<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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        <article-title>Proceedings</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>23. GI-Workshop Grundlagen von Datenbanken 31.</institution>
          <addr-line>05.2011 - 03.06.2011 Obergurgl, Tirol, Österreich</addr-line>
        </aff>
        <aff id="aff1">
          <label>1</label>
          <institution>Wolfgang Gassler</institution>
          ,
          <addr-line>Eva Zangerle, Günther Specht, Hrsg.</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
      <fpage>73</fpage>
      <lpage>114</lpage>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,</title>
      <p>der 23. Workshop Grundlagen von Datenbanken (GvD) 2011 findet in Obergurgl,
Tirol, Österreich statt. Dieser viertägige Workshop wird vom GI-Arbeitskreis
Grundlagen von Informationssystemen im Fachbereich Datenbanken und
Informationssysteme (DBIS) veranstaltet und hat die theoretischen, konzeptionellen
und methodischen Grundlagen von Datenbanken und Informationssystemen zum
Thema. Organisiert wird der Workshop 2011 von der Forschungsgruppe
Datenbanken und Informationssysteme am Institut für Informatik an der
Leopold</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Franzens-Universität in Innsbruck.</title>
      <p>Der Workshop soll die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern/-innen im
deutschsprachigen Raum fördern, die sich grundlagenorientiert mit Datenbanken und
Informationssystemen beschäftigen. Er ist insbesondere als Forum für
Nachwuchswissenschaftler/-innen gedacht, die ihre aktuellen Arbeiten in einem
größeren Forum vorstellen wollen. Mit der Kulisse der beeindruckenden Tiroler
Bergwelt bietet der Workshop auf 2000 Metern Meereshöhe einen idealen Rahmen
für die offenen und inspirierenden Diskussionen zu Datenbanken und
Informationssystemen. 18 Papiere wurde aus den Einsendungen ausgewählt und
werden in Obergurgl vorgestellt. Sie spannen ein weites Feld auf und zeigen, wie
aktiv und inspirierend die Datenbankforschung heute sein kann. Gerade das neue
Feld der Hauptspeicher- und NoSQL-Datenbanken hat die Auseinandersetzung mit
dem, was die eigentlichen Grundlagen der Datenbanken sind, neu beflügelt. Dabei
ist der Workshop über die Jahre, inzwischen 23 (!), längst von einem ursprünglich
eher theorie- und grundlagenlastigen Workshop auch zu einer Plattform für
anwendungsgetriebene und praktische Datenbankforschung geworden und hat sich
dabei auch dem damit verbundenen Gebiet der Informationssysteme geöffnet.
Wichtig ist die offene Atmosphäre in der man, diesmal zurückgezogen in der
Bergwelt, ohne Zeitzwang, intensiv diskutieren kann. Dies bedeutet insbesondere
nicht nur die üblichen drei Fragen nach dem Vortrag bevor der nächste kommt,
sondern sich die Zeit nehmen, vorgestellte neue Gedanken und Ansätze wirklich
gemeinsam zu diskutieren. Davon profitieren alle.</p>
      <p>Hinzu kommen drei interessante Keynote-Vorträge von Harald Frick, Thomas
Neumann und Wolf-Tilo Balke. Ihnen sei an dieser Stelle für Ihre Bereitschaft und</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ihr Kommen gedankt.</title>
      <p>Weiters danken wir dem Programmkomitee, das diesmal erstmals auf 18 Mitglieder
gewachsen ist und allen Gutachtern für ihre Arbeit. Das Organisations-Komitee und
dabei insbesondere Fr. Eva Zangerle und Hr. Wolfgang Gassler haben den Großteil
der Arbeit gestemmt. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement wäre
der 23. Workshop nicht zustande gekommen. Herzlichen Dank! Besonderer Dank
gilt auch Eike Schallehn und dem GI-Arbeitskreis "Grundlagen von
Informationssystemen", der sich mit viel Einsatz um die erfolgreiche jährliche
Austragung des Workshops bemüht. Schließlich gilt mein Dank allen denen, die im
Hintergrund mitwirkten, dem ganzen DBIS-Team in Innsbruck, dem Haus in
Obergurgl und nicht zuletzt allen Autoren und Vortragenden. Sie machen den
Workshop erst zu dem, was er ist: Eine inspirierendes und motivierendes Forum für
offene Diskussionen über alle neuen Ideen rund um Datenbanken und
Informationssysteme. Sicher wird auch die gepflegte Hütten- und Bergatmosphäre
und der offene Kamin am Abend das seine dazu beitragen. Ich freue mich darauf.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Mit den besten Grüßen,</title>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Günther Specht Innsbruck am 26.05.2011</title>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Programm-Komitee</title>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Wolf-Tilo Balke, Universität Braunschweig</title>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Stefan Brass, Universität Halle</title>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Erik Buchmann, Universität Karlsruhe</title>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Stefan Conrad, Universität Düsseldorf</title>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>Johann-Christoph Freytag, Humboldt-Universität Berlin</title>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>Torsten Grust, Universität Tübingen</title>
    </sec>
    <sec id="sec-12">
      <title>Andreas Henrich, Universität Bamberg</title>
    </sec>
    <sec id="sec-13">
      <title>Hagen Höpfner, Universität Weimar</title>
    </sec>
    <sec id="sec-14">
      <title>Harald Kosch, Universität Passau</title>
    </sec>
    <sec id="sec-15">
      <title>Holger Meyer, Universität Rostock</title>
    </sec>
    <sec id="sec-16">
      <title>Klaus Meyer-Wegener, Universität Erlangen</title>
    </sec>
    <sec id="sec-17">
      <title>Bernhard Mitschang, Uni Stuttgart</title>
    </sec>
    <sec id="sec-18">
      <title>Daniela Nicklas, Universität Oldenburg</title>
    </sec>
    <sec id="sec-19">
      <title>Gunter Saake, Universität Magdeburg</title>
    </sec>
    <sec id="sec-20">
      <title>Eike Schallehn, Universität Magdeburg</title>
    </sec>
    <sec id="sec-21">
      <title>Ingo Schmitt, TU Cottbus</title>
    </sec>
    <sec id="sec-22">
      <title>Holger Schwarz, Universität Stuttgart Günther Specht, Universität Innsbruck</title>
      <p>
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</p>
    </sec>
    <sec id="sec-23">
      <title>Eva Zangerle, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-24">
      <title>Wolfgang Gassler, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-25">
      <title>Wolfgang Pausch, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-26">
      <title>Sebastian Schönherr, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-27">
      <title>Robert Binna, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-28">
      <title>Dominic Pacher, Universität Innsbruck</title>
      <sec id="sec-28-1">
        <title>Organisations-Komitee</title>
      </sec>
      <sec id="sec-28-2">
        <title>Weitere Reviewer</title>
        <p>
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</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-29">
      <title>Eva Zangerle, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-30">
      <title>Wolfgang Gassler, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-31">
      <title>Günther Specht, Universität Innsbruck</title>
    </sec>
    <sec id="sec-32">
      <title>Eike Schallehn, Universität Magdeburg, Speaker of the Working Group</title>
    </sec>
    <sec id="sec-33">
      <title>Foundations of Information Systems</title>
      <p>Inhaltsverzeichnis
XQuery Framework for Interoperable Multimedia Retrieval ................................................................................................. 73
(Mario Döller, Florian Stegmaier, Alexander Stockinger and Harald Kosch)
Workload Representation across Different Storage Architectures for Relational DBMS ...................................................... 79
(Andreas Lübcke, Veit Köppen und Gunter Saake)
Data Locality in Graph Databases through N-Body Simulation............................................................................................. 85
(Dominic Pacher, Robert Binna und Günther Specht)
SpiderStore: A Native Main Memory Approach for Graph Storage ...................................................................................... 91
(Robert Binna, Wolfgang Gassler, Eva Zangerle, Dominic Pacher und Günther Specht)
Kriterien für Datenpersistenz bei Enterprise Data Warehouse Systemen auf In-Memory Datenbanken............................... 97
(Thorsten Winsemann and Veit Koeppen)
Ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen Wörterbuchs für die Bildsuche ................................................ 103
(Magdalena Rischka)
A feedback guided interface for elastic computing ................................................................................................................ 109
(Sebastian Schönherr, Lukas Forer, Hansi Weißensteiner, Florian Kronenberg, Günther Specht und Anita Kloss-Brandstätter)</p>
      <p>Massive parallel in-memory
database with GPU based query
coprocessor</p>
      <sec id="sec-33-1">
        <title>Harald Frick</title>
        <p>QuiLogic In-Memory DB Technology
This talk presents work on transforming SQL-IMDB, a commercial available
inmemory database system, into a massive parallel, array structured data processor
extending the “classic” query engine architecture with GPU based co-processing
facilities. The chosen approach is not just a simple re-implementation of common
database functionality like sorting, stream processing and joins on GPUs, instead we
take a holistic view and extend the entire query engine to work as a genuine,
inmemory, GPU supported database engine. We have partitioned the query engine so
that both CPU and GPU are doing what they are best at. The new SQL-IMDBg
query execution engine is a “Split-Work” engine which takes care to optimize,
schedule and execute the query plan simultaneous and in the most efficient way on
two (or more) different memory devices. The principal architecture of the engine,
based on simultaneous managing multiple memory devices
(local/shared/flashmemory ), was a natural fit to include the new GPU/video memory as just another
(high speed) memory device. All internal core engine data structures are now based
on simple array structures, for maximum parallel access support on multi- and many
core hardware. Data tables located on GPU video memory can always queried
together with CPU local- and shared-memory tables in “mixed” query statements.
Columns on GPU tables are also accessible through GPU based indexes. A special
index structure was developed based on sorted containers supporting both CPU and
GPU based index lookups. Table data can be manually and automatically split
between CPU and GPU and is held in vertically partitioned columns, which ease the
stream like processing for basic scan primitives and coalesced memory access
mechanism on GPU devices. Based on our experience gained, we see the GPU/video
memory as another important high speed memory device for in-memory database
systems, but which do not yet fit well into the architecture of current database
engines and therefore require a major effort in re-engineering the entire core
database architecture.
Efficient Query Processing on
Modern Hardware</p>
      </sec>
      <sec id="sec-33-2">
        <title>Thomas Neumann</title>
        <p>Lehrstuhl für Informatik III: Datenbanksysteme</p>
        <p>Fakultät für Informatik
Technische Universität München
Most database systems translate a given query into an expression in a (physical)
algebra, and then start evaluating this algebraic expression to produce the query
result. The traditional way to execute these algebraic plans is the iterator model:
Every physical algebraic operator conceptually produces a tuple stream from its
input, and allows for iterating over this tuple stream. This is a very nice and simple
interface, and allows for easy combination of arbitrary operators,but it clearly comes
from a time when query processing was dominated by I/O and CPU consumption
was less important: The iterator interface causes thousands of expensive function
calls, degrades the branch prediction of modern CPUs, and ofter results in poor
code locality and complex book-keeping.</p>
        <p>On modern hardware query processing can be improved considerably by processing
tuples in a data centric, and not an operator centric, way. Data is processed such that
it can be kept in CPU registers as long as possible. Operator boundaries are blurred
to achieve this goal. In combination with an code compilation framework this
results in query code that rivals the speed of hand-written code. When using these
techniques in the HyPer DBMS, TPC-H Query 1 for example can single-threaded
aggregated the scale factor 1GB data set in about 68ms on commodity hardware.
Conceptual Views for Entity-Centric</p>
        <p>Search</p>
      </sec>
      <sec id="sec-33-3">
        <title>Wolf-Tilo Balke</title>
        <p>Databases and Informationsystems</p>
        <p>University of Braunschweig
The retrieval of entity data has always been a core application of database systems
and querying an entity's attributes can be efficiently done using declarative
languages like SQL. But today's retrieval tasks more and more focus also on
conceptual aspects of entities, which often are not directly expressed by attributes.</p>
        <p>For instance, users might want to find a 'thrilling' novel, unfortunately there is no
'suspense factor' attribute in today's online book stores. Consequently, entity-centric
search suffers from a growing semantic gap between the users’ intended queries and
the database’s schema. In the talk, we will propose the notion of conceptual views,
an innovative extension of traditional database views, which aim to uncover those
query-relevant concepts that are often only reflected by unstructured data related to
some entities. We will also take a look at promising techniques for mining
conceptual information and discuss open issues.
Ein Ansatz zu Opinion Mining und Themenverfolgung für
eine Medienresonanzanalyse</p>
        <p>Thomas Scholz
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf</p>
        <p>Institut für Informatik</p>
        <p>Universitätsstr. 1
D-40225 Düsseldorf, Deutschland
scholz@cs.uni-duesseldorf.de
pressrelations GmbH</p>
        <p>Entwicklung</p>
        <p>Klosterstr. 112</p>
        <p>D-40211 Düsseldorf, Deutschland
thomas.scholz@pressrelations.de
Zusammenfassung
Heutzutage gibt es eine unuberschaubare Anzahl von
Medien mit enorm vielen Artikeln und Beitragen. Da in
ihnen neben vielen anderen potenziell nutzlichen
Informationen wertvolle Meinungen zu Themen enthalten sind, ist eine
automatische Beobachtung dieser Medien sehr interessant,
birgt aber zwei gro e Herausforderungen: eine
automatisierte Tonalitatsbestimmung (Opinion Mining) kombiniert mit
einer Themenverfolgung. Diese zwei Aufgaben sind
Teilgebiete des Text Minings, auch Text Data Mining oder
Knowledge Discovery in Texten genannt. Diese Arbeit beschreibt
einen Ansatz fur Opinion Mining und Themenverfolgung
basierend auf einer Information Extraction Architektur. In der
Evaluation wird gezeigt, wie dieser Ansatz fur Opinion
Mining oder eine Themenverfolgung eingesetzt werden kann.</p>
        <p>Kategorie
Data Mining and Knowledge Discovery
Schlüsselwörter
Opinion Mining, Topic Tracking, Text Mining</p>
        <p>EINLEITENDE MOTIVATION</p>
        <p>Das Internet, Printmedien, TV, Horfunk und Soziale
Netzwerke sind eine Fundgrube von Meinungen zu bestimm-ten
Themen in Form von Artikeln oder Beitragen. Heutzutage
ist es moglich diese in digitaler Form zu erfassen. Im Online
Bereich konnen beispielsweise Crawler eingesetzt werden um
die Artikelseiten von Internetnachrichten zu erfassen. Durch
Analyse des Seitenquelltextes und den Einsatz von
Heuristiken kann der eigentliche Artikeltext gefunden werden.
Artikel aus Printmedien konnen eingescannt und mit optischer
Zeichenerkennung (OCR) digitalisiert werden. Artikel und
Beitrage in digitaler Textform bieten auch teilweise die
TV23rd GI-Workshop on Foundations of Databases (Grundlagen von
Datenbanken), 31.05.2011 - 03.06.2011, Obergurgl, Austria.</p>
        <p>Copyright is held by the author/owner(s).
und Horfunksender an. Im Bereich Soziale Netzwerke
haben sich Dienstleister darauf spezialisiert, die Diskussionen
und Kommentare aus Netzen wie Twitter, Facebook oder
bestimmte Foren automatisch zu erfassen und als Daten
anzubieten.</p>
        <p>Die Auswertung von einer gro en Menge dieser Artikel
und Beitrage ist hingegen schwierig. Eine manuelle
Auswertung ist nur mit erheblichen Aufwand moglich und fur eine
automatische Auswertung gibt es erste Ansatze, aber langst
noch keine allumfassende Losung. Mit der Aufgabe diese
Daten zu erfassen und auszuwerten beschaftigt man sich beim
Medienmonitoring bzw. bei der Medienresonanzanalyse. In
diesem Bereich arbeiten Ausschnittdienste.</p>
        <p>Die riesigen Strome aus Artikeln und Beitragen enthalten
viele potenziell wertvolle Informationen zu Themen,
Personen, Firmen, Produkten, usw. Besonders die PR- und
MarketingAbteilungen von Unternehmen, Parteien und Verbanden
interessieren fur diese Daten und deren Auswertung. Dabei
interessiert man sich besonders dafur, inwiefern sich das Image
des Unternehmens oder das Image von bestimmten
Produkten, Marken und Dienstleistungen entwickelt. Aber auch
wie bestimmte Personen (Werbetrager, Vorstandsmitglieder,
etc.) in diesen Medien wahrgenommen werden. Au erdem
von Bedeutung ist die Frage, auf welche Weise bestimmte
Themen mit dem Unternehmen verknupft sind. Beim
Medienmoitoring geht es darum Artikel zu erfassen und
sammeln, die fur PR- und Marketing Abteilungen interessant
sind. Dazu werden von ihnen Themen oder Schlagworter
de niert. Dies ist auch interessant fur Verbande, Vereine,
Parteien, Stiftungen, die teilweise zu klein sind um uber
eine eigene PR-Abteilung zu verfugen.</p>
        <p>Bei der Medienresonanz geht es darum zu bestimmten
Themen das mediale Echo zu analysieren.</p>
        <p>Dies kann z. B. auf folgende Art und Weise geschehen:
Zunachst werden Themen de niert, die es zu untersuchen
gilt. Dies konnen beispielsweise Marken von Firmen sein
oder andere Begri e wie Produktnamen, Personen oder
ahnliches. Bei einem Medienbeobachter und einem
Ausschnittdienst wurden die Kunden (meist PR-Abteilungen von
Firmen oder Organisationen wie Parteien) Themen durch
bestimmte Schlagworter festlegen. Die Schlagworter werden
dann von Crawlern in den Medien gesucht, um die
entsprechenden Artikel zu erfassen.</p>
        <p>Dann konnen diese Artikel bewertet werden, z.B. ob sie
wirklich relevant zu diesem Thema sind, wie exklusiv dieser
Beitrag ist und am wichtigsten welche Tonalitat er besitzt.</p>
        <p>Die Tonalitat beschreibt, ob ein bestimmter Artikel
positive oder negative Meinungen zu einem Thema enthalt. Es
ist auch beides moglich. Oft wird dies mit einem negativen
Zahlenwert fur eine negative Tonalitat und einem positiven
Zahlenwert fur eine positive Tonalitat festgehalten. Diese
Bestimmung der Tonalitat wird heutzutage bei den
Medienbeobachtern noch rein manuell durch Medienanalysten
ausgefuhrt, die die Texte lesen und meinungsbeinhaltende
Passagen identi zieren und bewerten.</p>
        <p>Allerdings sto en solche Beobachtungsdienste aufgrund
der Menge der Artikel und Beitrage heute an ihre Grenzen,
was manuell noch zu bearbeiten ist. Die Nachrichtenanzahl,
die diese Dienste bearbeiten, nimmt stetig zu, aufgrund der
starkeren Digitalisierung der Medien wie auch durch
Entstehen neuer Medien im Internet wie der Bereich Social Media.
