens mussen wir diese Problematik einbeziehen.
Clusteringverfahren, die die Trainingsbilder in Partitionen zerlegen,
sind nicht geeignet, es konnte namlich passieren, dass
Bilder aufgrund fur uns falsch erscheinenden Gemeinsamkeiten,
wie dem Hintergrund, zusammengefasst und dann bzgl. des
relevanten Objektes nicht mehr gruppiert werden. Am
besten ware, man hatte visuelle Beschreibungen von den, in der
Trainingsmenge enthaltenen Objekten und wurde diese als
Clusterzentren nehmen, um die Trainingsbilder anhand
dieser Clusterzentren uberlappend zu gruppieren. Die visuellen
Beschreibungen sind aber genau das was wir suchen.
Hatten wir solche Beschreibungen, dann ware die Gruppierung
hier uber ussig. Man kann trotzdem versuchen solche
visuellen Beschreibungen zu simulieren, indem man das was den
Trainingsbildern gemeinsam ist, extrahiert. Sind zwei Bilder
bzgl. einem Objekt ahnlich und teilen damit die
Charakteristika des Objektes, dann mussen die gemeinsamen
Charakteristika auch in der kompakten Bilddarstellung der visuellen
Worter und der visuellen Phrasen verankert sein, namlich
als Durchschnitt der visuellen Worter und visuellen
Phrasen Histogramme der beteiligten Bilder. Der Durchschnitt
ds zweier Bilder bi, bj ist wie folgt de niert:
ds(bi; bj) = dsV W (bi; bj); dsV P (bi; bj)</p>
      <p>dsX (bi; bj) = (m(1); :::; m(k))
m(l) = min(aHistiX [l]; aHistjX [l])
mit
und
(5)
wobei bei X = V W ist k = 1000 und X = V P ist k =
500:500. Fur die Gruppierung der Trainingsbilder
berechnen wir die Durchschnitte der ahnlichsten Bilder,
betrachten diese als Pseudo-Objekte und damit als Centroide, und
clustern die Trainingsbilder gema einem Schwellwert
uberlappend an diese Durchschnitte. Wir erhalten eine Menge
von Gruppen visuell ahnlicher Bilder Glvisuell j 1 l ng .
3.5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>Wahl des visuellen Wörterbuch</title>
    </sec>
    <sec id="sec-12">
      <title>Vokabulars</title>
      <p>Als nachstes mussen wir klaren, welche Stichworter in das
visuelle Worterbuch aufgenommen werden. Als Stichworter
kommen naturlich nur Terme aus dem Indexvokabular in
Frage. Die U bernahme aller Terme als Stichworter ist
jedoch nicht sinnvoll, denn nicht alle Terme bzw. die den
Termen zugrundeliegenden Worter beschreiben Objekte oder
beinhalten einen visuellen Aspekt. Wir betrachten daher die
Gruppen, die wir durch das Clustering von Annotationen
erhalten haben. Wir nehmen an, dass innerhalb einer
Annotationsgruppe die Terme, die in den meisten Annotationen
vorkommen, etwas mit dem visuellen Inhalt der zugehorigen
Bilder zu tun haben mussen. Fur jede Annotationsgruppe
werden daher diese hochfrequenten Terme bestimmt. Dazu
wird zunachst der Term mit der hochsten
Annotationshaugkeit ermittelt und dann noch weitere, deren
Annotationshau gkeit gro er ist als 0:7 mal die maximale Hau gkeit.
Die Vereinigung der so erhaltenen Terme bildet dann das
Vokabular des visuellen Worterbuchs, also im Grunde die
Eintrage. Um die Forderung nach der Unterstutzung der
Polysemie von Termen zu realisieren, werden die betro
enen Terme mehrmals, nur mit unterschiedlichem Kontext,
in dem visuellen Worterbuch aufgefuhrt. Der jeweilige
Kontext eines Terms ergibt sich aus der Gruppe, genauer aus
den anderen Termen der Gruppe, zu der der Term gehort.
