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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><p>In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben die TU Kaiserslautern und das Fraunhofer Institut f ür Techno-und Wirtschaftsmathematik ITWM nachgewiesen, dass die Computer-Tomographie (CT) kombiniert mit moderner Bildverarbeitungs-und Analysesoftware geeignet ist, die Faserorientierung und Faserverteilung in faserverstärkten Hochleistungsbetonen zu untersuchen. Gegen über bisher angewendeten Methoden eröffnet die Computer-Tomographie die Möglichkeit, f ür Betone mit Fasern und Gelegen aller Art die Faserorientierung und Faserverteilung im gesamten Volumen eines Probekörpers zu betrachten und zu analysieren.</p><p>Nach Abschluss dieser Machbarkeitsstudie stehen nun Versuche im Bereich stahlfaserverstärkter Betone im Vordergrund. Dabei sollen neue Anwendungsfelder in der Praxis und im Bereich der Forschung erschlossen werden.</p><p>Ein neuartiger Versuchsaufbau der die CT-Aufnahme eines Probekörpers während der Belastung erlaubt, ermöglicht erstmalig die in-situ Beobachtung der Betonmikrostruktur und des Faserverhaltens bei mechanischer Beanspruchung.</p></div>
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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>I. EINLEITUNG</head><p>Betone unterschiedlichster Art sind hervorragend geeignet, Druckspannungen aufzunehmen, jedoch ist die Zugfestigkeit dieser Betone wesentlich niedriger und von vielen äußeren Parametern abhängig. Gerade bei steigender Druckfestigkeit der Betone ist das Nachbruchverhalten, sprich die Duktilität des Baustoffes, nicht zufriedenstellend. Um die geforderte Duktilität zu erreichen und dem spröden Bruchverhalten entgegenzuwirken, werden diesen Betonen Fasern beigemischt. Für die Verbesserung der Festbetoneigenschaften ist die Fasermenge, Faserorientierung und Faserverteilung ausschlaggebend. Dies macht eine Überwachung dieser Eigenschaften notwendig, sei es zur Qualitätssicherung auf der Baustelle oder im Bereich der Forschung zur Weiterentwicklung von Hochleistungsbetonen.</p><p>Zu Beginn des Forschungsvorhabens wurde daher die Möglichkeit untersucht, Fasern in faserverstärkten Betonen mithilfe der Computer-Tomographie (CT) zu detektieren und hinsichtlich ihrer Orientierung und Verteilung zu analysieren. Bei diesen Vorversuchen kamen unterschiedliche Faserarten in Betonen mit unterschiedlicher Probengeometrie zum Einsatz. Diese Studie hat gezeigt, dass die CT geeignet ist, die Faserorientierung und -verteilung zu quantifizieren. Insbesondere kann der Orientierungsbeiwert mit Methoden der 3D-Bildanalyse robust gemessen werden, siehe <ref type="bibr" target="#b0">[1]</ref> und <ref type="bibr" target="#b1">[2]</ref>.</p><p>Weiterführende Arbeiten umfassten insbesondere Versuche zur Beurteilung der Wiederholstreuung der Messergebnisse sowie die Entwicklung vereinfachter bzw. teilweise automatisierter Analysetools.</p><p>Aufgrund der Anwendbarkeit in der Praxis und der Mitarbeit des Fachgebiets Massivbau und Baukonstruktion der TU Kaiserslautern im Schwerpunktprogram SPP 1182 " Nachhaltiges Bauen mit ultra-hochfestem Beton" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) konzentrieren sich die aktuellen Arbeiten einerseits auf den Schwerpunkt " stahlfaserverstärkte Ultrahochfeste Betone" und andererseits auf die Untersuchung von " normal festen" Stahlfaserbetonen. Neben der Darlegung von möglichen Anwendungsgebieten der im Folgenden vorgestellten CT-Analyse-Verfahren, liegt der Fokus dieses Aufsatzes auf der Beobachtung und Beschreibung des Nachbruchverhaltens dieser Betone mithilfe dieser Verfahren.</p><p>Fig. <ref type="figure">1</ref> gibt einen strukturierten Überblick über die bisher durchgeführten und geplanten Anwendungen der CT-Analyse-Methoden.</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>II. COMPUTER-TOMOGRAPHIE</head></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>A. Grundlagen</head><p>Mithilfe der Computer-Tomographie können zerstörungsfrei alle Arten von Fehlstellen in Bau-/Werkstoffen (Poren, Lunker, Einschlüsse, etc.) detektiert und als virtuelle, dreidimensionale Körper dargestellt werden. Hierbei können Größe und Lage solcher Fehlstellen genau vermessen werden.