1.3</p>
        <p>Opinion Mining und Themenverfolgung als</p>
        <p>Lösung</p>
        <p>Als Losung fur eine automatische Medienresonanzanalyse
bieten sich Opinion Mining und Themenverfolgung an, um
die doch bisher meist manuell geleistete Arbeit zu
unterstutzen und perspektivisch zu ersetzen.. Mit Hilfe des
Opinion Minings soll es gelingen meinungstragende Passagen
innerhalb eines Textes zu nden und dann automatisch mit
einem Tonalitatswert zu versehen. Durch die Realisierung
einer automatischen Themenverfolgung konnte die manuell
vorgenommene Schlagwortverwaltung fur die
Themenzuordnung abgelost werden. In der Kombination hatte man dann
eine automatische Medienresonanzanalyse.</p>
        <p>Der Rest dieser Arbeit kann wie folgt zusammengefasst
werden: Zunachst werden die Ansatze aufgezeigt, die schon
zum Bereich des Opinion Minings und der
Themenverfolgung entwickelt wurden. Dann wird die Architektur
entworfen, wodurch eine automatische Medienresonanzanalyse
auf Basis von Natural Language Processing und
Information Extraction realisierbar wird. Anschlie end wird in ersten
Versuchen demonstriert, wie die Vorverarbeitung fur
Opinion Mining und Themenverfolgung eingesetzt werden
konnen. Abschlie end werden dann aufgrund dieser Ergebnisse
Schlussfolgerungen fur das weitere Vorgehen gezogen.</p>
        <p>VERWANDTE ARBEITEN</p>
        <p>Opinion Mining</p>
        <p>
          Um die Tonalitat eines Textes zu bestimmen, benutzen
viele Ansatze wie [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13 ref2 ref22 ref23 ref29 ref3 ref9">2, 3, 9, 13</xref>
          ] Worterbucher, in denen Worter
mit einem Tonalitatswert hinterlegt sind. Diese
Worterbucher werden meist so aufgebaut: Man beginnt mit einer
kleineren Menge von positiven und negativen Wortern. Dann
wird analysiert, ob neue Worter oft mit positiven oder
negativen Wortern auftauchen und entsprechend bekommt dann
das neue Wort einen positiven oder negativen
Tonalitatswert.
        </p>
        <p>
          Eine typische Menge von Saattonalitatswortern sieht
beispielsweise so aus [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref33">16</xref>
          ]:
positiv: fgood, nice, excellent, positive, fortunate,
correct, superiorg
negativ: fbad, nasty, poor, negative, unfortunate, wrong,
inferiorg
        </p>
        <p>
          Diesen Aufbau durch einen Bootstrapping Algorithmus
benutzt auch das bekannteste Worterbuch: SentiWordNET
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ]. Als Quelle fur neue Worter benutzt es dazu Glossetexte
und Wortbeziehungen in WordNET, dem bekanntesten
englischen, digitalen Worterbuch. Mit diesen Wortbeziehungen
wie Synonym, Oberbegri oder Unterbegri werden neue
Worter gefunden, die dann die gleiche oder eine ahnliche
Tonalitat bekommen.
        </p>
        <p>
          Andere Ansatze benutzen nur WordNET oder ahnliche,
allgemeine Worterbucher [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20 ref26 ref27 ref6 ref7">6, 7</xref>
          ] oder Textsammlungen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref22 ref24 ref4">2, 4</xref>
          ]
oder Suchanfragen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ]. Die Vorgehensweise ahnelt dabei oft
der Vergro erung der Wortmenge durch Bootstrapping.
        </p>
        <p>
          Viele Ansatze [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13 ref2 ref22 ref23 ref24 ref3 ref4">2, 3, 4, 13</xref>
          ] beschranken sich auf das Gebiet
der Sentiment Analysis, also der Tonalitatsbestimmung in
Kundenrezensionen. Einige Ansatze beschranken sich dabei
nur auf Adjektive [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          Bei Kundenrezensionen ist eine Identi kation von
Meinungsblocken nicht notig. Eine Rezension besteht nur aus
Meinungsblocken. Um generell Meinungen zu nden, auch
wenn dies in einem langen Zeitungsartikel nur ein kleiner
Absatz uber ein bestimmtes Unternehmen ist, sind zunachst
noch anderere Schritte zuvor notig. Ein satzbasierter Ansatz
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20 ref27 ref7">7</xref>
          ] bestimmt fur jeden Satz einen Tonalitatswert basierend
auf den in ihm enthalten Wortern. Dafur werden in zwei
Modellen einmal alle Worter oder nur das starkste
Tonalitatswort herangezogen. U berschreitet der Wert eine gewisse
Grenze, dann enthalt der Satz eine Meinung. Fur einen
anderen Ansatz [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
          ] enthalt ein Satz eine Meinung, wenn er ein
Adjektiv enthalt.
        </p>
        <p>Auch kann man davon ausgehen, dass bei Sentiment
Analysis Ansatzen man schon mit einem kleineren Worterbuch
mit Tonalitatswerten zurecht kommt, da man es bei den
Zielen der Rezension nur mit Produkten und ahnlichem wie
Filmen, Hotels usw. zu tun hat. Bei einer
Medienresonanzanalyse werden aber gleichzeitig Entitaten wie Personen,
Organisationen, Produkte, Events oder Aktionen im Fokus
stehen. Somit andern sich auch die tonalitatsbildenen
Worter, da nicht allein durch eine Beschreibung eines Produktes
etc. eine Tonalitat ausgedruckt wird.</p>
        <p>In einer Rezension will der Autor seine Meinung dem Leser
direkt vermitteln. In Zeitungsartikeln beschreibt der Autor
nicht nur direkte Meinungen, oft wird eher uber Fakten und
Handlungen gesprochen, die sich auf bestimmte Personen
oder Organisationen beziehen, die dann eine Tonalitat
entstehen lassen. Darum sollte ein solcher Ansatz auch nicht
nur Adjektive, sondern mehr Wortarten miteinbeziehen (z.</p>
        <p>
          B. Verben). Die meisten Ansatze [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2 ref21 ref22 ref23 ref3">1, 2, 3</xref>
          ] sind auf die
englische Sprache ausgerichtet. Daruber hinaus gibt es einige
Ansatze fur die Chinesische Sprache, die allerdings nicht die
Gute der Ergebnisse der auf Englisch arbeitenden Ansatze
erreichen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref29 ref4 ref9">4, 9</xref>
          ].
2.2
        </p>
        <p>Themenverfolgung</p>
        <p>
          Wissenschaftliche Methoden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref14 ref17 ref18 ref30 ref34 ref35">10, 14, 17, 18</xref>
          ], die eine
Themenverfolgung realisieren, stellen ein Thema oft durch
Schlagworter dar. Diese Schlusselworter werden dadurch
extrahiert, dass die hau gsten Worter eines Themas genommen
werden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ], die TF-IDF Methode zur Gewichtung benutzt
wird [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ] oder die Worter ausgewahlt werden, die am
wahrscheinlichsten in einem Thema vorkommen und am
unwahrscheinlichsten in allen anderen Themen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref17 ref18 ref34 ref35">17, 18</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          Weiterhin gibt es einen Ansatz [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref28 ref8">8</xref>
          ] einzelne Personen zu
verfolgen. In diesem Ansatz geht es dann spater um eine
Visualisierung der Daten: Wie oft wurde die Person in den
beobachteten Medienquellen in einem bestimmten
Zeitintervall (beispielsweise an einem Tag) erwahnt.
        </p>
        <p>
          Eine andere, sehr erfolgreiche Methode ist die Verfolgung
von wortlicher Rede [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref31">11</xref>
          ] fur ein bestimmtes Thema. Die
Arbeit beabsichtigt zu erforschen, wie sich Themen zwischen
den verschieden Medien (in diesem Fall Onlinenachrichten
und Soziale Netzwerke) bewegen. Die Autoren untersuchen
nach welcher Zeit Themen in die sozialen Netzwerke
gelangen und ob es Themen gibt, die zuerst in den Sozialen Netzen
entstehen und dann erst in die herkommlichen Nachrichten
gelangen. Hier werden Zitate aus wortlicher Rede benutzt,
da diese laut den Autoren einfach zu verfolgen sind [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref31">11</xref>
          ].
        </p>
        <p>Ein Zitat steht dann fur ein Thema. Durch einen
graphbasierten Ansatz werden Zitate auch wieder erkannt, wenn sie
verkurzt oder leicht abgeandert werden.</p>
        <p>
          Selten werden verschiedene Merkmale kombiniert [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ], um
Themen darzustellen oder zu verfolgen. Allerdings verlangt
dies auch gro eren Aufwand, da man zunachst mittels
Information Extraktion Methoden viele Informationen im Vorlauf
erfassen muss, damit man daraus entsprechende Merkmale
generieren kann. Hier sind auch begrenzte
Rechnerkapazitaten ein nicht zu vernachlassigender Aspekt.
        </p>
        <p>ANFORDERUNGEN FÜR DEN ANSATZ</p>
        <p>
          Die verschiedenen Arbeiten [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref12 ref2 ref20 ref21 ref22 ref23 ref27 ref3 ref32 ref7">1, 2, 3, 7, 12</xref>
          ] zu diesen
Bereichen zeigen oft, dass es sinnvoll ist, die Texte einer
Vorverarbeitung zu unterziehen (s. Abbildung 1). Sehr vorteilhaft
erscheint der Einsatz von Natural Language Processing und
Information Extraction. Wenn ein Ansatz diese Vorgaben
fur eine Vorverarbeitung erfullt, dann entstehen neue
Moglichkeiten, die spater aufgefuhrt werden.
3.1
        </p>
        <p>Natural Language Processing</p>
        <p>
          Gerade Natural Language Processing (NLP) wird in
vielen anderen Ansatzen benutzt, um unter anderem Adjektive
zu identi zieren [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2 ref21 ref22 ref23 ref3">1, 2, 3</xref>
          ]. Beim Natural Language Processing
ist nach dem simplen Aufteilen des Textes in Satze und
Worter das sogenannte Part-Of-Speech Tagging der
wichtigste Analyseschritt. Dabei werden die Worter aufgrund von
Wahrscheinlichkeitsmodellen wie Hidden Markov Modellen
grammatikalischen Wortarten wie Nomen, Verben,
Adjektiven usw. zugeordnet. Au erdem sollte ein Stemming
durchgefuhrt werden, damit alle Worter auch in Ihrer Grundform
verfugbar sind. Mit dieser Zuruckfuhrung werden viele
Methoden vereinfacht, die auf der Identi kation von
bestimmten Wortern beruhen oder einen Text als Wortlisten mit
Hau gkeiten darstellen.
3.2
        </p>
        <p>Information Extraction</p>
        <p>
          Durch Information Extraction (IE) [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
          ] ist es daruber
hinaus moglich, Entitaten im Text wie Personen,
Organisationen und Orte zu erkennen. Diese Named Entity Recognition
(NER) ist ein gutes Beispiel, wie IE auf NLP aufbaut: Zuerst
werden Nomen identi ziert und z.B. durch Listen genauer
bestimmt, ob es eine Person ist und eventuell zusatzlich, ob
es nur ein Vorname, Vor- und Nachname ist usw. Diese
Entitaten werden dann uber den Text verfolgbar, wenn weitere
Techniken wie Ortho-Matching und eine Pronomenau osung
durchgefuhrt wird. Ortho-Matching beschreibt das
Erkennen der Entitat im selben Text an mehreren Stellen, wenn
        </p>
        <p>Web</p>
        <p>Crawler
Satz Segmentierung</p>
        <p>Tokenisierung
Part-Of-Speech</p>
        <p>Tagging</p>
        <p>Stemming
Merkmale extrahieren</p>
        <p>Lernverfahren</p>
        <p>Vorhersage</p>
        <p>modell</p>
        <p>Abbildung 1: Ablauf der Verarbeitungsschritte
auch nicht exakt die selbe Zeichenkette verwendet wird. Im
Falle einer Person konnte z.B. erst der komplette Name und
spater im Text nur noch der Nachname benutzt werden.</p>
        <p>Kommt eine Pronomenau osung hinzu, dann wird eine
Entitat auch dann weiterverfolgt, wenn im Text fur die Entitat
nur noch Pronomen stehen wie \sie" oder \ihn", die sich aber
auf die entsprechende Person beziehen.</p>
        <p>Daruber hinaus kann es noch sehr nutzlich sein, weitere
Informationen wie den grammatikalischen Fall oder das
Geschlecht von Wortern zu bestimmen. Auch Textpassagen mit
wortlicher Rede oder die Extraktion von Nomenphrasen sind
weitere nutzliche Informationsbausteine, die in einer
weiteren Verarbeitung aufgegri en werden konnen.
3.3</p>
        <p>Neue Möglichkeiten</p>
        <p>Diese Vorverarbeitung lasst sich fur das Opinion Mining
und die Themenverfolgung folgenderma en einsetzen:</p>
        <p>Durch die Bestimmung der verschiedenen Wortarten
lassen sich fur das Opinion Mining Worterbucher aus
Adjektiven, Verben und Adverben extrahieren. Hier stellt sich noch
die Frage, wie man diesen Tonalitatswert bestimmt. Viele
Ansatze bilden dazu Ma e, die auf das
Zusammenauftreten mit positiven bzw. negativen Tonalitatswortern beruhen.</p>
        <p>Wenn man viele annotierte Meinungsblocke besitzt, kann
man auch Standardansatze aus dem Information Retrieval
wie TF-IDF darauf anwenden. Ebenso kann man
Bootstrapping einsetzen.</p>
        <p>Auch Nominalphrasen konnen in dem Worterbuch
aufgenommen werden. Diese konnen auch fur die Darstellung
eines Themas von gro em Nutzen sein.</p>
        <p>Durch die Erkennung von Personen, Organisationen usw.
kann man bei der Tonalitatsbestimmung unterscheiden, ob
nun eine Person oder ein Produkt besprochen wird. Dadurch
kann man die Bewertung des Vokabulars darauf anpassen.</p>
        <p>Bei der Themenverfolgung kann man Themen durch die
Anwesenheit von Entitaten beschreiben. Das Vorhandensein
bzw. die Abwesenheit einer Entitat kann ebenso wie
Schlagworter dazu benutzt werden ein Thema zu beschreiben und
damit auch zu verfolgen. Auch konnte man genauso wie bei
Schlagwortern das Auftreten mit TF-IDF gewichten, was
nun konkret bedeuten wurde: Die Hau gkeit einer Entitat
multipliziert mit der inversen Dokumentenfrequenz in der
sie vorkommt. Bei dieser Gewichtung ist noch zu klaren, was
den gesamten Dokumentenkorpus darstellt. Dies konnte ein
zeitlicher Ausschnitt sein (z. B. ein Monat).</p>
        <p>Zusatzlich konnte diese Gewichtung interessante
Informationen uber die Entwicklung eines Themas liefern, weil es
anzeigt welche Entitaten in welchen Themen eine starke Rolle
spielen.</p>
        <p>Dies kann man zusatzlich mit bisherigen Ansatzen fur
Themendarstellung durch Schlagworter sowie die Verfolgung
von wortlicher Rede kombinieren.</p>
        <p>Diese Vorverarbeitungsschritte benotigen naturlich auch
Rechenzeit. Da allerdings dazu auf einem riesigen Datenfeld
(den Texten) nur gelesen werden muss, ist eine
Parallelisierung der Vorverarbeitung durchfuhrbar.</p>
        <p>EVALUATION</p>
        <p>Um zu uberprufen, wie dieser Ansatz mit NLP und IE
fur Opinion Mining und eine Themenverfolgung eingesetzt
werden kann, wird evaluiert, wie mit bestimmten
Wortarten automatisch eine Tonalitat bestimmt werden kann und
ob mit Entitaten eine thematische Zuordnung moglich ist.</p>
        <p>Dafur werden zuvor klassi zierte Daten benutzt.</p>
        <p>Diese Evaluation soll erste Hinweise geben, ob es
grundsatzlich mit diesen Merkmalen moglich ist, die
fundamentalen Bausteine einer Medienresonanzanalyse maschinell
durchzufuhren: Tonalitatsbestimmung und Themenzuordnung.</p>
        <p>Dabei geht es auch weniger um die Bestimmmung des
optimalen Lernverfahrens. Der Einfachheit halber wurden dazu
im ersten Schritt drei typische Klassi kationsverfahren
verwendet. Diese bieten sich an, weil die Daten schon vor der
Evaluation mit entsprechenden Klassen versehen sind.
4.1</p>
        <p>Tonalitätsbestimmung</p>
        <p>Fur diesen Test wurden 1600 Nachrichtenmeldungen mit
800 positiven und 800 negativen Meldungen analysiert. Um
eine Tonalitat zu erhalten, wurden mittels NLP Adjektive,
Adverbien und Verben aus dem Text extrahiert und mittels
Stemming auf ihre Stammform zuruckgefuhrt. Danach
wurden invertierte Listen von diesen Dokumenten erzeugt und
die einzelnen Terme mittels TF-IDF gewichtet.</p>
        <p>Nach der Erzeugung dieser Attribute wurden die Daten
in einer 10-fach-uber-Kreuz-Validierung durch drei Klassi
kationsverfahren getestet: Support Vector Machine (SVM),
Naive-Bayes und k-Nearest-Neigbours mit k=7.</p>
        <p>Bei den Resultaten zeigte sich, das diese doch recht naive
Methode (es wird beispielsweise nicht betrachtet, ob
irgendwelche Negationen anwesend sind) tatsachlich erste
brauchbare Hinweise geben kann.</p>
        <p>Es zeigte sich, dass die Vermutung, nur Adjektive allein
wurden die Tonalitat bestimmen, nicht zutri t. Die
Gruppe der Verben schneidet schon besser ab. Hier scheint der
Unterschied zwischen Sentiment Analysis bezogen auf
Kundenrezensionen und Opinion Mining bezogen auf
Nachrichten deutlich zu werden. Kundenrezensionen beziehen ihre
Tonalitat wohl eher durch Adjektive (\die Bildqualitat ist
super" oder \der Autofokus ist zuverlassig")1, wahrend in
Nachrichten dies nicht unbedingt der Fall ist
(\VerbraucherVerben
Adverbien
100
90
80
70
60
in%50
roe 40
c
-S 30
F
20
10
0
1Beispiele aus einer Amazon.de Kundenrezension
2Beispiele von Spiegel.de am 4.3.2011</p>
        <p>Klassi kationsverfahren</p>
        <p>Genauigkeit
Support Vector Machine
Naive-Bayes
k-Nearst-Neighbour
Support Vector Machine
Naive-Bayes
k-Nearst-Neighbour
Support Vector Machine
Naive-Bayes
k-Nearst-Neighbour</p>
        <p>Orte</p>
        <p>Alle</p>
        <p>Abbildung 3: Themenzuordnung
schutzer warnen vor der 'Umfrucht'-Falle" oder \Rekordjahr:
Audi belohnt Mitarbeiter mit Millionen")2.</p>
        <p>Das beste Klassi kationsverfahren der drei hier getesteten
Verfahren ist eindeutig die Support Vector Machine. Darum
wird sie nun auch im zweiten Teil der Evaluation
angewendet.