Als Kontext wird der Centroid der Gruppe verwendet. Wir
erhalten somit eine Seite des visuellen Worterbuchs,
namlich eine Menge von Eintragen, die jeweils ein Objekt
reprasentieren und aus einem Term und seinem Kontextvektor
bestehen.
3.6</p>
    </sec>
    <sec id="sec-13">
      <title>Abgleich der Gruppierungen</title>
      <p>Fur jeden Eintrag des visuellen Worterbuchs muss nun
eine Menge von Trainingsbildern bestimmt werden, aus der
die visuelle Beschreibung des Terms gelernt werden soll. Das
bedeutet, es mussen die Bilder bestimmt werden, die sowohl
bzgl. des Terms als auch visuell bzgl. des beinhaltenden
Objekts ahnlich sind. Dazu werden Bilder, die diesen Term in
der Annotation enthalten, aus der Annotationsgruppe des
Terms genommen und es wird daraus eine Gruppe Geintrag
gebildet. Diese Gruppe wird dann mit jeder Gruppe Glvisuell
visuell ahnlicher Bilder abgeglichen. Beim Abgleich wird der
Mengendurchschnitt jeweils zweier Gruppen gebildet, indem
die Bilder ubernommen werden, die in der Gruppe Geintrag
und in der Gruppe Glvisuell vorkommen. Der resultierende
Mengendurchschnitt zweier Gruppen muss mindestens zwei
Bilder beinhalten, sonst konnen keine gemeinsamen
Charakteristika gelernt werden. Als Resultat des Abgleichs erhalten
wir wiederum, ggf. uberlappende, Gruppen von Bildern. Die
Bilder innerhalb einer solchen Gruppe sind nun visuell als
auch bzgl. des Terms und seinem Kontext ahnlich. Jeder
Eintrag des visuellen Worterbuchs besteht nun aus einem Term,
seinem Kontextvektor und der Menge der Bildgruppen aus
welcher eine visuelle Beschreibung im nachsten Schritt
hergeleitet wird.
3.7</p>
    </sec>
    <sec id="sec-14">
      <title>Visuelle Beschreibungen</title>
      <p>Als nachstes muss die rechte Seite des visuellen
Worterbuchs, die Seite der visuellen Beschreibungen, bestimmt
werden. Wir betrachten einen Eintrag, also einen Term, des
visuellen Worterbuchs und die ihm zugehorige, im letzten
Abschnitt bestimmte Menge von Bildgruppen. Es gibt mehrere
Moglichkeiten aus der Menge der Bildgruppen eine
visuelle Beschreibung abzuleiten. Im Folgenden stellen wir einige
Arten von visuellen Beschreibungen in der Reihenfolge der
eigenen Entwicklung und Untersuchung vor.
3.7.1</p>
      <sec id="sec-14-1">
        <title>Alle Bilder</title>
        <p>Die erste und einfachste Methode eine visuelle
Beschreibung anzugeben ist, die Bildgruppen zu vereinigen und die
so erhaltene Menge an Trainingsbildern als Reprasentation
des Terms zu verwenden. Bei der Bildsuche zu diesem Term
nden dann mehrere inhaltsbasierte Bildsuchen statt, indem
jedes dieser Trainingsbilder als Anfragebild verwendet wird.
Bei dieser multiple-Instanzen visuellen Beschreibung
erhalten wir jedoch zunachst fur jedes Anfragebild ein Ranking
von Bildern als Ergebnis. Es stellt sich also die Frage, wie
das Endergebnis aus den Ergebnissen der einzelnen Anfragen
berechnet werden soll. Fur die Angabe des Endergebnisses
werden drei Strategien untersucht.</p>
        <p>Bei der ersten Strategie wird das beste Resultat als
Endergebnis ausgegeben. Dazu wird die Gute der einzelnen
Ergebnisse mittels einem Qualitatsma berechnet. Eine
solche Berechnung erfordert allerdings zu wissen, welche
Bilder des Ergebnisrankings fur den Anfrageterm relevant und
welche irrelevant sind. Dafur mussten die Bilder in der
Bilddatenbank kategorisiert oder mit Termen versehen sein. Von
diesem Fall kann man in der Realitat jedoch nicht
ausgehen. Diese Strategie ist auf einer Bilddatenbank also
praktisch nicht anwendbar, lediglich auf einer vorbereiteten
Testmenge. Aus Grunden des Performance Vergleichs wird diese
trotzdem aufgefuhrt und untersucht.