</p><p>Die 3D-Computer-Tomographie ist ein bildgebendes, zerstörungsfreies Prüfverfahren, bei dem das Objekt aus unterschiedlichen Richtungen mit Röntgenstrahlen durchstrahlt wird. Dabei entstehen Projektionsbilder, welche die Stärke der Absorption an verschiedenen Stellen abhängig von der Materialart und Materialstärke widerspiegeln. Aus den Projektionen wird die dreidimensionale Aufnahme tomographische rekonstruiert.</p><p>Zur Erzeugung eines tomographischen 3D-Bildes wird die Betonprobe schrittweise gedreht. Verschiedene Komponenten der untersuchten Probe werden durch unterschiedlichen Absorptionskontrast auf entsprechend verschiedene Grauwerte abgebildet. Segmentierung bedeutet im vorliegenden Fall, die Fasern von der Betonmatrix und eventuell vorhandenen anderen Objekten zu trennen. Alle Pixel, die zur Faserkomponente gehören, bekommen den Wert "</p><p>1", allen übrigen Pixel (Betonmatrix, Poren, Einschlüsse, etc.) wird der Wert " 0" zugewiesen. Da es jetzt im Bild nur noch zwei Werte gibt, wird dieses Verfahren "Binarisierung"genannt.</p><p>Zum Einsatz kommt ein Schwellwertverfahren, bei dem nur einzelne Pixel betrachtet werden. Der Grauwert eines Pixels stellt einen reinen Helligkeitswert dar, nach dem jedes Pixel der Gruppe (Segment) zugeordnet wird (vgl. <ref type="bibr" target="#b2">[3]</ref>). Fig. <ref type="figure" target="#fig_2">3</ref> stellt an zwei Beispielen die Segmentierungsergebnisse den 16-bit Schnittbildern gegenüber. </p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>C. Faserorientierungsbeiwert</head><p>Der Faserorientierungsbeiwert beschreibt den Einfluss der Faserorientierung auf die Wirksamkeit der Faser. Bisher wurde bei der experimentellen Bestimmung des Faserorientierungsbeiwertes die Orientierung der Faser zum Beispiel an einer Schnittfläche oder Bruchfläche ermittelt. Ein Überblick über diese Analysemethoden wird in <ref type="bibr" target="#b0">[1]</ref>, <ref type="bibr" target="#b3">[4]</ref> und <ref type="bibr" target="#b4">[5]</ref> gegeben.</p><p>Im Gegensatz hierzu wird bei der Analyse der dreidimensionalen Bilder der Computer-Tomographie gleich das gesamte Volumen betrachtet. Dieser Faserorientierungsbeiwert η φ beschreibt das Verhältnis der projizierten Faserlänge L p,φ zur tatsächlichen Länge L V innerhalb des betrachteten Volumens V und kann so nach Gleichung (1) berechnet werden. Der berechnete Faserorientierungsbeiwert liegt zwischen " 0" und " 1" (Wert " 1", alle Fasern richten sich in Richtung φ aus; Wert " 0", alle Fasern richten sich orthogonal zur Richtung φ aus).</p><formula xml:id="formula_0">η φ = L p,φ L V • V<label>(1)</label></formula><p>Sowohl die Faserlängendichte L V als auch die verallgemeinerte Projektionslänge L p,φ lassen sich leicht aus den Dichten der inneren Volumina ableiten bzw. als Nebenprodukt bei deren Bestimmung anhand digitaler Bilddaten gewinnen. Für Details siehe <ref type="bibr" target="#b5">[6]</ref>. L V und L p,φ für 13 Raumrichtungen lassen sich mithilfe des Softwaresystems MAVI <ref type="bibr" target="#b6">[7]</ref> effizient aus 3D Bilddaten bestimmen. Zur Beurteilung der Wiederholbarkeit der Messergebnisse wurde ein Probekörper mehrfach tomographiert. Neben der Variation des Startwinkels der CT-Aufnahmen wurde der Probekörper auch überkopf aufgenommen.</p><p>Die Ergebnisse bestätigen eine hohe Aussagegenauigkeit der ermittelten Faserorientierungsbeiwerte. Lediglich bei der Ermittlung des Faservolumens kann durch untereinander abweichende "</p><p>Bildqualitäten" die Wahl eines geeigneten Schwellwertes erschwert werden, was bei den durchgeführten Versuchen zu Abweichungen von max. 1 % führte.   Zur Zeit finden Vorversuche statt, um trotz der angesprochenen "</p><p>Probleme" wie das Kriechen der Probekörper, CT-Aufnahmen mit ausreichender Schärfe und Kontrast für eine Analyse zu erhalten. Die dann folgenden experimentellen Untersuchungen konzentrieren sich sowohl auf die Beobachtung und Beschreibung des Faserauszugverhaltens von Einzelfasern und Fasergruppen als auch die topographische Beschreibung und Vermessung der (Mikro-) Rissbildung.