4.2</p>
        <p>Themenzuordnung</p>
        <p>Im zweiten Test wurden 204 Texte zu zwei sehr
allgemeinen Themen gesammelt. Die Themen waren \Finanzmarkt"
und \Parteien".</p>
        <p>Dann wurden aus diesen Texten die Entitaten Personen,
Organisationen und Orte extrahiert. Diese Entitaten
wurden dann wiederum als Terme genommen, die mittels
TFIDF gewichtet wurden. Abschlie end wurde eine SVM
benutzt um die Daten in einer 10-fach-uber-Kreuz-Validierung
zu evaluieren.</p>
        <p>Die Ergebnisse veranschaulicht Abbildung 3. Interessant
ist hier, dass bei den einzelnen Merkmalen die
Organisationen das beste Resultat liefern (ca. 85,29 %). Dies kann aber
mit der Themenauswahl (\Finanzmarkt" und \Parteien") zu
tun haben, in der wahrscheinlich generell mehr
Organisationen eine Rolle spielen bzw. die Organisationen das trennende
Kriterium sind.</p>
        <p>Auch Orte scheinen charakteristisch fur Themen zu sein
(ca. 81,37 %). Kaum uberraschend spielt der Ort \Frankfurt"
im ersten Thema eine wichtigere Rolle als im zweiten Thema
und fur \Berlin" ist es umgekehrt.</p>
        <p>Das Merkmal Person ist nicht so erfolgreich (nur ca. 68,14
%). Bei den hier vorliegenden Themen gab es hinsichtlich
der Personen auch durchaus U berschneidungen, weil
mehrere Personen in beiden Themen auftauchten. Eine
interessante Frage stellt sich nun dahingehend, ob dies bei kleineren
Themen vielleicht seltener der Fall ist.</p>
        <p>Insgesamt zeigt sich das wunschenswerte Resultat: Mit
allen Entitaten gemeinsam wird das beste Ergebnis erzielt
(ca. 85,78 %).
5. SCHLUSSFOLGERUNG UND
WEITER</p>
        <p>FÜHRENDE FRAGESTELLUNGEN</p>
        <p>Die Ergebnisse der Evaluation lassen darauf schlie en,
dass sich aufbauend auf dem beschriebenen
Anforderungspro l eine automatische Tonalitatsbestimmung und
Themenverfolgung realisieren lasst.</p>
        <p>Zu dem Aspekt des Opinion Minings fehlen noch viele
Bestandteile, die in einem Text die Tonalitat verandern
konnen. Es hat sich gezeigt, dass die Worte allein schon im
Ansatz funktionieren, aber noch gro es Verbesserungspotenzial
vorhanden ist.</p>
        <p>Dazu ist zu erarbeiten, ob es noch bessere Methoden der
Gewichtung gibt als der Standardansatz uber TF-IDF.
Auerdem muss uberlegt werden, wie man die
Tonalitatsworter beispielsweise in einem Worterbuch verwalten kann. Als
nachste Fragestellung schlie t sich dann an, wie man mit
semantischen Merkmalen wie Negation oder dem Bezug zu
Entitaten umgeht.</p>
        <p>Daruber hinaus ist ein weiteres spannendes Problem die
Identi zierung der Meinungsblocke, also der Textpassagen,
die eine Meinung beinhalten. Ein Tonalitatsgrenzwert fur
Abschnitte und Satze ist denkbar, aber auch die
Lokalisierung durch die Entitaten im Text, fur die man sich erstens
verstarkt interessiert und die sich zweitens mit ausreichend
vielen tonalitatsbildenen Wortern umgeben.</p>
        <p>Bei der Themenverfolgung haben die Experimente zunachst
nur den Wert von Entitatenerkennung in einem einfachen
Beispiel gezeigt. Hier musste die Kombination mit
klassischen Schlagwortansatzen und neueren Ansatzen, wie die
Einbeziehung von wortlicher Rede, genutzt werden, um eine
bessere Themendarstellung zu erhalten und zusatzlich
interessante Fakten uber ein Thema zu sammeln. Diese Fakten
konnen Folgendes beinhalten: Wie stark sind welche
Personen mit welchen Themen verbunden? Oder gibt es zentrale
Zitate/Aussagen, die immer wieder aufgegri en werden.</p>
        <p>Allerdings muss zunachst die Frage beantwortet werden,
wie man die Entitaten sinnvoll mit Ansatzen wie
Schlagwortern und die Verfolgung von Zitaten verbinden kann. Dies
wird Gegenstand der zukunftigen Arbeit sein, wobei auch zu
klaren ist, wie man diese Kombination fur die Verwaltung
einer Themenverfolgung sinnvoll einsetzen kann.</p>
        <p>Weiterhin ist dabei die Gro e eines Themas zu beachten
(fur die De ntion der Gro e eines Themas gibt es viele
Moglichkeiten, die Anzahl der Artikel zu einem Thema ist eine
nahe liegende Losung). Wie wirkt sich die Gro e der Themen
auf die Verwaltung aus? Und wie verhalt sich die
Themendarstellung mit Merkmalen dadurch? In der Evaluation kam
schon die Frage auf, ob Personen bei kleineren Themen nicht
eine wichtigere Rolle zur Themenbeschreibung spielen.</p>
        <p>Insgesamt zeigt sich aber, dass die Vorverarbeitung durch
Natural Language Processing und Information Extraction
von gro em Vorteil ist, da sie fur beide Aufgabenstellungen,
Opinion Mining und Themenverfolgung, viele neue
Moglichkeiten ero net und diese im Ansatz fur eine
Medienresonanzanalyse funktionieren.</p>
        <p>LITERATUR</p>
        <p>
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        <p>
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and Intelligent Agent Technology - Volume 01,
        </p>
        <p>
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        <p>
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          <xref ref-type="bibr" rid="ref18 ref35">18</xref>
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hierarchical topic extraction algorithm for text
mining. Expert Syst. Appl., 37:3202{3208, April 2010.
of all distinct subject-predicate combinations and dividing it
by the total number of nodes. By apply these values to the
formula above a space consumption of about 7,4 gigabytes
might be expected. In comparison to the real footprint,
which is about 7.2 gigabytes this value is quite accurate.
        </p>
        <p>Hence knowing the basic facts about a data set allows to
establish an adequate estimation about the expected memory
footprint.</p>
        <p>RELATIVE ADDRESSES</p>
        <p>Using absolute pointer addresses for the location of nodes
enables the navigation between two nodes in O(1) as it has
been explained in the section before. The drawback of this
concept is that storing a persistent state of a whole graph
database can become quite complex. The reason for this is
that the database can only be dumped either by serializing
the whole graph and later deserializing the whole graph or
by dumping the whole memory snapshot and swizzling the
pointers to their correct representation at load time.</p>
        <p>Another alternative to these approaches is to arrange the
whole database content based on an o set address. Hence
all memory locations have to be converted into relative
addresses based on this o set. Resolving such relative pointers
yields in an overhead, which is negligible compared to the
total amount of time needed to fetch an arbitrary junk of
memory. The time for fetching an arbitrary chunk of
memory can vary between some cpu cycles, when accessing
memory already located within L1-cache, up to some hundreds
cpu cycles, when accessing a random chunk of memory which
is not available in the cache hierarchy yet.</p>
        <p>
          In the context of SpiderStore we decided to use relative
addressing. This has two advantages. The rst advantage
is that the general architecture of SpiderStore is still
applicable and the overhead introduced through relative
addressing is insigni cant in the SpiderStore concept as it has
been explained before. The main advantage of this
addressing scheme is that database restarts can be executed
within a few milliseconds. This is possible by facilitating
the Unix memory mapping techniques which does not
dismiss the mapped pages unless another executable allocates
large amounts of memory. Furthermore this concept allows
to facilitate the copy on write approaches used by the
HyPer project [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ]. This approach bene ts from the operating
system's memory management, which would allow di erent
processes to share large memory segments, while preserving
an isolated view on the data.
        </p>
        <p>Due to the lack of a customized memory allocator, the
SpiderStore snapshot mechanism is currently implemented as
a read only approach. Each snapshot is split up into ve
parts. One part is responsible for the storage of the node
data structures, another for the indexes between node
identi ers and node addresses. One more le stores the node
identi ers. The other les are responsible for the storage
and indexing of predicate nodes and for the storage of the
edge information. The separation into several les prevents
memory fragmentation and leads to shorter "addresses" for
nodes, predicates and strings. For example all entries within
the node, predicate or index les have uniform sizes and can
therefore be seen as simple array structures.</p>
        <p>As a platform for the evaluation a server equipped with
two Intel Xeon L5520 Quad Core CPUs, 2.27 GHz, Linux
kernel 2.6.18, CentOS, 64-bit architecture and 96 GB main
memory was used.
4.1</p>
        <p>DataSet</p>
        <p>
          For the evaluation we used the YAGO2 [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref28 ref8">8</xref>
          ] data set. The
YAGO2 data set is the successor of the YAGO [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref33">16</xref>
          ] data set
and represents a large semantic knowledge base which is
generated on the basis of Wikipedia, WordNet and GeoNames.
        </p>
        <p>
          The data set consist of of 194,350,853 triples (98 predicates,
28,744,214 unique subjects and objects). The queries
executed on this data set are derived from the queries on the
YAGO data set used in the benchmark presenting the
RDF3X approach [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          For the evaluation of SpiderStore we used Virtuoso [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ] in
version 6.1.3, RDF-3X [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ] in version 0.3.5 and Jena TDB
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref19 ref36">19</xref>
          ] in version 0.8.9. The decision for these systems was
taken to the best of our knowledge. Even though
SpiderStore is the only main memory system tested, the decision
for choosing the other systems is accurate. The reason for
this is that those systems are assumed to be the currently
fastest systems available and that the benchmark results are
measured with warm caches on a system where the whole
database would be able to t into main memory. All systems
were granted a maximum of 40 GB to ensure that su cient
space is available.
4.3
        </p>
        <p>The test results are separated into two parts. The rst
part compares the bulk import times of the di erent
systems. The bulk import time is speci ed as the time needed
to load the data, to create the indexes and to ensure that a
persistent state of the database is written to disk. A
summary of the load times can be seen in Table 1. As can be
seen, SpiderStore is signi cantly faster than any of the other
systems. The reason for this is that SpiderStore, due to its
implicit statistics, does not need to explicitly create
statistics or indexes.</p>
        <p>System
SpiderStore
Jena
RDF-3X
Virtuoso
1:09:18
1:36:35
1:21:12
3:32:16</p>
        <p>The second part of the evaluation compares the query
execution for each query on the YAGO2 data set. Queries with
an execution time over 15 minutes without producing any
output are marked with "DNF". For the calculation of the
geometric mean, a query runtime of 15 minutes is assumed
for each cell which is marked with "DNF". Due to large
result sets for query C-1 this limit is set to 60 minutes. The
results of this evaluation are shown in Table 2.</p>
        <p>DNF</p>
        <p>DNF
DNF</p>
        <p>DNF
2197,672
6,876,673
DNF
geom. mean</p>
        <p>Considering the average execution time, RDF-3X performs
better than all other stores tested. While SpiderStore in the
average case is the second fastest system, two queries exist
where SpiderStore outperforms the other stores. In the case
of those queries, the coarse heuristics were able to generate
a highly e cient execution plan. On the other side
considering the queries C1-C3 SpiderStore has signi cant problems
to arrange and optimize the execution order to obtain
better results. Regarding query C1 even though intermediate
results where present the total execution time did exceed
the time limit of one hour. The reason for the performance
shortcomings in the case of those queries is that the
selectivity estimations based on the triple selectivity used for the
generation of the execution plan can in some cases produce
misleading execution orders. This is due to the fact that the
cardinality of properties is not considered in the current
algorithm. Regarding the other evaluated systems Jena TDB
seem to have severe problems when executing queries on
such large knowledge bases, because only two queries were
able to determine the results within the given time frame.</p>
        <p>Whereas Virtuoso can be considered as the third fastest
system, which has a stable performance without any negative
outliers.</p>
        <p>RELATED WORK</p>
        <p>Several approaches exist for storing graph based data in
databases. In the particular case of this paper we focus on
RDF-stores because SpiderStore, the developed system, can
be considered as part of this category. Hence we give a short
overview about the di erent approaches available for storing
RDF data.</p>
        <p>For storing RDF-data, two approaches are prevailing. On
the one hand the approach of mapping the RDF-data onto
relational schema exists while on the other hand the
approach of native RDF-stores exist.</p>
        <p>The mapping of RDF-data onto relational databases is done
either by facilitating a large triple table, where the columns
correspond to the RDF atoms subject, predicate and object
or by clustering the triples according to their predicate into
several tables. The latter approach is called property tables.</p>
        <p>
          Both approaches are less than perfect because both su er
from severe performance drawbacks imposed by the
architecture of relational databases. For example in the property
tables approach the number of tables is equal to the number
of properties in the worst case. Several approaches which
extend these two main approaches when mapping RDF-data
onto relational database have been developed and are
benchmarked in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref17 ref34">17</xref>
          ]. Beside mappings to traditional relational
database systems, mappings which make use of column
oriented databases exist [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref15 ref21">1, 15</xref>
          ]. In the case of native stores
two major categories exist: (i) systems which have a main
memory architecture and (ii) systems which use secondary
memory storage as their primary storage layer. Systems
falling into the rst category are for example Brahms [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29 ref9">9</xref>
          ],
Grin [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref18 ref35">18</xref>
          ], Swift-OWLIM [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref31">11</xref>
          ] or BitMat [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref22">2</xref>
          ] as well as our
system SpiderStore [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ]. While Brahms is highly optimized for
association nding and Grin for answering long path queries
the goal of SpiderStore is to provide e cient query
processing for arbitrary SPARQL queries. Swift-OWLIM is also
a general purpose RDF-store, which has a strong emphasis
on OWL-reasoning. Bitmat on the other hand represents a
lightweight index structure which uses bitmap indexes to
store space e cient projections of the three dimensional
triple space. In contrast to the main memory based
systems YARS2 [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20 ref27 ref7">7</xref>
          ], RDF-3X [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ] can be considered as native
systems of type (ii). Both systems make heavy use of
index structures. While YARS facilitates six index structures
for subject, predicate, object and the context, RDF-3X [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ]
generates index structures for all possible combinations and
orderings of subject, predicate and object. Beside these huge
number of index structures, RDF-3x makes heavy use of
statistical information and has a highly sophisticated query
execution engine, which is described in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ]. While such an
enormous e ort results in a good query performance, the
management of these speci c data structures can become
quite complex. Neumann et al. therefore describe in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ]
how a query centric RDF-engine can be extended to
provide full- edged support for updates, versioning and
transactions. Beside these systems which can be clearly
dedicated to either the category of memory-native, secondary
memory-native or relational based systems several semantic
web frameworks exist, which provide storage engines tting
in several or all of these categories. Examples of such
frameworks are Sesame [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ], Jena [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref19 ref36">19</xref>
          ] and Virtuoso [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ]. For all the
systems described in this section several benchmarks exist
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref24 ref32 ref4">4, 12</xref>
          ], which extensively compare those systems.
        </p>
        <p>CONCLUSION AND FUTURE WORK</p>
        <p>
          In this paper we presented the SpiderStore memory
layout, which is able to store arbitrary graphs. The node
centric layout has been discussed in detail and a formula for
the estimation of the space consumption was described. An
enhancement to the basic layout introducing a relative
addressing schema was presented. Finally our experiments
showed that a node centric layout is able to perform
arbitrary SPARQL-queries on knowledge bases of up to 190
mio nodes with a performance comparable to highly
sophisticated RDF-stores. This promises further performance
improvements because the query optimisation approach, which
has been developed in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ] is rather simple. Therefore future
work on SpiderStore will emphasize on the query execution
engine to achieve excellent performance results on a scale of
up to a billion triple.
        </p>
        <p>APPENDIX</p>
        <p>YAGO data set
pre x rdfs:hhttp://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#i
pre x xsd:hhttp://www.w3.org/2001/XMLSchema#i
pre x owl:hhttp://www.w3.org/2002/07/owl#i
pre x rdf:hhttp://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#i
pre x yago:hhttp://www.mpii.de/yago/resource/i
A1: SELECT ?GivenName ?FamilyName WHERE f ?p
yago:hasGivenName ?GivenName. ?p yago:hasFamilyName
?FamilyName. ?p rdf:type ?scientist. ?scientist rdfs:label
"scientist". ?p yago:wasBornIn ?city. ?city yago:isLocatedIn
?switzerland. ?switzerland yago:hasPreferredName
"Switzerland". ?p yago:hasAcademicAdvisor ?a. ?a yago:wasBornIn
?city2. ?city2 yago:isLocatedIn ?germany. ?germany
yago:hasPreferredName "Germany". g
A2: SELECT ?name WHERE f ?a yago:hasPreferredName
?name. ?a rdf:type ?actor. 1 ?actor rdfs:label "actor". ?a
yago:actedIn ?m1. ?m1 rdf:type ?movie. ?movie rdfs:label
"movie". ?m1 yago:hasWikipediaCategory "German lms".
?a yago:directed ?m2. ?m2 rdf:type ?movie2. ?movie2
rdfs:label "movie". ?m2 yago:hasWikipediaCategory
"Canadian lms". g
B1: SELECT ?name1 ?name2 WHERE f ?a1
yago:hasPreferredName ?name1. ?a2
yago:hasPreferredName ?name2. ?a1 rdf:type
yago:wikicategory English actors. ?a2 rdf:type
yago:wikicategory English actors. ?a1 yago:actedIn ?movie.
?a2 yago:actedIn ?movie. FILTER (?a1 != ?a2) g
B2: SELECT ?name1 ?name2 WHERE f ?p1
yago:hasPreferredName ?name1. ?p2
yago:hasPreferredName ?name2. ?p1 yago:isMarriedTo ?p2.
?p1 yago:wasBornIn ?city. ?p2 yago:wasBornIn ?city. g
B3: SELECT distinct ?name1 ?name2 WHERE f ?p1
yago:hasFamilyName ?name1. ?p2 yago:hasFamilyName
?name2. ?p1 rdf:type ?scientist1. ?p2 rdf:type ?scientist2.
?scientist1 rdfs:label "scientist". ?scientist2 rdfs:label
"scientist". ?p1 yago:hasWonPrize ?award. ?p2 yago:hasWonPrize
?award. ?p1 yago:wasBornIn ?city. ?p2 yago:wasBornIn
?city. FILTER (?p1 != ?p2) g
C1: SELECT DISTINCT ?name1 ?name2 WHERE f ?p1
yago:hasFamilyName ?name1. ?p2 yago:hasFamilyName
?name2. ?p1 rdf:type ?scientist. ?p2 rdf:type ?scientist.
?scientist rdfs:label "scientist". ?p1 ?c ?city. ?p2 ?c2 ?city.
?city rdf:type ?cityType. ?cityType rdfs:label "city". g
C2: SELECT DISTINCT ?name WHERE f ?p
yago:hasPreferredName ?name. ?p ?any1 ?c1. ?p ?any2 ?c2.
?c1 rdf:type ?city . ?c2 rdf:type ?city2. ?city2 rdfs:label
"city". ?city rdfs:label "city". ?c1 yago:isCalled "London".