(AlleBilder-BesterScore)</p>
        <p>Jedes Bild aus der Bilddatenbank hat fur jedes
Anfragebild der visuellen Beschreibung, also in jedem der einzelnen
Ergebnisse, eine Rankingposition und einen A
hnlichkeitswert zum Anfragebild. Bei der zweiten Strategie wird fur
jedes Bild aus der Bilddatenbank der maximale A
hnlichkeitswert aus seinen A hnlichkeitswerten zu allen Anfragebildern
ausgewahlt, die Bilder dann entsprechend ihrem maximalen
A hnlichkeitswert sortiert und als Endergebnis ausgegeben
(AlleBilder-MaxAhnlichkeit ).</p>
        <p>Eine dritte Losung zur Bestimmung des Endergebnisses
ist, fur jedes Bild aus der Bilddatenbank das arithmetische
Mittel ihrer Rankingpositionen aus den einzelnen
RankingErgebnissen zu berechnen, dann die Bilder bezuglich diesem
arithmetischen Mittel aufsteigend zu sortieren und dieses
Ranking als Endergebnis auszugeben.
(AlleBilder-DurchschnittsRank )
3.7.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-2">
        <title>Durchschnitte</title>
        <p>Bei der letzten visuellen Beschreibung werden nicht
wirklich Charakteristika des Objektes gelernt, diese stellt also
keine visuelle Beschreibung in unserem gewunschten Sinne
dar. Wir gehen davon aus, dass die A hnlichkeit zweier
ahnlicher Bilder auf einer gemeinsamen Teilmenge der
visuellen Worter und visuellen Phrasen basiert. Wir extrahieren
daher die Gemeinsamkeiten zweier ahnlicher Bilder, indem
wir den Durchschnitt ihrer Histogramme gema der Formel
5 bilden. Fur jede Bildgruppe aus der Menge der
Bildgruppen werden paarweise Durchschnitte der Trainingsbilder aus
der Bildgruppe berechnet. Die visuelle Beschreibung besteht
dann aus allen gebildeten Durchschnitten, d.h. jeder
Durchschnitt dient bei der inhaltsbasierten Bildsuche als ein
Anfragebild und es nden mehrere Anfragen statt.</p>
        <p>Wie bei der ersten visuellen Beschreibung, erhalten wir
auch hier eine Menge von einzelnen Ergebnissen und mussen
diese zu einem Endergebnis berechnen. Wir wenden dazu die
drei beschriebenen Strategien an (Durchschnitte-BesterScore,
Durchschnitte-MaxAhnlichkeit,
Durchschnitte-DurchschnittsRank ).
3.7.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-3">
        <title>Bestes Bild</title>
        <p>Die bisher vorgestellten visuellen Beschreibungen sind
problematisch: sie bestehen aus mehreren Anfrageinstanzen und
weisen daher eine zeitaufwandige Anfrageverarbeitung auf.
Eine kompakte Darstellung der visuellen Beschreibung, d.h.
eine Darstellung, die aus nur einer Anfrageinstanz besteht,
ware von Vorteil. Eine einfache Losung wiederum ist, das
beste Trainingsbild aus den Trainingsbildern eines Eintrags
als visuelle Beschreibung zu wahlen. Um das beste
Trainingsbild zu bestimmen, vereinigen wir die Bildgruppen und
stellen mit jedem Bild aus der Vereinigung eine Anfrage an
die ganze Trainingsmenge. Mit einem Qualitatsma wird
jedes Anfrageergebnis bewertet und das Anfragebild mit der
besten Gute, d.h. mit dem hochsten Score des Ergebnisses
fur die visuelle Beschreibung ubernommen (BestesBild ). Das
gewahlte Trainingsbild kann jedoch ein lokales Optimum
darstellen und in der Suche auf der Bilddatenbank
versagen. Weiterhin zeigt sich auch hier das Problem, dass keine
Charakteristika von Objekten aus den ahnlichen
Trainingsbildern gelernt werden.