?c2 yago:isCalled "Paris". g
C3: SELECT ?p1 ?predicate ?p2 WHERE f ?p1
?anypredicate1 ?city1. ?city1 yago:isCalled "Paris". ?p1 ?predicate
?p2. ?p2 ?anypredicate2 ?city2. ?city2 yago:isCalled "Hong
Kong". g</p>
        <p>Kriterien für Datenpersistenz bei Enterprise Data
Warehouse Systemen auf In-Memory Datenbanken
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</p>
        <p>Kanalstraße 18</p>
        <p>D-22085 Hamburg
+49(0)160/90819410
ABSTRACT
Persistente Datenhaltung über mehrere Schichten innerhalb eines
Enterprise Data Warehouse Systems ist notwendig, um den dort
vorhandenen, sehr großen Datenbestand nutzen zu können, z.B.
für Reporting und Analyse. Die Pflege und Wartung solcher meist
redundanten Daten ist jedoch sehr komplex und erfordert einen
hohen Aufwand an Zeit und Ressourcen. Neueste
In-MemoryTechnologien ermöglichen gute Performanz beim Datenzugriff, so
dass sich die Frage stellt, welche Daten aus welchem Grund bzw.
für welchen Zweck überhaupt noch persistent abgelegt werden
müssen – und wie sich dies effizient entscheiden lässt. In diesem
Papier präsentieren wir eine Übersicht von Gründen für
Datenpersistenz, welche als Entscheidungsgrundlage bei der
Problematik dient, Daten in Enterprise Data Warehouses auf
InMemory Datenbanken zu speichern.</p>
        <p>Kategorien und Themenbeschreibung
H.2.7 [Database Management]: Datenbank-Administration –
Data Warehouse und Repository.</p>
        <p>Allgemeine Begriffe
Management, Design.</p>
        <p>
          Schlüsselwörter
Enterprise Data Warehouse, Persistenz, In-Memory Datenbank.
1. EINLEITUNG
Heutige Data Warehouse Systeme (DWS) sind gekennzeichnet
durch sehr große Datenvolumina [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
          ]. Der Aufbau und Betrieb
solcher Systeme erfordert hohe Anforderungen an die
Datenbereitstellung, insbesondere hinsichtlich Performanz,
Datengranularität, -flexibilität und -aktualität. Außerdem
erfordern solche Einschränkungen die Speicherung zusätzlicher
Daten. Verdichtungsebenen werden verwendet, um die
Geschwindigkeit des Datenzugriffs zu verbessern, z.B. bei
Reporting und Analyse. Diese Datenredundanz wiederum
erfordert einen hohen Aufwand an Zeit und Ressourcen, um
Datenkonsistenz zu gewährleisten Gleichzeitig wird eine zeitnahe
Datenverfügbarkeit eingeschränkt. Neueste Ankündigungen
versprechen auf In-Memory Datenbanken (IMDB) basierende
Anwendungen, die auf größte Datenbestände – ohne zusätzliche
Verdichtungsebenen – performant zugreifen können [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref22 ref23 ref3">2,3</xref>
          ].
23rd GI-Workshop on Foundations of Databases (Grundlagen von
Datenbanken), 31.05.2011-03.06.2011, Obergurgl, Austria.
        </p>
        <p>Copyright is held by the author/owner(s).
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</p>
        <p>Universitätsplatz 2
D-39106 Magdeburg
+49(0)391/67-19351
Die Verbesserung der Datenzugriffsgeschwindigkeit ist oftmals
der Hauptgrund zusätzlicher Datenhaltung. Setzt man voraus, dass
dies in einer IMDB weniger wichtig ist, so kommt die Frage auf:
Wieviel Persistenz, d.h. nicht-flüchtige Datenspeicherung, ist in
IMDB-basierten DWS überhaupt noch notwendig? Dies gilt
insbesondere für Enterprise Data Warehouses (EDW). Ist es
möglich, jede Art von Analyseanfrage direkt auf dem
Rohdatenbestand abzusetzen, welcher „on-the-fly“ transformiert
wird? Oder gibt es dennoch gewichtige Gründe der
Datenspeicherung? Um diese Fragen zu beantworten, erläutern
wir Persistenzgründe in EDW-Systemen und potentielle Konflikte
zwischen Datenspeicherung und -verwendung. Zudem definieren
wir Indikatoren zur Entscheidungsunterstüzung, ob Daten
gespeichert werden sollen oder nicht.</p>
        <p>
          Abschnitt 2 erläutert einführend die Besonderheiten von
Enterprise Data Warehouses und einer Schichtenarchitektur. In
Abschnitt 3 führen wir Gründe der Datenpersistenz in heutigen
EDW auf und beschreiben mögliche Konflikte, welche aufgrund
der Anforderungen der Datennutzung und der hierfür
notwendigen Aufwände entstehen. Abschnitt 4 erläutert
Datenpersistenz auf IMDB-basierten EDW sowie
entscheidungsunterstützende Faktoren. Abschnitt 5 fasst die Teile
zusammen und gibt einem Ausblick auf zukünftige Arbeiten.
2. EINE SCHICHTENARCHITEKTUR FÜR
ENTERPRISE DATA WAREHOUSES
Ein Enterprise Data Warehouse ist ein Business Data Warehouse
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref4">4</xref>
          ], stellt also entscheidungsunterstützende Informationen für das
Management in allen Geschäftsbereichen zur Verfügung. Darüber
hinaus stellen EDW eine wichtige Datenbasis für eine Vielzahl
von Anwendungen dar, wie zum Beispiel Business Intelligence
(BI), Customer Relationship Management (CRM) und die
Planung. Innerhalb einer umfassenden Systemlandschaft stellen
EDW-Systeme die „Single Source of Truth“ (vgl. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ]) für alle
analyse-relevanten Daten des Unternehmens dar. Das heißt, sie
ermöglichen eine allgemein gültige Sicht auf einen zentralen,
harmonisierten, validen und konsistenten Datenbestand. Ein EDW
integriert sehr große Datenbestände aus einer Vielzahl
unterschiedlicher Quellsysteme des Konzerns – oftmals weltweit,
so dass Daten verschiedener Zeitzonen zusammengeführt werden
müssen. Dies erfordert eine fortlaufende Datenverfügbarkeit mit
gleichzeitigem Datenladen und -zugriff. Zudem gibt es weitere
Anforderungen an den Datenbestand: Ad-hoc-Berichte,
„nearreal-time“ Verfügbarkeit und Anwendungen, wie beispielsweise
CRM, mit einem Bedarf an detaillierten historischen Daten. Ein
sich ändernder Informationsbedarf muss schnell und flexibel
gedeckt werden können. Zudem wird
Berechtigungskonzept zur Sicherung
vorausgesetzt. Somit sind verschiedene
Datenpersistenz spezifisch in einem EDW.
        </p>
        <p>ein umfassendes
sensibler Daten</p>
        <p>
          Gründe von
Persistenz in einem Data Warehouse ist eng verbunden mit dessen
Architektur. Eine allgemeine Referenzarchitektur (vgl. z.B.
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20 ref25 ref26 ref27 ref28 ref5 ref6 ref7 ref8">5,6,7,8</xref>
          ]) definiert drei Bereiche, welche die drei Arten der
Datenverarbeitung darstellen: Datenbeschaffung in der „Staging
Area“, Datenbearbeitung in der Basisdatenbank,
Datenbereitstellung im Data-Mart-Bereich. In diesem eher groben
Modell ist Datenspeicherung in jedem Bereich implizit [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29 ref9">9</xref>
          ]. Die in
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ] vorgestellte Schichtenarchitektur (Abb. 1) entwickelt diesen
Ansatz hinsichtlich der bereits erwähnten Anforderungen an ein
EDW weiter. Die Schichten werden zweckbestimmter; jede der
fünf Schichten repräsentiert einen Bereich, in dem der Wert der
Daten hinsichtlich ihrer Verwendung gesteigert wird, wenn dies
notwendig ist. Eine Schicht bedeutet aber nicht zwangsläufig
Datenspeicherung. Wird beispielsweise ein Datenbestand nach der
Harmonisierung gespeichert und ist bereits für Analysezwecke
verwendbar, so muss er nicht auf die oberste Schicht
„durchgereicht“ und dort nochmals gespeichert werden. In einem
ersten Schritt muss entschieden werden, in welchem Format die
Daten wo zu speichern sind. Deshalb ist zunächst der Zweck der
Datenverwendung als Grund der Datenspeicherung zu ermitteln.
        </p>
        <p>
          Abb. 1. Schichtenarchitektur für EDW (nach [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ])
Die in Abb. 1 dargestellte Schichtenarchitektur für EDW unterteilt
sich in die folgenden Bereiche:
Die Datenempfangsschicht stellt den „Posteingang“ des EDW dar;
extrahierte Daten werden ohne oder mit geringen Modifikationen
entgegengenommen und abgelegt.
        </p>
        <p>
          Innerhalb der Qualitäts- &amp; Harmonisierungschicht werden die
Daten technisch und semantisch integriert. Das beinhaltet
Dublettenerkennung, Aspekte der Informationsintegration (vgl.
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref31">11</xref>
          ]) etc., und entspricht der Transformation des ETL-Prozesses.
        </p>
        <p>Die Datenverteilungsschicht enthält harmonisierte und integrierte
Unternehmensdaten ohne betriebswirtschaftliche Logik und bildet
somit die einheitliche Datenbasis für alle Anwendungen.</p>
        <p>In der Betriebswirtschaftlichen Modellierungsschicht werden
Daten hinsichtlich der Geschäftsanforderungen transformiert; zum
Beispiel werden Finanz- mit Logistikdaten verknüpft.</p>
        <p>In der Berichts- &amp; Analyseschicht werden Daten hauptsächlich
verwendungsbezogen transformiert, um performante Zugriffe zum
Beispiel beim Reporting oder der Analyse zu gewährleisten.</p>
        <p>Innerhalb der Operationalen Datenversorgung werden Daten für
sehr spezielle Anwendungsfälle und Anforderungen zur
Verfügung gestellt, zum Beispiel bei „near real-time Reporting“.</p>
        <p>Obwohl die Grenzen fliessend sind, können die fünf Schichten
den drei Bereichen der Datenverarbeitung wie folgt zugeordnet
werden: Datenbeschaffung in der Datenempfangs- und der
Qualitäts- &amp; Harmonisierungsschicht, Datenbearbeitung in der
Datenverteilungs- und der Betriebswirtschaflichen
Modellierungsschicht, sowie Datenbereitstellung in den Data
Marts der Berichts- &amp; Analyseschicht.
3. GRÜNDE FÜR DATENPERSISTENZ
Zwei Gründe von Datenpersistenz im Data Warehouse werden
hauptsächlich genannt: Speicherung der bereits transformierten
Daten in der Basisdatenbank und Speicherung redundanter,
aggregierter Daten im Data-Mart-Bereich. Darüber hinaus gibt es
allerdings noch eine Vielzahl von Persistenzgründen im EDW.</p>
        <p>Hierzu zählen technische Einschränkungen,
GovernanceBestimmungen des Unternehmens und Gesetze, Vereinfachung
der Datenhandhabung oder ein subjektives Sicherheitsbedürfnis.</p>
        <p>Sofern uns bekannt, werden Gründe für Datenpersistenz in der
Literatur nur selten erwähnt; zudem vermissen wir eine
vollständige Auflistung, wie im Folgenden beschrieben.</p>
        <p>Entkopplung des Quellsystems: Zur Entlastung des Quellsystems
werden Daten direkt nach ihrer erfolgreichen Extraktion im
Eingangsbereich des DW gespeichert; hierbei werden die Daten
nicht oder nur in geringem Maße verändert (z.B. werden
Herkunftsmerkmal oder Zeitstempel angefügt).</p>
        <p>Datenverfügbarkeit: Oftmals sind Daten nicht mehr oder nur in
einem veränderten Zustand verfügbar; hierzu zählen z.B. Daten
aus dem Internet, aus Dateien, welche regelmäßig überschrieben
werden, oder aus Altsystemen. Zudem können Netzwerkprobleme
dazu führen, dass auf Daten nicht zugegriffen werden kann. Die
Speicherung im Warehouse garantiert die Datenverfügbarkeit.</p>
        <p>Komplexe Transformationen: Aufgrund ihrer Komplexität sind
einige Transformationen sehr zeit- und ressourcenaufwendig, so
dass die Daten gespeichert werden, um ein wiederholtes
Transformieren zu vermeiden.</p>
        <p>Abhängige Transformationen: Unter „abhängige Transformation“
verstehen wir solche, deren Durchführung den Zugriff auf weitere
Daten erfordert; z.B. erfordert die Verteilung eines Bonus‘ auf die
einzelnen Mitarbeiter die Gesamtanzahl der Mitarbeiter. Diese
notwendigen Daten werden im DW gespeichert, um das korrekte
Durchlaufen der Transformation zu gewährleisten.</p>
        <p>Veränderte Transformationsregeln: Regeln können geändert
werden. Besitzen die Daten kein Zeitmerkmal und werden die
Transformationen nicht „historisiert“, so ist eine identische
Transformation nicht mehr möglich.</p>
        <p>Aufwendige Datenwiederherstellung: Sind Daten nicht mehr im
DWS verfügbar (z.B. weil sie archiviert sind), ist eine
Wiederherstellung aufwendig, so dass sie gespeichert werden.</p>
        <p>Datenzugriffsgeschwindigkeit: Die redundante Speicherung von
Daten in Verdichtungsebenen oder materialisierten Sichten zum
Zwecke der Performanzverbesserung beim Datenzugriff stellt
einen der häufigsten Gründe für die Einführung einer weiteren
Persistenzebene dar.
„En-bloc Datenversorgung“: Üblicherweise fliessen neue Daten,
aus verschiedenen, gegebenenfalls weltweiten Quellen, zeitlich
verteilt in ein EDW. Nachdem diese syntaktisch und semantisch
integiert wurden, werden sie zwischengespeichert und erst zu
einem bestimmten Zeitpunkt in die Datenbasis des Warehouse
gespielt. Hierdurch wird ein zeitlich definierter, konstanter und in
sich plausibler Datenbestand für die darauf aufsetzenden
Anwendungen gewährleistet.</p>
        <p>
          Konstante Datenbasis: Einige, auf Daten des DWS aufbauende
Applikationen, wie beispielsweise Planung, erfordern eine
konstante Datenbasis, welche sich während der Benutzung nicht
ändern darf und deswegen separiert gespeichert wird.
„Single Version of Truth“: Transformierte Daten werden nach
unternehmensweit gültigen Definitionen, aber ohne spezielle
Geschäftslogik gespeichert. Hierdurch wird ein einheitlicher,
vergleichbarer Datenbestand geschaffen, auf den die jeweiligen
Geschäftsbereiche und Anwendungen zugreifen können [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ].
„Corporate Data Memory“: Alle ins EDW extrahierten Daten
werden ohne oder nur mit minimaler Veränderung (z.B. durch
Anfügen eines Herkunftsmerkmals) gespeichert, um eine
größtmögliche Autarkie und Flexibilität von Datenquellen zu
ermöglichen. So können Datenbestände (wieder-)hergestellt
werden, ohne auf die Quellsysteme zuzugreifen, in denen die
Daten möglicherweise schon gelöscht wurden oder nicht mehr
zum Zugriff bereitstehen (vgl. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ]).
        </p>
        <p>Komplex-abweichende Daten: Zu integrierende Daten können in
Syntax und Semantik sehr von der im EDW üblichen abweichen;
eine (zumeist schrittweise) Eingliederung erfolgt erst nach
vorheriger Speicherung.</p>
        <p>
          Data-Lineage: Daten in Berichten oder Analysen sind häufig
Ergebnis mehrstufiger Transformationsprozesse. Um eine
Rückverfolgung zu den Urprungsdaten zu erleichtern oder zu
ermöglichen, etwa zur Validierung, können gespeicherte
Zwischenergebnisse erforderlich sein (vgl. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ]).
        </p>
        <p>Komplexe Berechtigungen: Anstatt der Definition und Erstellung
komplexer Benutzerberechtigungen (z.B. auf Merkmale oder auf
Feldinhalte), werden bestimmte Data-Marts mit den Daten erstellt
und die Berechtigungen auf dem Data-Mart vergeben.
„Informationsgewährleistung”: Viele EDW haben zu
gewährleisten, dass die Daten den Benutzern in einem bestimmten
Zeitraum (oftmals sogar 24 Stunden pro Tag) zur Verfügung
stehen und für die Anwendungen genutzt werden können. Hierfür
werden in der Regel besonders kritische Datenbestände zusätzlich
gespeichert.</p>
        <p>Corporate Governance: Daten werden gemäß den
ComplianceVorgaben des jeweiligen Unternehmens (Corporate Governance)
gespeichert; z.B., um eine aufgrund bestimmter Daten getroffene
Managemententscheidung auch im Nachhinein beurteilen zu
können.</p>
        <p>
          Gesetze und Bestimmungen: Zudem gibt es auch Gesetze und
Bestimmungen, die eine Datenspeicherung begründen; für
Deutschland existieren solche beispielsweise im Finanzbereich
(Handelsgesetzbuch u.a., [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ]) und bei der Produkthaftung [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ].
        </p>
        <p>Subjektive Sicherheit: Letzlich kann das sujektive Bedürfnis an
Sicherheit ein Grund für Datenspeicherung sein.</p>
        <p>Persistenz beinhaltet häufig redundante Datenhaltung, da sowohl
Quell- als auch transformierte Zieldaten gespeichert werden;
ausschließliches Speichern der Zieldaten bedeutet in aller Regel
Datenverlust. Hieraus entstehen hohe Anforderungen, nicht nur an
die Hardware (Speicherplatz etc.), sondern auch an die
Datenpflege, um etwa die Datenbestände konsistent zu halten.</p>
        <p>Der Betrieb produktiver DWS führt zwangsläufig zu Konflikten
zwischen den Anforderungen der Datennutzung, wie z.B.</p>
        <p>Performanz bei Reporting und Analyse, und dem Aufwand an Zeit
und Ressourcen, die notwendigen Voraussetzungen hierfür zu
schaffen. Im Folgenden beschreiben wir diese Anforderungen und
ihre Konsequenzen kurz.</p>
        <p>Wie bereits erwähnt, stellt ein EDW häufig die Datenbasis für
verschiedene Anwendungen dar; das hohe Datenvolumen
resultiert aus den unterschiedlichen Anforderungen dieser
Applikationen an die Daten. Der Bedarf an Detailinformationen
erfordert viele Daten feinster Granularität. Der Bedarf an
historischen Informationen erfordert eine lange Historisierung der
Daten. Schließlich wird eine große Bandbreite an Daten
gesammelt, beispielsweise für Data-Mining-Szenarios. Dieser
große Datenbestand muss für seine Verwendung aufbereitet
werden; z.B. ist eine gute Berichtsperformanz sicherzustellen.</p>
        <p>
          Eine hohe Geschwindigkeit beim Datenzugriff wird zumeist durch
ein reduziertes Datenvolumen erreicht – durch den Aufbau
materialisierter Sichten oder Verdichtungsebenen. Ein einfaches
Beispiel hierfür ist die Verdichtung tagesgenauer Daten auf
Monat, mit einem Faktor von etwa 30. Pflege und Verwaltung
solcher Redundanzen erfordert nicht nur Speicherplatz, sondern
auch zusätzlichen Aufwand, die Daten aktuell und konsistent zu
halten (vgl. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
          ]). Da diese Aufwände Zeit kosten, ist die
Verfügbarkeit der Daten eingeschränkt. Außerdem beschränken
die vordefinierten Datenbestände die Flexibilität der Daten
hinsichtlich geänderter und neuer Nutzungsanforderungen.