3.7.4</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-4">
        <title>Durchschnitte kompakt - Anzahl</title>
        <p>Um eine kompakte Darstellung der visuellen Beschreibung
zu erhalten, die die gemeinsamen Charakteristika des
Objektes ausdruckt, kommen wir auf das Konzept der
Durchschnitte zuruck. Wie in der zweiten visuellen Beschreibung
beschrieben, bilden wir zunachst Durchschnitte der
paarweisen Trainingsbilder pro jede Bildgruppe. Wir nehmen an,
dass visuelle Worter und visuelle Phrasen, die in den meisten
Durchschnitten auftreten, fur das Objekt relevanter sind, als
die, die seltener vorkommen. Wir erstellen daher eine
visuelle Beschreibung aus zwei Histogrammen, der visuellen
Worter und der visuellen Phrasen, und zahlen fur jedes visuelle
Wort und jede visuelle Phrase, in wievielen Durchschnitten
es vorkommt. Diese absolute Durchschnitts-Frequenz bildet
dann den Wert des jeweiligen visuellen Wortes oder der
visuellen Phrase in den Histogrammen
(DurchschnitteKompaktAnzahl ).
3.7.5</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-5">
        <title>Durchschnitte kompakt - Summe</title>
        <p>Um die Wichtigkeit jedes visuellen Wortes und jeder
visuellen Phrase innerhalb eines Durchschnitts zu betonen,
wird anstatt der Anzahl der Durchschnitte eine Summe der
Durchschnitte gebildet. Genaugenommen werden wieder zwei
Histogramme der visuellen Worter und visuellen Phrasen
erstellt und jedes Bin des Histogramms ist die Summe der
entsprechenden Bins der Histogramme aller Durchschnitte.
(DurchschnitteKompakt-Summe)
3.7.6</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-6">
        <title>Durchschnitte kompakt - Gewichtete Summe</title>
        <p>Der nachsten visuellen Beschreibung liegt die folgende
Frage zugrunde: gibt es visuelle Phrasen, die fur ein Objekt
spezi sch sind, d.h. ist der Anteil der Bilder zu einem Term
und einer visuellen Phrase an allen Bildern, die diese visuelle
Phrase beinhalten, besonders hoch? Wir berechnen fur jede
visuelle Phrase vp und dem zugrundeliegenden Term t des
Eintrags das Gewicht:
gV P (t; vp) :=
#B(t; vp)
#B(vp)
mit B(t; vp) stellt die Menge aller Trainingsbilder zu dem
Term t, d.h. die Vereinigung der Bilder aus den Bildgruppen
zu t, die die visuelle Phrase vp beinhalten, dar. Wir
ubernehmen die zuvor de nierte visuelle Beschreibung
DurchschnitteKompakt-Summe und gewichten den Hau gkeitswert jeder
visuellen Phrase vp mit gV P (t; vp).
(DurchschnitteKompaktGewichteteSumme)
3.7.7</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-7">
        <title>Durchschnitte kompakt - TFIDF</title>
        <p>Fur die folgende visuelle Beschreibung ubernehmen wir
die Idee der tf-idf Gewichtung fur Dokumentvektoren. Mit
Hilfe der inversen Dokumenthau gkeit eines Terms, hier
inverse Bildhau gkeit eines visuellen Wortes oder einer
visuellen Phrase, wollen wir die Hau gkeiten der visuellen
Worter und visuellen Phrasen, die in sehr vielen
Trainingsbildern vorkommen, schwacher, und die die seltener
vorkommen, starker gewichten. Analog zum Text-Retrieval bilden
wir also eine Summe aller Durchschnitte, wie in der
visuellen Beschreibung DurchschnitteKompakt-Summe
beschrieben, berechnen dann fur jedes visuelle Wort vw und jede
visuelle Phrase vp das idf Gewicht:
gIDF (vw) := log</p>
        <p>#B
#B(vw)
(6)
(7)
wichten multipliziert: jedes Bin zu einem visuellem Wort vw
mit gIDF (vw) und jedes Bin zu einer visuelle Phrase vp mit
gIDF (vp). (DurchschnitteKompakt-TFIDF )
3.7.8</p>
      </sec>
      <sec id="sec-14-8">
        <title>Durchschnitte kompakt - Gewichtetes TFIDF</title>
        <p>Die Gewichte aus den beiden letzten visuellen
Beschreibungen werden im Folgenden kombiniert. Wir erstellen
wieder die Summe aller Durchschnitte und gewichten dann
jeden Hau gkeitswert des jeweiligen visuellen Wortes vw mit
gIDF (vw), und jeden Hau gkeitswert einer visuellen Phrase
vp mit dem kombinierten Gewicht:
gV P IDF (t; vp) := #B(t; vp)
#B(vp)
log</p>
        <p>#B
#B(vp)
(8)
(DurchschnitteKompakt-GewichtetesTFIDF )
4.