        </p>
        <p>
          Ein komplexer Staging-Prozess mit mehreren Schichten
persistenter Daten ist einer schnellen Datenverfügbarkeit
gegensätzlich. Dies ist insbesondere auch bei Konzepten für
„Near-Realtime Reporting“ zu beachten [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref33">16</xref>
          ].
4. PERSISTENZ BEI IN-MEMORY
EDW-Architekturen basieren gewöhnlich auf relationalen
Datenbanken (RDBMS) mit Stern-, Snowflake- oder
GalaxySchema als Grundlage der Datenmodellierung; siehe z.B. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15 ref17 ref34">15,17</xref>
          ].
        </p>
        <p>Solche Modelle ermöglichen gute Performanz bei On-line
Analytical Processing. Große Datenbestände müssen aber auch
hier mittels materialisierter Sichten und Verdichtungsebenen
reduziert werden – mit den bereits beschriebenen Konsequenzen.</p>
        <p>
          Spaltenbasierte Datenbanken (vgl. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref18 ref19 ref35 ref36">18,19</xref>
          ]) werden aufgrund ihrer
Vorteile bei der Datenkomprimierung und dem Lesezugriff
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref37 ref38">20,21</xref>
          ] im Data Warehousing genutzt (z.B. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref39 ref40">22,23</xref>
          ]). Seit einigen
Jahren wird spaltenbasierte In-Memory-Technologie in
kommerziellen Data Warehouse Produkten verwendet (z.B. „SAP
NetWeaver® Business Warehouse Accelerator“ [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref41 ref42">24,25</xref>
          ],
„ParAccel Analytic DatabaseTM“ [26]), um verbesserte
Antwortzeiten beim Zugriff auf sehr große Datenbeständen zu
erzielen. Solche Technologien erlauben das Laden und Abfragen
von Datenvolumina im Teradatenbereich mit guter Performanz.
        </p>
        <p>
          Es wurden bereits Installationen angekündigt, die On-Line
Transactional und Analytical Processing in einem System mit bis
zu 50 TB Daten im Hauptspeicher ermöglichen [27]. In diesem
Bereich ist SanssouciDB als ein erstes Produkt zu nennen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ].
        </p>
        <p>Diese technologischen Veränderungen führen zu der Frage, in
welchem Maße Datenpersistenz in IMDB-basierten
EDWSystemen noch notwendig ist. Es wird suggeriert, dass bei
InMemory-Technologie keine Daten zusätzlich zu den
gespeicherten Urspungsdaten persistent gehalten werden müssen.</p>
        <p>
          Alle abgeleiteten Daten, insbesondere die für Analysezwecke
aggregierten oder verdichteten, werden „on-the-fly“ ermittelt und
zur Verfügung gestellt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3,27</xref>
          ]. Dies gilt jedoch nur für einige der
o.g. Gründe, wie im folgenden deutlich wird. In diesem
Zusammenhang fokussieren wir uns auf Datenbanken, die
ACIDfähig sind, inklusive Dauerhaftigkeit (z.B. SanssouciDB, solidDB
von IBM und TimesTen von Oracle [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3,28,29</xref>
          ]). Persistenz ist hier
zu unterscheiden von volatiler Speicherung, bei der die Daten in
flüchtigem Speicher gehalten werden und verloren gehen, wenn
das System heruntergefahren wird oder abstürzt.
4.1 Notwendigkeit der Datenpersistenz
Eine Entscheidung für Datenpersistenz kann nicht ausschließlich
nach einem kostenbasierten Vergleich von „Plattenplatz und
Kosten des Updates versus Geschwindigkeitsgewinn der Analyse”
getroffen werden. Zunächst ist der Grund der Datenspeicherung
(s. Abschnitt 3) zu berücksichtigen. Im RDBMS-basierten DWS
ist diese Überlegung weniger ausgeprägt, da die geringere
Leistungsfähigkeit der Datenbank und der daraus resultierende
Bedarf an aggregierten Daten das Speichern begründet. Um die
Notwendigkeit von Datenpersistenz zu ermitteln, führen wir eine
Einteilung dieser Gründe ein: die Speicherung der Daten ist nur
unterstützend, essentiell oder sogar verpflichtend.
        </p>
        <p>Tab. 1. Persistenzgründe, nach Notwendigkeit gruppiert
Subjektive Sicherheit</p>
        <p>Unterstützend
Verpflichtend zu speichern sind Daten aufgrund von Gesetzen und
Bestimmungen sowie Regeln der Corporate Governance. Zudem
gilt dies für Daten, welche nicht wieder hergestellt werden
können, weil sie nicht mehr oder nur verändert zur Verfügung
stehen oder aufgrund geänderter Transformation nicht mehr
erstellt werden können. Auch Daten, die bei der Transformation
anderer Daten benötigt werden, sind zu speichern, wenn eine
gleichzeitige Verfügbarkeit nicht gewährleistet werden kann.</p>
        <p>Essentielle Datenpersistenz kann in bestimmte Gruppen unterteilt
werden: Zum einen Daten, deren Wiederherstellung nur mit sehr
hohem Aufwand (an Zeit und Ressourcen) möglich ist, wie z.B.
archivierte oder komplex transformierte Daten. Hierbei ist „sehr
hoch“ allerdings subjektiv und näher zu untersuchen. Eine zweite
Abhängige Transformationen</p>
        <p>Verpflichtend</p>
        <p>Grund/Zweck
Gesetze und Bestimmungen</p>
        <p>Veränderte</p>
        <p>Transformationsregeln
Quellsystem-Entkopplung</p>
        <p>Aufwendige</p>
        <p>Datenwiederherstellung
“En-bloc Datenversorgung”
„Single Version of Truth“
„Corporate Data Memory“
„Informationsgewähr”
Zugriffsgeschwindigkeit</p>
        <p>Notwendigk.</p>
        <p>Verpflichtend
Verpflichtend
Verpflichtend
Verpflichtend</p>
        <p>Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Essentiell
Aufwand
Aufwand
Aufwand</p>
        <p>Aufwand
Vereinfachung
Vereinfachung
Vereinfachung
Vereinfachung</p>
        <p>Design</p>
        <p>Design
Sicherheit
Performanz</p>
        <p>Gruppe sind Daten, die gespeichert werden, um den Betrieb des
Warehouse oder einzelner Anwendungen zu vereinfachen; hierzu
zählen speziell abgelegte Plandaten oder Data-Marts mit
Berechtigungen für besondere Benutzer. Drittens begründet sich
Persistenz mit spezieller Konzeption (Design) des EDW: „Single
Version of Truth“, „Corporate Data Memory“ zählen u.a. hierzu.</p>
        <p>Sicherheit, etwa zur Gewährleistung der Datenverfügbarkeit, stellt
eine weitere Gruppe dar. Letztlich ist Datenspeicherung für eine
hohe Performanz ein Grund; oftmals der, dem das größte
redundante Datenvolumen zugrunde liegt.</p>
        <p>Daten, deren Speicherung unterstützend ist, beinhalten solche, die
wegen subjektiver Sicherheitsüberlegungen abgelegt werden.</p>
        <p>Eine komplette Auflistung der Persistenzgründe, gruppiert nach
Notwendigkeiten, zeigt Tab. 1.</p>
        <p>Abb. 2 zeigt ein vereinfachtes Entscheidungsdiagramm für
Datenpersistenz, in dem z.B. unscharfe Begriffe wie „aufwendig“,
„komplex“ und „häufig“ abhängig von der Domäne spezifiziert
werden müssen. Die ersten drei Abfragen betreffen verpflichtende
Gründe, d.h. die Daten sind – auch in IMDB-basierten EDW – zu
speichern. Bei den aus anderen Gründen gespeicherten Daten sind
die Entscheidungsgrundlagen sehr vielfältig. Stellen die Daten
eine „Single Version of Truth“ dar oder umfasst das EDW-Design
ein „Corporate Data Memory”, so sind diese Daten zu speichern.</p>
        <p>Ist hingegen eine komplexe Reproduktion oder Transformation
Grund des Speicherns, so müssen z.B. Zugriffshäufigkeit und
Sicherstellung der Verfügbarkeit in Betracht gezogen werden, um
entscheiden zu können.</p>
        <p>Abb. 2. Entscheidungsdiagramm „Datenpersistenz“
4.2 Bewertung der Persistenz in IMDBs
Alle nicht-verpflichtend gespeicherten Daten sind Gegenstand der
Betrachtung bei der Frage nach Persistenz in IMDB-basierten
EDW. Insbesondere betrifft dies Daten, die zur Verbesserung der
Zugriffsperformanz oder aufgrund komplexer Transformation
redundant abgelegt werden. Das bedeutet aber nicht, dass allein
die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung in einem solchen
System jede Art zusätzlicher Speicherung überflüssig machen
wird. Dies gilt beispielsweise für die „En-bloc Datenversorgung“
oder beim Aufbau einer konstanten Datenbasis für Planungsläufe.</p>
        <p>IMDB-Snapshot-Mechanismen, wie in [30] erläutert, halten den
Datenbestand zumeist nicht über die benötigte Zeit von Stunden
oder Tagen konstant. Hier kommt es nicht auf eine schnelle
Versorgung mit neuen Daten an, sondern auf die Herstellung eines
über einen definierten Zeitraum unveränderten Datenbestands.</p>
        <p>
          Zeitstempelverfahren in In-Memory-Konzepten [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3,30</xref>
          ] können ein
Lösungsszenario sein. Für die Ersetzung eines „Corporate Data
Memory“ jedoch sind diese Verfahren nicht geeignet, wenn Daten
verschiedener Quellsysteme integriert werden, was insbesondere
für ein EDW gilt. Auch werden Persistenzgründe wie komplexe
Berechtigungen oder Data-Lineage weiterhin gültig bleiben.
        </p>
        <p>Die Erfahrung zeigt, dass technische Beschränkungen meist früher
als erwartet eintreten, so dass die Systemressourcen für die an sie
gestellten Aufgaben nicht mehr ausreichen werden. Die
Möglichkeit, auf sehr viele Daten mit sehr hoher Performanz
zuzugreifen, wird neue Bedürfnisse wecken. Es werden neue
Anforderungen aufkommen und die Datenmengen zunehmen.</p>
        <p>Aufgrund dessen ist auch bei IMDB-basierten Systemen zu
betrachten, ob wiederholte, gleichartige Zugriffe und Bearbeitung
von Daten „on-the-fly“ nicht durch Vorhalten der Daten im
benötigten Format günstiger ist. Dies gilt insbesondere für
Datenbestände, auf die häufig zugegriffen wird und die sich nicht
oder nur wenig ändern, wie beispielsweise die geschlossenen
Jahres-, Quartals- oder Monatsabschlüsse der Finanzbuchhaltung.</p>
        <p>Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang ist das Datenformat,
in dem gespeichert wird, d.h. auf welcher Transformationsstufe
die Speicherung optimal ist. Hierbei ist das Format zu ermitteln,
welches eine möglichst flexible Verwendung der Daten bei einer
größtmöglichen Vermeidung wiederholter, gleichartiger
Transformationen darstellt. Dies kann durch kostenbasierte
Laufzeitmessungen geschehen, wie folgendes Beispiel erläutert:
Gegeben sei ein Rohdatenbestand (R), der über eine mehrstufige
Transformation (Tn; n={1,2,3}) für Analysen (A) abgefragt wird.</p>
        <p>Zu vergleichen ist, ob es effizienter ist, die Daten nach den
einzelnen Transformationen persistent zu speichern (P), sie volatil
zu halten (V), oder sie jeweils „on-the-fly” neu zu ermitteln:
(1) R
(2) R
(3) R
(4) R
(5) R</p>
        <p>T1 + P
T1 + P
T1 + P
T1 + V
T1</p>
        <p>T2</p>
        <p>T2 + P
T2 + V
T2
T2</p>
        <p>T3 + A</p>
        <p>T3 + A
T3 + A</p>
        <p>T3 + A</p>
        <p>T3 + A
für die Konsistenzsicherung der abgeleiteten Verdichtungsebenen,
geringer ist als der Geschwindigkeitsgewinn der Anwendung?
Und: Wie aufwendig sind diese Änderungen?
Untersuchungen dieser Art sind auch bei RDBMS-basierten DWS
valide. Hierbei lässt die Leistungsfähigkeit einer IMDB jedoch als
Ergebnis erwarten, dass Transformationen eher „on-the-fly“ als
mit redundanter Persistenz durchgeführt werden.</p>
        <p>Einige IMDB ermöglichen die Festlegung unterschiedlicher
Kriterien zur Dauerhaftigkeit, z.B. durch Definition temporärer
Tabellen [29,30]. Hierdurch können Daten, die nicht verpflichtend
zu speichern sind, nur in flüchtigem Speicher gehalten werden. Da
ein Herunterfahren oder Absturz der Datenbank relativ selten
geschieht, sind die Wartungskosten für solche Daten gering. Ein
beispielhafter Anwendungsfall hierfür ist die Ermittlung von
RFM-Attributen (Recency, Frequency, Monetary) zur
Kundenkategorisierung im CRM-Umfeld [31]. Die Emittlung (s.</p>
        <p>Abb. 3) basiert auf Kundenstamm- und Transaktionsdaten
(Kassenbons, Aufträge, Fakturen) und umfasst Selektionen,
Kalkulationen, Währungsumrechnungen, Look-Ups zu komplexen
Steuerungsdaten etc. Die berechneten Attribute werden zeitnah
aktualisiert benötigt, sowohl im DWS, als auch im CRM-System.</p>
        <p>Zu berücksichtigen ist, dass es sich hierbei um oft sehr große
Mengen an Daten handelt, mehrere Millionen Kunden mit jeweils
einer zweistelligen Anzahl Transaktionen. Diese Datenbestände
ändern sich häufig, so dass auch die RFM-Attribute laufend
aktualisiert werden müssen. Da die Ermittlung der Attribute
reproduzierbar ist, kann das Vorhalten dieser Daten ausschließlich
im flüchtigen Speicher einer Persistierung vorzuziehen sein.</p>
        <p>Abb. 3. Ermittlung von RFM-Attributen
Festzuhalten bleibt, dass in einem IMDB-basierten EDW viele
Daten nicht mehr gespeichert werden müssen, die in einem
RDBMS-basierten aufgrund von Performanzgewinn redundant zu
halten sind. Höhere Zugriffsgeschwindigkeiten werden es
ermöglichen, Daten „on-the-fly“ für die Nutzung aufzubereiten,
insbesondere solche mit relativ einfacher Transformationslogik,
wie z.B. Aggregation, Joins etc. Eine Vielzahl materialisierter
Sichten wird zu virtuellen Sichten.
5. FAZIT UND AUSBLICK
Enterprise Data Warehouses sind komplexe Systeme mit
speziellen Anforderungen an Datenbestand und Datenhaltung, für
die eine Architektur dedizierter, zweckbestimmter Schichten
geeignet ist. Die Notwendigkeit von Datenpersistenz in solchen
Systemen kann nur durch den Zweck der Daten begründet
werden. Diese Sichtweise wird bei IMDB-basierten EDW noch
entscheidender. Wir beschreiben Gründe der Datenpersistenz und
unterteilen sie in verpflichtende, essentielle und unterstützende.</p>
        <p>Darauf aufbauend nähern wir uns der Entscheidungsfindung, ob
Daten in solchen Systemen gespeichert werden.</p>
        <p>Persistente Datenhaltung wird es auch in EDW-Systemen auf
IMDB geben. Ein großer Anteil heutiger persistierter Daten wird
allerdings nur flüchtig gespeichert oder „on-the-fly“ berechnet.</p>
        <p>Zudem wird die Frage aufkommen nach dem Format, in dem die
Daten abgelegt werden. Die Antwort hierauf wird nicht einfach zu
ermitteln sein; es handelt sich hierbei vielmehr um eine
multidimensionale Gewichtung verschiedener Faktoren, wie:
Aufwand für Transformation, Speicherung und Updating, Anzahl
und Zeit von Datenabfrage und -aktualisierung.</p>
        <p>Zukünftige Arbeiten werden eine detaillierte Aufstellung von
Persistenzgründen mit ausführlichen Beispielen umfassen.</p>
        <p>
          Darüber hinaus werden Indikatoren definiert und beschrieben
werden, die die Entscheidungsfindung für/gegen Datenpersistenz
unterstützen. Dies umfasst sowohl messbare, wie beispielsweise
Vergleiche von Laufzeiten und Wartungsaufwänden zwischen
Datenbeständen in verschiedenen Speicherzuständen, als auch
nicht-messbare Indikatoren. So wird ermittelt, ob Entscheidungen
durch Berechnungen getroffen oder hierdurch zumindest
unterstützt werden können.
6. DANKSAGUNG
Diese Arbeit wird teilweise unterstützt vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des
ViERforES-IIProjekts (Nr. 01IM10002B).
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ] §§239,257 HGB (Stand: 01.03.2011); §25a KWG (Stand:
        </p>
        <p>
          01.03.2011); §147 AO (Stand: 08.12.2010).
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ] §13 ProdHaftG (Stand: 19.07.2002).
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
          ] W. Lehner: „Datenbanktechnologie für
Data-Warehouse
        </p>
        <p>Systeme“; dpunkt-Verlag, Heidelberg; 2003.
[26] ParAccel: „PARACCEL ANALYTIC DATABASETM“;
www.paraccel.com/wp-content/uploads/2010/07/PA_DS.pdf
{03.05.2011}; 2011.
[27] H. Plattner: „A Common Database Approach for OLTP and</p>
        <p>OLAP Using an In-Memory Column Database”; in:</p>
        <p>SIGMOD`09, S. 1-2; 2009.
[28] IBM: IBM solidDBTM; www.ibm.com/software/data/soliddb</p>
        <p>{03.05.2011}; 2010.
[29] Oracle: „Extreme Performance Using Oracle TimesTen
In</p>
        <p>Memory Database”; www.oracle.com/technetwork/database/
timesten/overview/wp-timesten-tech-132016.pdf
{03.05.2011}; 2009.
[30] A. Kemper, T. Neumann: „HyPer: Hybrid OLTP&amp;OLAP</p>
        <p>High PERformance Database System“;
www3.in.tum.de/research/projects/HyPer/HyperTechReport.</p>
        <p>pdf {03.05.2011}; 2010.
[31] J. Stafford: „RFM: A Precursor of Data Mining”;</p>
        <p>www.b-eye-network.com/view/10256 {03.05.2011}; 2009
Ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines
visuellen Wörterbuchs für die Bildsuche</p>
        <p>Magdalena Rischka</p>
        <p>Institut für Informatik
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf</p>
        <p>D-40225 Düsseldorf, Deutschland
rischka@cs.uni-duesseldorf.de
ZUSAMMENFASSUNG
Das Internet bietet eine enorme Anzahl an Bildern.
Bildsuchmaschinen stehen vor der Herausforderung Bilder e
ektiv und e zient zu erschlie en. Die klassischen Arten der
Bildsuche, die stichwort- und die inhaltsbasierte Bildsuche,
haben Nachteile. Ein Retrieval-Modell, welches die Vorteile
beider Sucharten integriert und die Nachteile ausschlie t,
ist die auf einem visuellen Worterbuch basierende Bildsuche.</p>
        <p>Ein visuelles Worterbuch ist dabei eine Menge von
Stichwortzu-visueller-Beschreibung Beziehungen. Wir prasentieren ein
Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen
Worterbuchs aus einer Trainingsmenge von annotierten Bildern.</p>
        <p>Dabei werden verschiedene Modelle von visuellen
Beschreibungen untersucht und anschlie end evaluiert. Wir zeigen,
dass eine kompakte visuelle Beschreibung existiert, die
verglichen mit multiple-Instanzen visuellen Beschreibungen
bessere Retrieval-Ergebnisse liefert und gleichzeitig die
Anfragezeit drastisch senkt.</p>
        <p>Schlüsselwörter
image search, visual dictionary, visual words, visual phrases</p>
        <p>Das heutige World Wide Web stellt einen gro en und
standig wachsenden Datenbestand von Bildern dar und bildet
somit eine gute Basis fur die Suche nach gewunschten
Bildern. Es gibt zwei klassische Arten der Bildsuche: die
stichwortbasierte und die inhaltsbasierte Bildsuche. Die
stichwortbasierte Bildsuche basiert auf Annotationen und
Metadaten der Bilder. Die Anfrageformulierung erfolgt textuell,
somit schnell und unkompliziert. Bei der Verarbeitung der
Anfrage sucht das System nach Bildern, die, grob gesagt, die
Stichworter aus der Anfrage beinhalten. Einen Nachteil hat
diese Suchart jedoch: der Erfolg der Suche hangt von der
Qualitat der Annotationen und Metadaten der Bilder ab.</p>
        <p>Je nachdem, ob Bilder manuell vom Benutzer oder
automatisch mit Hilfe eines Algorithmus annotiert wurden,
weisen diese unterschiedliche Schwachen auf, z.B. die
Subjektivitat des Beschreibenden, abstrakte Formulierungen oder
falsche Stichwortzuordnungen, sowie Unvollstandigkeit der
Beschreibung. Aufgrund dieses Nachteils versucht man
heutzutage, fern von den Annotationen, auf das Bild selbst
einzugehen und somit den Inhalt des Bildes zu erschlie en. Die
inhaltsbasierte Bildsuche basiert demnach auf visuellen
Eigenschaften des Bildes, z.B. bzgl. der Farbe, der Textur, Form
usw. Eine Anfrage wird mittels einem Beispielbild gestellt,
das Retrieval-System sucht dann nach Bildern, die dem
Anfragebild ahnlich sind, bezogen auf den, dem System
zugrundeliegenden Deskriptor und das A hnlichkeitsma . Der
Nachteil dieser Suchart betri t die Anfrageformulierung
mittels dem Anfragebild - ein Anfragebild liegt dem Benutzer
in der Regel nicht vor, dieses wird schlie lich gesucht.
Gewunscht ist daher ein Retrieval-System, welches die Vorteile
beider Sucharten integriert, d.h. eine textuelle
Anfrageformulierung mit einer inhaltsbasierten Bildsuche kombiniert.</p>
        <p>Eine Losung ist das Modell des visuellen Worterbuchs als
eine Menge von Stichwort-zu-visueller-Beschreibung
Beziehungen. Bei der Bildsuche auf der Basis des visuellen
Worterbuchs wird nun eine Anfrage textuell gestellt, dann die
Stichworter aus der Anfrage in dem visuellen Worterbuch
nachgeschlagen und deren U bersetzung, d.h. eine visuelle
Beschreibung des Stichwortes, fur die anschlie ende
inhaltsbasierte Bildsuche verwendet. Die Entwicklung eines
Verfahrens zur automatischen Erstellung eines visuellen
Worterbuchs ist Gegenstand dieses Papers. Wir geben zunachst
einen U berblick uber verwandte Arbeiten, beschreiben dann
das entwickelte Verfahren, evaluieren visuelle
Beschreibungen und schlie en mit einer Schlussfolgerung und einem
Ausblick.</p>
        <p>VERWANDTE ARBEITEN</p>
        <p>
          In der Literatur existieren zwei weitverbreitete De
nitionen des Begri s visuelles Worterbuch. Die erste De nition
beschreibt das Konzept der Zuordnungen von Stichwort zu
visueller Beschreibung, die zweite betri t die Quantisierung
des Deskriptor-Raums in Partitionen, sogenannte visuelle
Worter. Jeder Deskriptor wird dann mit seinem zugehorigen
visuellen Wort reprasentiert. Alle Partitionen bilden das
visuelle Worterbuch. Oft werden beide Konzepte kombiniert
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21 ref24 ref4">1, 4</xref>
          ]. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
          ] verwendet eine gut vorbereitete Trainingsmenge,
SCD und HTD (MPEG-7 Standard) Deskriptoren und
beschreibt ein Stichwort mit einer konstanten Anzahl von
visuellen Wortern. [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref4">4</xref>
          ] entwickelt ein visuelles Worterbuch auf
der Grundlage von SIFT-Deskriptoren und daraus
abgeleiteten visuellen Wortern und stellt jedes Stichwort mit einer
Gau schen Mischverteilung dar. Das Konzept der visuellen
Worter wird mit der Idee der visuellen Phrase als ein Paar
adjazenter visueller Worter erweitert. Basierend auf SIFT
wird in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ] das Modell der visuellen Phrase untersucht und
dabei die Verbesserung des Retrievals nachgewiesen. Wir
verwenden den Begri des visuellen Worterbuchs um die
erste De nition auszudrucken. Falls das Konzept der
zweiten De nition und ihre Erweiterung gemeint ist, sprechen
wir von visuellen Wortern und visuellen Phrasen.
        </p>
        <p>DAS VERFAHREN ZUR ERSTELLUNG</p>
        <p>EINES VISUELLEN WÖRTERBUCHS</p>
        <p>In diesem Kapitel prasentieren wir das entwickelte
Verfahren zur automatischen Erstellung eines visuellen
Worterbuchs aus einer Trainingsmenge von annotierten Bildern.</p>
        <p>Das Verfahren basiert auf der Idee, die Trainingsbilder
einmal bzgl. der A hnlichkeit ihrer Annotationen und einmal
bzgl. ihrer visuellen A hnlichkeit zu gruppieren, dann die
Trainingsbilder, die bzgl. der beiden Aspekte zueinander
ahnlich sind, d.h. bzgl. beider Aspekte zusammen gruppiert
wurden, aufzusuchen und aus diesen schlie lich
Korrelationen zwischen Stichwortern und visuellen Bildmerkmalen
abzuleiten.
3.1</p>
        <p>Anforderungen an das visuelle</p>
        <p>Wörterbuch</p>
        <p>Das visuelle Worterbuch kann man sich wie ein
herkommliches Worterbuch vorstellen, welches aus einer Menge von
Eintragen besteht. In dem visuellen Worterbuch sollen
Objekte und visuelle Zusammenhange, wie z.B. Tiere,
Gegenstande, Gebaude, Logos, Symbole, etc. verwaltet werden.
Jeder Eintrag ist ein Paar aus einem Stichwort, der das Objekt
benennt und einer dazugehorigen visuellen Beschreibung des
Objektes. Stichworter sollen in der Grundform vorliegen
wir sprechen dann von Termen -, und es soll die Polysemie
der Terme unterstutzt werden. Eine visuelle Beschreibung
stellt eine Einheit dar, die fur die inhaltsbasierte Bildsuche
verwendet wird. Diese soll nur die fur dieses Objekt
relevanten visuellen Charakteristika erfassen, die allen Perspektiven
und Erscheinungsformen des Objektes gemeinsam sind.
Zudem soll diese aus E zienzgrunden kompakt, sowie zu der
Reprasentation der Bilder kompatibel sein.
3.2</p>
        <p>Das konzeptuelle Modell des Verfahrens</p>
        <p>Das konzeptuelle Modell des Verfahrens ist in Abbildung 1
dargestellt. Grundlage zum Erlernen des visuellen
Worterbuchs bildet die Trainingsmenge von annotierten Bildern,
die beliebig und ohne zusatzliche Vorbearbeitung gewahlt
werden kann. Ausgehend von dieser werden zunachst einmal
zwei Ziele verfolgt: die Gruppierung von ahnlichen Bildern
auf der Basis der semantischen A hnlichkeit ihrer
Annotationen und die Gruppierung von ahnlichen Bildern bezuglich
ihrer visuellen A hnlichkeit. Dazu werden die Annotationen
sowie die Bilder unabhangig voneinander in eine interne
Reprasentation uberfuhrt und auf der Basis eines de nierten
A hnlichkeitsma es gruppiert. Aus den beiden
Gruppierungen wird dann das visuelle Worterbuch erstellt. Dazu wird
zunachst einmal das Vokabular fur das visuelle Worterbuch
bestimmt. Fur jeden Term des Vokabulars werden
Trainingsbilder ermittelt, die diesen Term in der Annotation enthalten
und bzgl. der A hnlichkeit von Annotationen und der
visuel</p>
        <p>Trainingsmenge
Annotationen
Repräsentation
&amp; Ähnlichkeitsmaß</p>
        <p>Bilder
Repräsentation
&amp; Ähnlichkeitsmaß
Abbildung 1: Das konzeptuelle Modell des
Verfahrens
len Bildmerkmale ahnlich sind. Es ndet also ein Abgleich
der Gruppierungen statt. Aus den ermittelten
Trainingsbildern eines Terms wird schlie lich die visuelle Beschreibung
des Terms gelernt und zusammen mit dem Term als ein
Eintrag in dem visuellen Worterbuch abgespeichert. Wir
erhalten das visuelle Worterbuch aus
Stichwort-zu-visuellerBeschreibung Eintragen.</p>
        <p>Repräsentation und Ähnlichkeitsmaß
von/ für Annotationen und Bilder</p>
        <p>Fur einen semantischen Vergleich mussen Annotationen
und Bilder in eine interne Darstellung uberfuhrt werden.</p>
        <p>Wir bereiten auf und bereinigen zuerst die Annotationen,
erstellen dann einen Index mit dem Indexvokabular und
leiten daraus fur jede Annotation einen Annotationsvektor
gema der tf-idf Gewichtung. Als A hnlichkeitsma wahlen wir
das Kosinusma .</p>
        <p>
          Als Grundlage fur die Reprasentation von Bildern
wahlen wir Scale Invariant Feature Transform (SIFT)[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref22">2</xref>
          ], da es
in der Literatur als eins der robustesten Features gilt.
Eine auf rohen SIFT-Features basierende Bilddarstellung ist
schwer zu handhaben und aus Grunden der E zienz
ungeeignet. Um alle Bilder einheitlich zu reprasentieren wenden
wir daher die Technik der visuellen Worter an. Mit dem
Clusteringalgorithmus K-Means basierend auf der
Euklidischen Distanz wird der 128-dimensionale Deskriptor-Raum
der SIFT-Keypoints in 1000 Partitionen, die visuellen
Worter, zerlegt. Jedem Deskriptor wird gema dem
NachstenNachbar-Prinzip das entsprechende visuelle Wort
zugeordnet. Ein Bild wird schlie lich mit einem Histogramm der
visuellen Worter dargestellt, indem das i-te Bin die
Vorkommenshau gkeit des i-ten visuellen Wortes in dem Bild
misst. Weiterhin verwenden wir auch das Konzept der
visuellen Phrase fur die Bilddarstellung. Eine visuelle Phrase
vpij ist ein nichtgeordnetes Paar (Menge) von zwei
visuellen Wortern vwi, vwj. Fur die Eigenschaft der raumlichen
Nahe ubernehmen wir die in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ] de nierte Bedingung. In
einem Bild liegt eine visuelle Phrase vpij vor, falls in dem
Bild zwei Keypoints kpa, kpb existieren und fur diese
folgendes gilt: das visuelle Wort von kpa ist vwi und von kpb
ist vwj und die Euklidische Distanz distanz zwischen den
(x; y) Positionen der Keypoints erfullt die Bedingung:
distanz(kpa; kpb) &lt; sa
oder
distanz(kpa; kpb) &lt; sb
wobei sa und sb die Skalierung der Keypoints und ein
Parameter ist, welcher das Auftreten der visuellen Worter
Paare kontrolliert. Den experimentellen Ergebnissen aus [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ]
folgend setzen wir = 4. Analog zu visuellen Wortern
erstellen wir auch fur visuelle Phrasen ein Histogramm, welches
das Vorkommen der 500.500 visuellen Phrasen in einem Bild
zahlt. In [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ] wurde gezeigt, dass Retrieval-Systeme, die auf
beiden Bilddarstellungen, der visuellen Worter und der
visuellen Phrasen, basieren, die besten Ergebnisse liefern. Wir
folgen dieser Erkenntnis und reprasentieren jedes
Trainingsbild mit zwei Histogrammen, der visuellen Worter und der
visuellen Phrasen:
b = aHistV W ; aHistV P
        </p>
        <p>Fur die Bestimmung der A hnlichkeit zweier Bilder
verwenden wir ein A hnlichkeitsma , das auf dem
Histogrammschnitt hs zweier Histogramme basiert:
hs(nHistiX ; nHistjX ) =
k
X min(nHistiX [l]; nHistjX [l]) (3)
l=1
wobei nHistX die normalisierte Version des absoluten
Histogramms aHistX darstellt. Die A hnlichkeit zweier Bilder
bi und bj ergibt sich dann mit:
ahnlichkeit(bi; bj) = (1</p>
        <p>) hs(nHistiV W ; nHistjV W ) (4)</p>
        <p>
          hs(nHistiV P ; nHistjV P )
Fur den Wert des Gewichts orientieren wir uns an dem
Paper [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ], in welchem der Ein u unterschiedlicher
Gewichtswerte auf die Retrieval-Resultate untersucht wird. Es zeigt
sich, dass das Optimum bei dem Wert = 0:75 liegt.
3.4
        </p>
        <p>Gruppierung von Annotationen
und von Bildern</p>
        <p>
          Fur die Gruppierung der Annotationen wenden wir den
in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ] vorgeschlagenen Clusteringalgorithmus Clustering by
Committee (CBC) an.
        </p>
        <p>Die Gruppierung von ahnlichen Bildern bedeutet, Bilder,
die dasselbe Objekt beinhalten, in eine Gruppe zu fassen.</p>
        <p>Da wir von nicht vorbearbeiteten Trainingsbildern ausgehen,
liegen diese Bilder also in der Regel etwas "verschmutzt\ vor,
d.h. sie beinhalten neben dem Hauptobjekt ggf. noch andere
irrelevante Objekte oder einen Hintergrund. Dadurch kann
es leicht zu dem Problem kommen, dass zwei Bilder, die wir
intuitiv nicht gruppiert hatten, weil diese unterschiedliche
Hauptobjekte haben, trotzdem einen hoheren A
hnlichkeitswert haben, als zwei Bilder, die dem menschlichen Emp
nden nach ahnlich sind. Bei der Wahl eines
Gruppierungsverfahrens mussen wir diese Problematik einbeziehen.
Clusteringverfahren, die die Trainingsbilder in Partitionen zerlegen,
sind nicht geeignet, es konnte namlich passieren, dass
Bilder aufgrund fur uns falsch erscheinenden Gemeinsamkeiten,
wie dem Hintergrund, zusammengefasst und dann bzgl. des
relevanten Objektes nicht mehr gruppiert werden. Am
besten ware, man hatte visuelle Beschreibungen von den, in der
Trainingsmenge enthaltenen Objekten und wurde diese als
Clusterzentren nehmen, um die Trainingsbilder anhand
dieser Clusterzentren uberlappend zu gruppieren. Die visuellen
Beschreibungen sind aber genau das was wir suchen.
Hatten wir solche Beschreibungen, dann ware die Gruppierung
hier uber ussig. Man kann trotzdem versuchen solche
visuellen Beschreibungen zu simulieren, indem man das was den
Trainingsbildern gemeinsam ist, extrahiert. Sind zwei Bilder
bzgl. einem Objekt ahnlich und teilen damit die
Charakteristika des Objektes, dann mussen die gemeinsamen
Charakteristika auch in der kompakten Bilddarstellung der visuellen
Worter und der visuellen Phrasen verankert sein, namlich
als Durchschnitt der visuellen Worter und visuellen
Phrasen Histogramme der beteiligten Bilder. Der Durchschnitt
ds zweier Bilder bi, bj ist wie folgt de niert:
ds(bi; bj) = dsV W (bi; bj); dsV P (bi; bj)</p>
        <p>dsX (bi; bj) = (m(1); :::; m(k))
m(l) = min(aHistiX [l]; aHistjX [l])
mit
und
wobei bei X = V W ist k = 1000 und X = V P ist k =
500:500. Fur die Gruppierung der Trainingsbilder
berechnen wir die Durchschnitte der ahnlichsten Bilder,
betrachten diese als Pseudo-Objekte und damit als Centroide, und
clustern die Trainingsbilder gema einem Schwellwert
uberlappend an diese Durchschnitte. Wir erhalten eine Menge
von Gruppen visuell ahnlicher Bilder Glvisuell j 1 l ng .