4.1</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-15">
      <title>EVALUATION</title>
    </sec>
    <sec id="sec-16">
      <title>Trainings- und Testmenge</title>
      <p>Fur die Test- und Trainingsmenge werden Bilder und
Annotationen zu 50 Objekten aus dem World Wide Web
gesammelt. Fur jedes der 50 Terme werden jeweils 10
Trainingsbilder und ca. 30 Testbilder heruntergeladen. Als Objekte
werden Tiere, Fruchte, Gegenstande, Gebaude und Symbole
gewahlt. Fast alle Bilder liegen in einer Au osung von ca.
400 400 Pixel vor.
4.2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-17">
      <title>Testdurchführung</title>
      <p>Die vorgestellten visuellen Beschreibungen werden
hinsichtlich der Qualitat des Retrievals und der Anfragee
zienz analysiert, um so aus den daraus gewonnenen
Ergebnissen und Erkenntnissen die beste fur das visuelle Worterbuch
auswahlen zu konnen. Dazu wird fur jede visuelle
Beschreibung zuerst ein visuelles Worterbuch aus der
Trainingsmenge gelernt und dieses dann in der Anwendung der Bildsuche
eingelesen. Fur jeden Eintrag des visuellen Worterbuchs,
also jeden Term (im jeweiligen Kontext), wird eine Anfrage auf
der Testmenge durchgefuhrt, dabei die Anfragezeit
gemessen und schlie lich aus dem erhaltenen Ranking-Ergebnis die
Gute des Ergebnisses mit dem Ma Score, der im Folgenden
erlautert wird, berechnet. Um die visuellen Beschreibungen
letztlich miteinander vergleichen zu konnen, wird fur jede
visuelle Beschreibung, also jedes Worterbuch, das
arithmetische Mittel der Anfragezeiten und der Scores uber allen
Eintragen gebildet.
4.3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-18">
      <title>Bewertungsmaß</title>
      <p>
        In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] wird fur die Evaluation des Retrieval-Systems ein
Ma Score benutzt. Score bewertet die Top-20
zuruckgegebenen Bilder, indem jedes relevante Bild entsprechend des
Intervalls, in dem seine Rankingposition liegt, gewichtet wird,
die Gewichte aller relevanten Bilder summiert und schlie
lich auf den Bereich [0; 1] normalisiert werden. Die
Autoren des Papers begrunden, dass die meisten Benutzer nur
die ersten beiden Ergebnisseiten, mit jeweils 10 Bildern pro
Seite, betrachten und daher nur die Top-20 der
zuruckgegebenen Bilder zu einer Anfrage die relevantesten fur den
Benutzer sind. Wir stimmen mit der Argumentation
uberein und ubernehmen dieses Ma fur die Qualitatsbewertung
der visuellen Beschreibungen.
wobei B ist die Menge aller Trainingsbilder und B(vw) die
Menge der Trainingsbilder, die das visuelle Wort vw
beinhalten. Analog fur vp. Die aus der Summe der
Durchschnitte entstandenen Histogramme werden dann mit diesen
Ge
      </p>
      <p>Als Testergebnis erhalten wir die zwei Diagramme in
Abbildung 2. Das obere Diagramm stellt den
durchschnittlichen Score und das untere die durchschnittliche
Anfragezeit fur jede visuelle Beschreibung dar. Die besten
durchschnittlichen Scores erreichen die visuellen Beschreibungen
AlleBilder-BesterScore, Durchschnitte-BesterScore, die aus
multiplen Instanzen und der Endergebnis-Strategie
BesterScore bestehen. Dabei sieht man, dass die auf
Durchschnitten basierende visuelle Beschreibung ein besseres
RetrievalErgebnis liefert, die durchschnittliche Anfragezeit sich
gleichzeitig aber verdoppelt. Wie bereits erwahnt ist diese
Endergebnis-Strategie nur ein theoretisches Modell. Die zwei
praktisch realisierbaren Endergebnis-Strategien verhalten
sich je nach visueller Beschreibung unterschiedlich:
MaxAhnlichkeit schneidet bei AlleBilder besser und bei
Durchschnitte schlechter ab als DurchschnittsRank. Diese
multipleInstanzen visuellen Beschreibungen mit den Strategien
MaxAhnlichkeit und DurchschnittsRank werden jedoch von den
eine-Instanz, auf Durchschnitten basierenden visuellen
Beschreibungen bzgl. dem durchschnittlichen Score deutlich
ubertro en. Von den besten multiple-Instanzen visuellen
Beschreibung AlleBilder-MaxAhnlichkeit,
Durchschnitte-DurchschnittsRank zu den besten eine-Instanz,
DurchschnitteKompakt-GewichteteSumme und DurchschnitteKompakt-TFIDF
haben wir einen Zuwachs des durchschnittlichen Scores von
0.07 und die Anfragezeit sinkt dabei drastisch um das
9bzw. 17-fache. Die eine-Instanz, auf Durchschnitten
basierenden visuellen Beschreibungen weisen einen deutlich
besseren, um ca. 0.12 hoheren, durchschnittlichen Score
gegenuber BestesBild auf, sind untereinander mit Unterschieden
von bis 0.02 aber relativ ahnlich. Die besten unter ihnen,
DurchschnitteKompakt-GewichteteSumme und
DurchschnitteKompakt-TFIDF liefern zudem den besten
durchschnittlichen Score unter allen praktisch realisierbaren visuellen
Beschreibungen. DurchschnitteKompakt-TFIDF maximiert
den durchschnittlichen Score und minimiert gleichzeitig die
Anfragezeit, ist daher am besten fur das visuelle Worterbuch
geeignet.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-19">
      <title>5. SCHLUSSFOLGERUNG UND</title>
    </sec>
    <sec id="sec-20">
      <title>AUSBLICK</title>
      <p>Von den gestellten Anforderungen an das visuelle
Worterbuch werden die Grundform der Terme mit dem
StemmingSchritt in der Aufbereitungsphase und die Polysemie mit
dem CBC Clustering, dem Kontextvektor und den damit
verbundenen Mehreintragen eines Terms, realisiert. Mit der
erwahnten besten visuellen Beschreibung ist das Erfassen
der Charakteristika des Objektes mit dem Konzept der
Durchschnitte, die Kompaktheit und E zienz mit der
eineInstanz Darstellung und die Kompatibilitat zu der
Bilddatenbank mit den Histogrammen der visuellen Worter und
Phrasen erfullt. Zukunftig, um die Anfragezeiten der
eineInstanz visuellen Beschreibungen von ca. 12 Sekunden
weiter zu reduzieren, kann man geeignete e ziente
Indexstrukturen und Algorithmen fur die Bildsuche untersuchen und
einsetzen. Um die Qualitat des Retrievals weiter zu
verbessern, konnte man versuchen auch Farbeigenschaften und
ihre Relevanz fur Objekte miteinzubeziehen, d.h. diese fur die
visuelle Beschreibung zu lernen und in der Bildsuche
einzusetzen.</p>
      <p>0,53 0,53 0,55 0,55 0,54
visuelle Beschreibung
Abbildung 2: Durchschnittlicher Score und
durchschnittliche Anfragezeit der visuellen
Beschreibungen</p>
    </sec>
    <sec id="sec-21">
      <title>6. LITERATUR</title>
    </sec>
  </body>
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