3.5</p>
        <p>Wahl des visuellen Wörterbuch</p>
        <p>Vokabulars</p>
        <p>Als nachstes mussen wir klaren, welche Stichworter in das
visuelle Worterbuch aufgenommen werden. Als Stichworter
kommen naturlich nur Terme aus dem Indexvokabular in
Frage. Die U bernahme aller Terme als Stichworter ist
jedoch nicht sinnvoll, denn nicht alle Terme bzw. die den
Termen zugrundeliegenden Worter beschreiben Objekte oder
beinhalten einen visuellen Aspekt. Wir betrachten daher die
Gruppen, die wir durch das Clustering von Annotationen
erhalten haben. Wir nehmen an, dass innerhalb einer
Annotationsgruppe die Terme, die in den meisten Annotationen
vorkommen, etwas mit dem visuellen Inhalt der zugehorigen
Bilder zu tun haben mussen. Fur jede Annotationsgruppe
werden daher diese hochfrequenten Terme bestimmt. Dazu
wird zunachst der Term mit der hochsten
Annotationshau</p>
        <p>gkeit ermittelt und dann noch weitere, deren
Annotationshau gkeit gro er ist als 0:7 mal die maximale Hau gkeit.</p>
        <p>Die Vereinigung der so erhaltenen Terme bildet dann das
Vokabular des visuellen Worterbuchs, also im Grunde die
Eintrage. Um die Forderung nach der Unterstutzung der
Polysemie von Termen zu realisieren, werden die betro
enen Terme mehrmals, nur mit unterschiedlichem Kontext,
in dem visuellen Worterbuch aufgefuhrt. Der jeweilige
Kontext eines Terms ergibt sich aus der Gruppe, genauer aus
den anderen Termen der Gruppe, zu der der Term gehort.</p>
        <p>Als Kontext wird der Centroid der Gruppe verwendet. Wir
erhalten somit eine Seite des visuellen Worterbuchs,
namlich eine Menge von Eintragen, die jeweils ein Objekt
reprasentieren und aus einem Term und seinem Kontextvektor
bestehen.</p>
        <p>Abgleich der Gruppierungen</p>
        <p>Fur jeden Eintrag des visuellen Worterbuchs muss nun
eine Menge von Trainingsbildern bestimmt werden, aus der
die visuelle Beschreibung des Terms gelernt werden soll. Das
bedeutet, es mussen die Bilder bestimmt werden, die sowohl
bzgl. des Terms als auch visuell bzgl. des beinhaltenden
Objekts ahnlich sind. Dazu werden Bilder, die diesen Term in
der Annotation enthalten, aus der Annotationsgruppe des
Terms genommen und es wird daraus eine Gruppe Geintrag
gebildet. Diese Gruppe wird dann mit jeder Gruppe Glvisuell
visuell ahnlicher Bilder abgeglichen. Beim Abgleich wird der
Mengendurchschnitt jeweils zweier Gruppen gebildet, indem
die Bilder ubernommen werden, die in der Gruppe Geintrag
und in der Gruppe Glvisuell vorkommen. Der resultierende
Mengendurchschnitt zweier Gruppen muss mindestens zwei
Bilder beinhalten, sonst konnen keine gemeinsamen
Charakteristika gelernt werden. Als Resultat des Abgleichs erhalten
wir wiederum, ggf. uberlappende, Gruppen von Bildern. Die
Bilder innerhalb einer solchen Gruppe sind nun visuell als
auch bzgl. des Terms und seinem Kontext ahnlich. Jeder
Eintrag des visuellen Worterbuchs besteht nun aus einem Term,
seinem Kontextvektor und der Menge der Bildgruppen aus
welcher eine visuelle Beschreibung im nachsten Schritt
hergeleitet wird.
3.7</p>
        <p>Als nachstes muss die rechte Seite des visuellen
Worterbuchs, die Seite der visuellen Beschreibungen, bestimmt
werden. Wir betrachten einen Eintrag, also einen Term, des
visuellen Worterbuchs und die ihm zugehorige, im letzten
Abschnitt bestimmte Menge von Bildgruppen. Es gibt mehrere
Moglichkeiten aus der Menge der Bildgruppen eine
visuelle Beschreibung abzuleiten. Im Folgenden stellen wir einige
Arten von visuellen Beschreibungen in der Reihenfolge der
eigenen Entwicklung und Untersuchung vor.
3.7.1</p>
        <p>Die erste und einfachste Methode eine visuelle
Beschreibung anzugeben ist, die Bildgruppen zu vereinigen und die
so erhaltene Menge an Trainingsbildern als Reprasentation
des Terms zu verwenden. Bei der Bildsuche zu diesem Term</p>
        <p>nden dann mehrere inhaltsbasierte Bildsuchen statt, indem
jedes dieser Trainingsbilder als Anfragebild verwendet wird.</p>
        <p>Bei dieser multiple-Instanzen visuellen Beschreibung
erhalten wir jedoch zunachst fur jedes Anfragebild ein Ranking
von Bildern als Ergebnis. Es stellt sich also die Frage, wie
das Endergebnis aus den Ergebnissen der einzelnen Anfragen
berechnet werden soll. Fur die Angabe des Endergebnisses
werden drei Strategien untersucht.</p>
        <p>Bei der ersten Strategie wird das beste Resultat als
Endergebnis ausgegeben. Dazu wird die Gute der einzelnen
Ergebnisse mittels einem Qualitatsma berechnet. Eine
solche Berechnung erfordert allerdings zu wissen, welche
Bilder des Ergebnisrankings fur den Anfrageterm relevant und
welche irrelevant sind. Dafur mussten die Bilder in der
Bilddatenbank kategorisiert oder mit Termen versehen sein. Von
diesem Fall kann man in der Realitat jedoch nicht
ausgehen. Diese Strategie ist auf einer Bilddatenbank also
praktisch nicht anwendbar, lediglich auf einer vorbereiteten
Testmenge. Aus Grunden des Performance Vergleichs wird diese
trotzdem aufgefuhrt und untersucht.
(AlleBilder-BesterScore)</p>
        <p>Jedes Bild aus der Bilddatenbank hat fur jedes
Anfragebild der visuellen Beschreibung, also in jedem der einzelnen
Ergebnisse, eine Rankingposition und einen A
hnlichkeitswert zum Anfragebild. Bei der zweiten Strategie wird fur
jedes Bild aus der Bilddatenbank der maximale A
hnlichkeitswert aus seinen A hnlichkeitswerten zu allen Anfragebildern
ausgewahlt, die Bilder dann entsprechend ihrem maximalen
A hnlichkeitswert sortiert und als Endergebnis ausgegeben
(AlleBilder-MaxAhnlichkeit ).</p>
        <p>Eine dritte Losung zur Bestimmung des Endergebnisses
ist, fur jedes Bild aus der Bilddatenbank das arithmetische
Mittel ihrer Rankingpositionen aus den einzelnen
RankingErgebnissen zu berechnen, dann die Bilder bezuglich diesem
arithmetischen Mittel aufsteigend zu sortieren und dieses
Ranking als Endergebnis auszugeben.
(AlleBilder-DurchschnittsRank )
3.7.2</p>
        <p>Durchschnitte</p>
        <p>Bei der letzten visuellen Beschreibung werden nicht
wirklich Charakteristika des Objektes gelernt, diese stellt also
keine visuelle Beschreibung in unserem gewunschten Sinne
dar. Wir gehen davon aus, dass die A hnlichkeit zweier
ahnlicher Bilder auf einer gemeinsamen Teilmenge der
visuellen Worter und visuellen Phrasen basiert. Wir extrahieren
daher die Gemeinsamkeiten zweier ahnlicher Bilder, indem
wir den Durchschnitt ihrer Histogramme gema der Formel
5 bilden. Fur jede Bildgruppe aus der Menge der
Bildgruppen werden paarweise Durchschnitte der Trainingsbilder aus
der Bildgruppe berechnet. Die visuelle Beschreibung besteht
dann aus allen gebildeten Durchschnitten, d.h. jeder
Durchschnitt dient bei der inhaltsbasierten Bildsuche als ein
Anfragebild und es nden mehrere Anfragen statt.</p>
        <p>Wie bei der ersten visuellen Beschreibung, erhalten wir
auch hier eine Menge von einzelnen Ergebnissen und mussen
diese zu einem Endergebnis berechnen. Wir wenden dazu die
drei beschriebenen Strategien an (Durchschnitte-BesterScore,
Durchschnitte-MaxAhnlichkeit,
Durchschnitte-DurchschnittsRank ).</p>
        <p>Die bisher vorgestellten visuellen Beschreibungen sind
problematisch: sie bestehen aus mehreren Anfrageinstanzen und
weisen daher eine zeitaufwandige Anfrageverarbeitung auf.</p>
        <p>Eine kompakte Darstellung der visuellen Beschreibung, d.h.
eine Darstellung, die aus nur einer Anfrageinstanz besteht,
ware von Vorteil. Eine einfache Losung wiederum ist, das
beste Trainingsbild aus den Trainingsbildern eines Eintrags
als visuelle Beschreibung zu wahlen. Um das beste
Trainingsbild zu bestimmen, vereinigen wir die Bildgruppen und
stellen mit jedem Bild aus der Vereinigung eine Anfrage an
die ganze Trainingsmenge. Mit einem Qualitatsma wird
jedes Anfrageergebnis bewertet und das Anfragebild mit der
besten Gute, d.h. mit dem hochsten Score des Ergebnisses
fur die visuelle Beschreibung ubernommen (BestesBild ). Das
gewahlte Trainingsbild kann jedoch ein lokales Optimum
darstellen und in der Suche auf der Bilddatenbank
versagen. Weiterhin zeigt sich auch hier das Problem, dass keine
Charakteristika von Objekten aus den ahnlichen
Trainingsbildern gelernt werden.
3.7.4</p>
        <p>Durchschnitte kompakt - Anzahl</p>
        <p>Um eine kompakte Darstellung der visuellen Beschreibung
zu erhalten, die die gemeinsamen Charakteristika des
Objektes ausdruckt, kommen wir auf das Konzept der
Durchschnitte zuruck. Wie in der zweiten visuellen Beschreibung
beschrieben, bilden wir zunachst Durchschnitte der
paarweisen Trainingsbilder pro jede Bildgruppe. Wir nehmen an,
dass visuelle Worter und visuelle Phrasen, die in den meisten
Durchschnitten auftreten, fur das Objekt relevanter sind, als
die, die seltener vorkommen. Wir erstellen daher eine
visuelle Beschreibung aus zwei Histogrammen, der visuellen
Worter und der visuellen Phrasen, und zahlen fur jedes visuelle
Wort und jede visuelle Phrase, in wievielen Durchschnitten
es vorkommt. Diese absolute Durchschnitts-Frequenz bildet
dann den Wert des jeweiligen visuellen Wortes oder der
visuellen Phrase in den Histogrammen
(DurchschnitteKompaktAnzahl ).
3.7.5</p>
        <p>Durchschnitte kompakt - Summe</p>
        <p>Um die Wichtigkeit jedes visuellen Wortes und jeder
visuellen Phrase innerhalb eines Durchschnitts zu betonen,
wird anstatt der Anzahl der Durchschnitte eine Summe der
Durchschnitte gebildet. Genaugenommen werden wieder zwei
Histogramme der visuellen Worter und visuellen Phrasen
erstellt und jedes Bin des Histogramms ist die Summe der
entsprechenden Bins der Histogramme aller Durchschnitte.
(DurchschnitteKompakt-Summe)
3.7.6</p>
        <p>Durchschnitte kompakt - Gewichtete Summe</p>
        <p>Der nachsten visuellen Beschreibung liegt die folgende
Frage zugrunde: gibt es visuelle Phrasen, die fur ein Objekt
spezi sch sind, d.h. ist der Anteil der Bilder zu einem Term
und einer visuellen Phrase an allen Bildern, die diese visuelle
Phrase beinhalten, besonders hoch? Wir berechnen fur jede
visuelle Phrase vp und dem zugrundeliegenden Term t des
Eintrags das Gewicht:
gV P (t; vp) :=
#B(t; vp)
#B(vp)
mit B(t; vp) stellt die Menge aller Trainingsbilder zu dem
Term t, d.h. die Vereinigung der Bilder aus den Bildgruppen
zu t, die die visuelle Phrase vp beinhalten, dar. Wir
ubernehmen die zuvor de nierte visuelle Beschreibung
DurchschnitteKompakt-Summe und gewichten den Hau gkeitswert jeder
visuellen Phrase vp mit gV P (t; vp).
(DurchschnitteKompaktGewichteteSumme)
3.7.7</p>
        <p>Durchschnitte kompakt - TFIDF</p>
        <p>Fur die folgende visuelle Beschreibung ubernehmen wir
die Idee der tf-idf Gewichtung fur Dokumentvektoren. Mit
Hilfe der inversen Dokumenthau gkeit eines Terms, hier
inverse Bildhau gkeit eines visuellen Wortes oder einer
visuellen Phrase, wollen wir die Hau gkeiten der visuellen
Worter und visuellen Phrasen, die in sehr vielen
Trainingsbildern vorkommen, schwacher, und die die seltener
vorkommen, starker gewichten. Analog zum Text-Retrieval bilden
wir also eine Summe aller Durchschnitte, wie in der
visuellen Beschreibung DurchschnitteKompakt-Summe
beschrieben, berechnen dann fur jedes visuelle Wort vw und jede
visuelle Phrase vp das idf Gewicht:
gIDF (vw) := log
wichten multipliziert: jedes Bin zu einem visuellem Wort vw
mit gIDF (vw) und jedes Bin zu einer visuelle Phrase vp mit
gIDF (vp). (DurchschnitteKompakt-TFIDF )</p>
        <p>Durchschnitte kompakt - Gewichtetes TFIDF</p>
        <p>Die Gewichte aus den beiden letzten visuellen
Beschreibungen werden im Folgenden kombiniert. Wir erstellen
wieder die Summe aller Durchschnitte und gewichten dann
jeden Hau gkeitswert des jeweiligen visuellen Wortes vw mit
gIDF (vw), und jeden Hau gkeitswert einer visuellen Phrase
vp mit dem kombinierten Gewicht:
gV P IDF (t; vp) := #B(t; vp)
#B(vp)
log</p>
        <p>#B
#B(vp)
(DurchschnitteKompakt-GewichtetesTFIDF )
4.1</p>
        <p>EVALUATION</p>
        <p>Trainings- und Testmenge</p>
        <p>Fur die Test- und Trainingsmenge werden Bilder und
Annotationen zu 50 Objekten aus dem World Wide Web
gesammelt. Fur jedes der 50 Terme werden jeweils 10
Trainingsbilder und ca. 30 Testbilder heruntergeladen. Als Objekte
werden Tiere, Fruchte, Gegenstande, Gebaude und Symbole
gewahlt. Fast alle Bilder liegen in einer Au osung von ca.
400 400 Pixel vor.</p>
        <p>Testdurchführung</p>
        <p>Die vorgestellten visuellen Beschreibungen werden
hinsichtlich der Qualitat des Retrievals und der Anfragee
zienz analysiert, um so aus den daraus gewonnenen
Ergebnissen und Erkenntnissen die beste fur das visuelle Worterbuch
auswahlen zu konnen. Dazu wird fur jede visuelle
Beschreibung zuerst ein visuelles Worterbuch aus der
Trainingsmenge gelernt und dieses dann in der Anwendung der Bildsuche
eingelesen. Fur jeden Eintrag des visuellen Worterbuchs,
also jeden Term (im jeweiligen Kontext), wird eine Anfrage auf
der Testmenge durchgefuhrt, dabei die Anfragezeit
gemessen und schlie lich aus dem erhaltenen Ranking-Ergebnis die
Gute des Ergebnisses mit dem Ma Score, der im Folgenden
erlautert wird, berechnet. Um die visuellen Beschreibungen
letztlich miteinander vergleichen zu konnen, wird fur jede
visuelle Beschreibung, also jedes Worterbuch, das
arithmetische Mittel der Anfragezeiten und der Scores uber allen
Eintragen gebildet.</p>
        <p>Bewertungsmaß</p>
        <p>
          In [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ] wird fur die Evaluation des Retrieval-Systems ein
Ma Score benutzt. Score bewertet die Top-20
zuruckgegebenen Bilder, indem jedes relevante Bild entsprechend des
Intervalls, in dem seine Rankingposition liegt, gewichtet wird,
die Gewichte aller relevanten Bilder summiert und schlie
lich auf den Bereich [0; 1] normalisiert werden. Die
Autoren des Papers begrunden, dass die meisten Benutzer nur
die ersten beiden Ergebnisseiten, mit jeweils 10 Bildern pro
Seite, betrachten und daher nur die Top-20 der
zuruckgegebenen Bilder zu einer Anfrage die relevantesten fur den
Benutzer sind. Wir stimmen mit der Argumentation
uberein und ubernehmen dieses Ma fur die Qualitatsbewertung
der visuellen Beschreibungen.
wobei B ist die Menge aller Trainingsbilder und B(vw) die
Menge der Trainingsbilder, die das visuelle Wort vw
beinhalten. Analog fur vp. Die aus der Summe der
Durchschnitte entstandenen Histogramme werden dann mit diesen
Ge4.4
        </p>
        <p>Testergebnisse</p>
        <p>Als Testergebnis erhalten wir die zwei Diagramme in
Abbildung 2. Das obere Diagramm stellt den
durchschnittlichen Score und das untere die durchschnittliche
Anfragezeit fur jede visuelle Beschreibung dar. Die besten
durchschnittlichen Scores erreichen die visuellen Beschreibungen
AlleBilder-BesterScore, Durchschnitte-BesterScore, die aus
multiplen Instanzen und der Endergebnis-Strategie
BesterScore bestehen. Dabei sieht man, dass die auf
Durchschnitten basierende visuelle Beschreibung ein besseres
RetrievalErgebnis liefert, die durchschnittliche Anfragezeit sich
gleichzeitig aber verdoppelt. Wie bereits erwahnt ist diese
Endergebnis-Strategie nur ein theoretisches Modell. Die zwei
praktisch realisierbaren Endergebnis-Strategien verhalten
sich je nach visueller Beschreibung unterschiedlich:
MaxAhnlichkeit schneidet bei AlleBilder besser und bei
Durchschnitte schlechter ab als DurchschnittsRank. Diese
multipleInstanzen visuellen Beschreibungen mit den Strategien
MaxAhnlichkeit und DurchschnittsRank werden jedoch von den
eine-Instanz, auf Durchschnitten basierenden visuellen
Beschreibungen bzgl. dem durchschnittlichen Score deutlich
ubertro en. Von den besten multiple-Instanzen visuellen
Beschreibung AlleBilder-MaxAhnlichkeit,
Durchschnitte-DurchschnittsRank zu den besten eine-Instanz,
DurchschnitteKompakt-GewichteteSumme und DurchschnitteKompakt-TFIDF
haben wir einen Zuwachs des durchschnittlichen Scores von
0.07 und die Anfragezeit sinkt dabei drastisch um das
9bzw. 17-fache. Die eine-Instanz, auf Durchschnitten
basierenden visuellen Beschreibungen weisen einen deutlich
besseren, um ca. 0.12 hoheren, durchschnittlichen Score
gegenuber BestesBild auf, sind untereinander mit Unterschieden
von bis 0.02 aber relativ ahnlich. Die besten unter ihnen,
DurchschnitteKompakt-GewichteteSumme und
DurchschnitteKompakt-TFIDF liefern zudem den besten
durchschnittlichen Score unter allen praktisch realisierbaren visuellen
Beschreibungen. DurchschnitteKompakt-TFIDF maximiert
den durchschnittlichen Score und minimiert gleichzeitig die
Anfragezeit, ist daher am besten fur das visuelle Worterbuch
geeignet.
5. SCHLUSSFOLGERUNG UND</p>
        <p>AUSBLICK</p>
        <p>Von den gestellten Anforderungen an das visuelle
Worterbuch werden die Grundform der Terme mit dem
StemmingSchritt in der Aufbereitungsphase und die Polysemie mit
dem CBC Clustering, dem Kontextvektor und den damit
verbundenen Mehreintragen eines Terms, realisiert. Mit der
erwahnten besten visuellen Beschreibung ist das Erfassen
der Charakteristika des Objektes mit dem Konzept der
Durchschnitte, die Kompaktheit und E zienz mit der
eineInstanz Darstellung und die Kompatibilitat zu der
Bilddatenbank mit den Histogrammen der visuellen Worter und
Phrasen erfullt. Zukunftig, um die Anfragezeiten der
eineInstanz visuellen Beschreibungen von ca. 12 Sekunden
weiter zu reduzieren, kann man geeignete e ziente
Indexstrukturen und Algorithmen fur die Bildsuche untersuchen und
einsetzen. Um die Qualitat des Retrievals weiter zu
verbessern, konnte man versuchen auch Farbeigenschaften und
ihre Relevanz fur Objekte miteinzubeziehen, d.h. diese fur die
visuelle Beschreibung zu lernen und in der Bildsuche
einzusetzen.
e 0,60 0,57
r
coS 0,50
r
ilittechnh 00,,3400
c
s
ch 0,20
r
du 0,10
0,00
250,0
0,0
)ek 200,0
S
it(
e
eZ 150,0
h
c
iilttn 100,0 101,0 101,0 101,0
h
c
s
h
rcu 50,0
d
0,48</p>
        <p>0,59
0,36
0,38
0,47
0,42</p>
        <p>0,53 0,53 0,55 0,55 0,54
visuelle Beschreibung
191,4 191,4 191,4</p>
        <p>9,0 8,3 8,3 11,8 8,2 11,7
visuelle Beschreibung
AlleBilder-BesterScore
AlleBilder-MaxÄhnlichkeit
AlleBilder-DurchschnittsRank
Durchschnitte-BesterScore
Durchschnitte-MaxÄhnlichkeit
Durchschnitte-DurchschnittsRank
BestesBild
DurchschnitteKompakt-Anzahl
DurchschnitteKompakt-Summe
DurchschnitteKompakt-GewichteteSumme
DurchschnitteKompakt-TFIDF</p>
        <p>
          DurchschnitteKompakt-GewichtetesTFIDF
Abbildung 2: Durchschnittlicher Score und
durchschnittliche Anfragezeit der visuellen
Beschreibungen
6. LITERATUR
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
          ] C. Hentschel, S. Stober, A. Nurnberger, and
        </p>
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Reliable Image Segmentation, pages 45{56.</p>
        <p>
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        <p>
          NY, USA, 2009. ACM.
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          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ] S. Zhang, Q. Tian, G. Hua, Q. Huang, and S. Li.
        </p>
        <p>
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applications. In Proceedings of the seventeen ACM
international conference on Multimedia, MM '09, pages
75{84, New York, NY, USA, 2009. ACM.
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          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
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        <p>ACM Trans. Multimedia Comput. Commun. Appl.,
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        <p>A feedback guided interface for</p>
        <p>elastic computing
Sebastian Schönherr1,2,∗, Lukas Forer1,2,∗, Hansi Weißensteiner1,2,
Florian Kronenberg2, Günther Specht1, Anita Kloss-Brandstätter2</p>
        <p>∗ contributed equally</p>
      </sec>
      <sec id="sec-33-4">
        <title>1Databases and Information Systems</title>
        <p>Institute of Computer Science</p>
        <p>University of Innsbruck, Austria
sebastian.schoenherr@uibk.ac.at</p>
      </sec>
      <sec id="sec-33-5">
        <title>2Division of Genetic Epidemiology</title>
        <p>Department of Medical Genetics, Molecular and Clinical Pharmacology
Innsbruck Medical University, Austria</p>
        <p>lukas.forer@i-med.ac.at
Computer Science plays an important role in today’s
Genetics. New sequencing methods produce an enormous amount
of data, pushing genetic laboratories to storage and
computational limits. New approaches are needed to eliminate
these shortcomings and provide possibilities to reproduce
current solutions and algorithms in the area of
Bioinformatics. In this paper a system is proposed which simplifies the
access to computational resources and associated
computational models of cluster architectures, assists end users in
executing and monitoring developed algorithms via a web
interface and provides an interface to add future developments
or any kind of programs. We demonstrate on existing
algorithms how an integretation can be done with little effort,
making it especially useful for the evaluation and simplified
usage of current algorithms.</p>
        <p>Categories and Subject Descriptors
H.4 [Information Systems Applications]: Miscellaneous
General Terms
Distributed System, Experimentation, Application
Bioinformatics, Hadoop, MapReduce, Cloud computing</p>
        <p>INTRODUCTION</p>
        <p>In recent years Computer Science became an essential
part in the field of Genetics. Especially through the advent
of Next Generation Sequencing (NGS), whereby a human
genome (3 billion base pairs/chromosome set) can be
sequenced in acceptable time, the amount of data is growing
significantly, exceeding all known dimensions in Genetics.</p>
        <p>
          Figure 1 shows a comparison between the reducing DNA
sequencing costs and Moore’s law. Moore’s law is used as a
reference to show that computer hardware can currently not
keeping pace with the progress in DNA sequencing.
Furthermore, the amount of complete sequenced individuals is
growing exponentially from year to year [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref31">11</xref>
          ], making new models
necessary. For instance, to store the data of one complete
human DNA (Deoxyribonucleic acid) in raw format with
30times coverage, 30 terabytes of data is produced.
        </p>
        <p>
          In the area of Copy Number Variations, a possible cause
for many complex genetic disorders, high throughput
algorithms are needed to process and analyze several hundred
gigabytes of raw input data [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref33">16</xref>
          ] [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref26 ref6">6</xref>
          ], yielding to a wall time
of up to one week for a typical study size [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref18 ref35">18</xref>
          ]. This
remarkable increase of data and time causes genetic departments
to consider new ways of importing and storing data as well
as improving performance of current algorithms.
        </p>
        <p>
          Cluster architectures in connection with associated
models have the potential to solve this issue, but especially for
small departments often gainless and unaffordable. Using
clusters on demand, also referred to Infrastructure as a
Service (IaaS), builds therefore a good opportunity to circle
these issues. To capitalize the full potential of IaaS, a
combination with distribution models like MapReduce [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref25 ref5">5</xref>
          ] is for
specific applications both possible and obvious. Several
isolated applications [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29 ref9">9</xref>
          ], [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ], [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ] already exist using a
distributed approach for storing data and processing algorithms.
        </p>
        <p>But since no general system is given to execute those
solutions, an evaluation and reproducibility is often not feasible.</p>
        <p>Scientists need to setup a cluster on their own or using a
provided remote cluster architecture to evaluate a published
algorithm, being both time wasting and insecure for
sensitive data.
Sept01 Sept02 Oct03 Apr04 Oct04 Apr05 Oct05 Apr06 Okt06 Apr07 Oct07 Apr08 Oct08 Apr09 Oct09 Apr10 Oct10
Mar02 Mar03 Jan04 Jul04 Jan05 Jul05 Jan06 Jul06 Jan07 Jul07 Jan08 Jul08 Jan09 Jul09 Jan10 Jul10
Date
In this paper we present the idea to build an integrated
system for scientists in the area of Bioinformatics to (1) get
access to distributed cluster architectures and execute
existing algorithms, (2) build maintainable and reproducible
workflows and (3) provide an interface to add future
developments or any kind of programs to the system without
detailed IT knowledge. The reminder of this paper is
structured as follows: Section 2 gives an overview of the related
work. In section 3 the architecture of our suggested system
is explained in more detail with potential case studies in
section 4. Section 5 shows necessary future work and the paper
ends with a conclusion in section 6.</p>
        <p>RELATED WORK</p>
        <p>
          Cluster solutions guided by a web-interface to execute
distributed algorithms like Myrna [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29 ref9">9</xref>
          ], CrossBow [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref30">10</xref>
          ] or
CloudBurst [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ] already exist. Unfortunately, the user must login
to the Amazon Web Services (AWS) console to monitor the
progress of executed jobs or to shutdown the cluster after
execution. Additionaly, a data storage in S3 buckets is
often required and a custom web interface needs to be
implemented for every single approach.
        </p>
        <p>
          Galaxy [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20 ref27 ref7">7</xref>
          ] is a software system which facilitates the creation,
execution and maintainability of pipelines in a fast and user
friendly way. The platform itself executes the scripts and the
user has the possibility to monitor the progress. Galaxy’s
extension CloudMan [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
          ] provides the possibility to install and
execute Galaxy on Amazon EC2 (Elastic Compute Cloud).
        </p>
        <p>However, the user needs to start the master node manually
by using the AWS console and Galaxy does not provide a
native support of Hadoop programs, executes modules step
by step and distributes only whole jobs among the cluster.</p>
        <p>ARCHITECTURE</p>
        <p>A modular architecture is suggested in Figure 2,
separating the process of instantiate and set up a cluster
(Cloudgene) from the process of monitor and run a program (EMI ).</p>
        <p>
          Based on open source frameworks like Apache Hadoop [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref22">2</xref>
          ]
and Apache Whirr [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23 ref3">3</xref>
          ], we implemented a prototype to
verify our approach. The user utilizes Cloudgene to set up a
cluster architecture to his needs through XML configuration
files. This allows adding new algorithms dynamically
without digging into Cloudgene to deep. A fully operable and
customized cluster is then provided, including all necessary
user data. In a subsequent step EMI (Elastic MapReduce
Interface) is launched on the master node of the cluster.
        </p>
        <p>EMI can be seen as an abstraction of the underlying system
architecture from the end user, lies on top of the integrated
programs and allows the user to communicate and interact
with the cluster as well as receive feedback of currently
executed workflows (see Figure 3). EMI can be disabled in case
a program already includes an interface by its own,
yielding to the most general approach to execute any kind of
developed solution. Both parts can be operated separately
via configuration files with clear defined input and output
variables.
3.1</p>
        <p>Cloudgene</p>
        <p>
          Amazon provides with its EC2 the currently most
developed service for public clouds in the area of IaaS. Cloudgene
supports besides EC2 also Rackspace [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref32">12</xref>
          ] to provide access
to cluster infrastructure. As mentioned in the introduction
Hadoop
        </p>
        <p>EMI
...</p>
        <p>Whirr
XML
Config
Restlet</p>
        <p>ExtJS
a combination with MapReduce is useful: In this paradigm,
the master node chops up data into chunks and distributes
it over all active worker nodes (map step). Subsequently,
the master node reassigns coherent map results to worker
nodes (sort and shuffle) to calculate the final result (reduce
step). For this project Apache Hadoop’s implementation of
MapReduce and its distributed file system (HDFS) are used.</p>
        <p>Using Whirr as a connector, Cloudgene is able to instance
a full working EC2 or Rackspace cluster for end users with
various defined properties and copies the necessary program
data and configuration files to the cluster. Examples for
defined variables could be the desired image, amount and kind
of instances, HDFS options, MapReduce properties and the
user’s SSH public key. Amazon already provides several
predefined images for all sorts of use cases, which can be be
used with Cloudgene (e.g. http://www.cloudbiolinux.com).</p>
        <p>
          Cloudgene takes over the customization of predefined images
and installs services like MapReduce, in our case included in
Cloudera’s distribution of Apache Hadoop [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref4">4</xref>
          ]. The cluster
configuration is defined in an XML-based file format,
including all necessary information for a successful cluster boot.
        </p>
        <p>Cloudgene routinely checks if new configurations are added
and offers the possibility to execute newly defined programs.</p>
        <p>Since EC2 is using a pay-per-use model, end users must
provide their Amazon Access ID and Secret Key, which is
transferred via Cloudgene to Amazon in a secure way.
Alternatively, Cloudgene can also be launched on every machine
having Java installed, eliminating the transfer via our server.</p>
        <p>Cloudgene solves one important issue and gives genetic
departments access to computational power and storage. A
still unresolved problem is the lack of a graphical user
interface to control jobs deriving from command line based
applications. Especially the need of putting enormous amount
of local data into HDFS has to be considered. To overcome
these shortcomings, a user interface (EMI) was designed.
3.2</p>
        <p>Efficient MapReduce Interface (EMI)</p>
        <p>
          Running Hadoop MapReduce programs on a cluster
requires the execution of several non-trivial steps: First, the
user must upload all input data to the master node, copy the
data into the proprietary HDFS, run the Hadoop
MapReduce job, export the results from the filesystem and finally
download them to the local workstation. For researchers
without expertise in Computer Science these tasks turns out
to be very challenging. For this purpose we developed EMI
which facilitates the execution, monitoring and evaluation
of MapReduce jobs. A web interface, which runs on the
master node of the cluster, enables the execution of jobs
through well-structured wizards and setting all required
parameters step by step. As several studies have shown,
reproducibility of data analysis is one of the greatest problems in
biomedical publications [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
          ]. For this purpose the execution
of a MapReduce job with its parameters and input data is
logged, thus a fast comparison of experiments with
different settings is possible. Moreover, the user always has the
full control over an execution of each job and can monitor
its current progress and status. All running jobs are listed
whereby the progress of the map and reduce phase are
displayed separately. Since using resources from Amazon costs
money, EMI informs the user about the uptime of the
cluster and the number of rented instances (Figure 4).
        </p>
        <p>The modular architecture enables a fast integration of any
Hadoop job which could be normally executed through the
command line. A simple and clear XML configuration file
describes the input and output parameters of the program
and contains other relevant information that are necessary
to start the job (see Section 4). In addition to this file, a zip
archive file exists which contains all software relevant data
(e.g. jar file, meta data, configuration files). With those
files, EMI automatically generates a web interface in which
the possibility to set each defined parameter through
wizards and to run the defined job by a single click is provided.</p>
        <p>As mentioned earlier, all input data must be put into the
robust and fault-tolerant HDFS. As this process is very
timeintensive an error prone, EMI supports the user by
providing a wizard which enables the import of data from different
sources (FTP, HTTP, Amazon S3 buckets or local file
uploads). In addition, files defined as output parameters can
be exported and downloaded as a zip archive or can be
uploaded to Amazon S3 or FTP servers. EMI supports a
multiuser mode whereby all data by a certain user are password
protected and executed jobs are scheduled through a queue
system. Overall, EMI is fully independent from Cloudgene
and can be installed on a local Hadoop cluster too.</p>
        <p>In this section we explain how new programs can be
integrated into Cloudgene and EMI. Based on two different
biomedical software solutions we demonstrate the diversity
and simplicity of our approach.
4.1</p>
        <p>
          CloudBurst is a parallel read-mapping algorithm to map
NGS data to the human genome and other reference genomes
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ]. It is implemented as a MapReduce program using
Hadoop and can be executed with the following command:
        </p>
        <p>In order to execute CloudBurst we create a configuration
file for Cloudgene which starts a Hadoop cluster on Amazon
EC2 with a standard Ubuntu Linux with open Hadoop ports
50030 and 50070. The corresponding XML has the following
structure:</p>
        <p>As CloudBurst has no graphical user interface, we install
EMI on the Amazon EC2 cluster and use it for user
interactions. For this purpose the command above with its
arguments must be translated into the following configuration
file:
&lt;emi&gt;
&lt;program&gt;
&lt;name&gt;CloudBurst&lt;/name&gt;
&lt;command&gt;
hadoop jar emi/cloudburst/CloudBurst.jar \
$input1 $input2 $output1 36 36 3 0 1 240 \
48 24 24 128 16
&lt;/command&gt;
&lt;input&gt;
&lt;param id="1" type="hdfs"&gt;
&lt;name&gt;Reference Genome&lt;/name&gt;
&lt;default&gt;data/cloudburst/s_suis.br&lt;/default&gt;
&lt;/param&gt;
&lt;/input&gt;
&lt;input&gt;
&lt;param id="2" type="hdfs"&gt;
&lt;name&gt;Reads&lt;/name&gt;
&lt;default&gt;data/cloudburst/100k.br&lt;/default&gt;
&lt;/param&gt;
&lt;/input&gt;
&lt;output&gt;
&lt;param id="1" type="hdfs" merge="true"&gt;
&lt;name&gt;Results&lt;/name&gt;
&lt;default&gt;data/cloudburst/results&lt;/default&gt;
&lt;/param&gt;
&lt;/output&gt;
&lt;/program&gt;
&lt;/emi&gt;</p>
        <p>After the XML file is uploaded to the Cloudgene server,
the user starts a web browser to (1) login to Cloudgene, (2)
start up a cluster preconfigured with CloudBurst and (3)
run and monitor jobs with EMI (Figure 4).</p>
        <p>Compared to a standard manual approach, this eliminates
error-prone and time-consuming tasks such as (1) setting up
a cluster and connecting via the command line onto the
master node, (2) uploading and importing data into HDFS, (3)
exporting final results from HDFS and downloading them
and (4) executing and reproducing MapReduce jobs with
different configurations via a web interface. This shows,
that an easy integration can be done using a simple XML
configuration, supporting and guiding researchers as far as
possible.</p>
        <p>
          HaploGrep is a reliable algorithm implemented in a web
application to determine the haplogroup affiliation of
thousands of mitochondrial DNA (mtDNA) profiles genotyped
for the entire mtDNA or any part of it [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref28 ref8">8</xref>
          ]. As HaploGrep
provides its own web interface we do not need to install EMI.
        </p>
        <p>Since it does not use the Hadoop service either, we note this
option in the configuration as well. HaploGrep listens on
the ports 80 (http) and 443 (https), therefore this ports are
marked as open. The configuration file for Cloudgene with
all requirements looks as follows:</p>
        <p>After the cluster setup is finalized, Cloudgene returns a
web address which points to the installed instance of
HaploGrep.</p>
        <p>One of the biggest advantages of IaaS is the changable
amount of needed datanodes on demand. Thus, the next
version of Cloudgene is conceived to provide functions for
adding and removing instances during runtime. Currently,
clusters started with Cloudgene are not data persistent which
yields to a data loss after a shutdown is fulfilled. For this
purpose we plan to store all results on persistent Amazon
EBS volumes. Furthermore, a simple user interface for
Hadoop is not only useful for the end user but also for
developers. It supports them during the whole prototyping and
testing process of novel MapReduce algorithms by
highlighting performance bottlenecks. Thus, we plan to implement
time measurements of the map, reduce and shuffle phase
and to visualize them in an intuitive chart. Additionally,
Hadoop plans in its next generation approach to support
alternate programming paradigms to MapReduce, what is
particularly important for applications (e.g. K-Means) where
custom frameworks out-perform MapReduce by an order of
magnitude.</p>
        <p>We presented a software system for running and
maintaining elastic computer clusters. Our approach combines the
individual steps of setting up a cluster into a user-friendly
system. Its modular architecture enables a fast integration
of any Hadoop job which could be only executed through
the command line. By hiding the low-level informatics, it is
the ideal system for researchers without deeper knowledge in
Computer Science. Moreover, our system is not constricted
to the life sciences and can be used in nearly every
application range. Overall, it is a first approach in order to narrow
the gap between cloud-computing and usability.</p>
        <p>ACKNOWLEDGMENTS</p>
        <p>Sebastian Scho¨nherr was supported by a scholarship from
the University of Innsbruck (Doktoratsstipendium aus der
Nachwuchsfo¨rderung, MIP10/2009/3). Hansi Weißensteiner
was supported by a scholarship from the Autonomous
Province of Bozen/Bolzano (South Tyrol). The project was
supported by the Amazon Research Grant. We thank the
Whirr Mailinglist especially Tom White and Andrei Savu
for their assistance.</p>
        <p>
          REFERENCES
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          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref21">1</xref>
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