</p><p>2) Nachrissbiegezugfestigkeit an miniaturisierten Balken: In Anlehnung an die Nachrissbiegezugprüfung nach Vorgabe des DFG Schwerpunktprogramms SPP 1182 " Nachhaltiges Bauen mit ultra-hochfestem Beton" werden zurzeit verformungsgesteuerte Biegezugprüfungen an miniaturisierten Balken (Prismen) durchgeführt. Fig. <ref type="figure">7</ref> zeigt beispielhaft die Auswertung der Nachrissbiegezugprüfung zweier Prismen der gleichen Herstellungscharge. Die Grafik zeigt in der Last-Verformungs-Kurve bei Probe " UHPC 1" ein etwas duktileres Entfestigungsverhalten als bei Probe " UHPC 2". Dies lässt sich durch die unterschiedliche Orientierung und Verteilung der Fasern im Probekörper begründen.</p><p>Aufgrund der Probekörperabmessungen kann der gesamte Probekörper nach der Ermittlung der Nachrissbiegezugfes- Gegenüber anderen Methoden, wie z. B. dem Aufbrechen des Risses, bleibt der zu untersuchende Bereich unbeschädigt, so dass auch eventuell gerissene Fasern detektiert werden können.</p><p>3) Nachrissbiegezugfestigkeit von Stahlfaserbeton: Zur Klassifizierung von Stahlfaserbetonen werden nach der Richtlinie "</p><p>Stahlfaserbeton" des DAfStb <ref type="bibr" target="#b8">[9]</ref> diese über die Nachrisszugfestigkeit, also die Leistungsfähigkeit im Nachrissbereich, in Leistungsklassen eingestuft.</p><p>Die Nachrisszugfestigkeit lässt sich unter zu Hilfenahme von Umrechnungsfaktoren aus der Nachrissbiegezugfestigkeit bestimmen. Diese Nachrissbiegezugfestigkeit wird in einem verformungsgesteuerten 4-Punkt-Biegeversuch an einer Serie aus mindestens 6 Balken der Abmessung 150 × 150 × 700 mm ermittelt. Die Eingangswerte für die Berechnung der Nachrissbiegezugfestigkeit bilden die zu den Durchbiegungen 0,5 mm und 3,5 mm zugehörigen Lasten. Bei der Bestimmung der Nachrissbiegezugfestigkeit werden in der Praxis starke Streuungen innerhalb von Prüfserien mit Variationskoeffizienten von über 25 % beobachtet.</p><p>In <ref type="bibr" target="#b9">[10]</ref> wird die große Streuung zwischen den Messkurven der gleichen Betonzusammensetzung auf den großen Einfluss einzelner Fasern auf das Tragverhalten bei den vorliegenden kleinen Querschnittsabmessungen der Balken (150 × 150 mm) zurückgeführt. Auch in <ref type="bibr" target="#b10">[11]</ref> wird darauf hingewiesen, dass die großen Abweichungen auf eine inhomogene Verteilung Tab. I zeigt anhand des Beispiels der beiden am stärksten von einander abweichenden Einzelprüfergebnisse einer Serie die Abhängigkeit des Nachrissverhaltens von der Faserorientierung. Trotz höherer Fasermenge in Probe 1 (Fig. <ref type="figure">8</ref>) werden wesentlich geringere Nachrissbiegezugfestigkeiten gegenüber Probe 2 (Fig. <ref type="figure">9</ref>) gemessen. Es zeigt sich, dass durch die stärkere Ausrichtung der Fasern in Zugkraftrichtung (ϕ = x) bei Probe 2 höhere Nachrisszugfestigkeiten erreicht werden können.</p><p>Neben der automatischen Analyse der Faserorientierung und der Fasermenge, besteht die Möglichkeit aus den visualisierten Daten Parameter wie die Anzahl der gerissenen Fasern, der Einbindelänge der Fasern und der Verformung der Fasern zu bestimmen.</p><p>Für eine genauere Bewertung können die zuvor genannten Parameter mit einbezogen werden. So sind in Fig. <ref type="figure">8</ref> (Probe 1) Faseransammlungen und " stehende" Fasern zu erkennen, die eine optimale Kraftübertragung über den Riss hinweg behindern.</p><p>Weitere Arbeiten beschäftigen sich mit der Entwicklung von Methoden für die genaue Darstellung der Topographie von Rissen und deren Vermessung. Diese sollen dann im Bereich der stahlfaserverstärkten Ultahochfesten Betone zur Untersuchung der Mikrorissbildung eingesetzt werden.</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>IV. FAZIT</head><p>Gerade bei steigender Druckfestigkeit der Betone ist das Nachbruchverhalten, sprich die Duktilität des Baustoffes nicht Die Fähigkeit eines stahlfaserverstärkten Betons, Zugkräfte über einen Riss hinweg übertragen zu können, ist u.a. abhängig von der Orientierung, der Verteilung und der Anzahl der " rissüberbrückenden" Fasern im Bereich der sich ausbildenden Zugzone bzw. des sich einstellenden Risses bei Belastung.</p><p>Um weitere, das Nachbruchverhalten bestimmenden Parameter, wie die Verbundeigenschaften der Fasern mit der Matrix genauer bestimmen zu können, wurde ein Versuchsaufbau entwickelt, der die in-situ Beobachtung der Betonmikrostruktur und des Faserverhaltens bei Zugbeanspruchung des Probekörpers mithilfe der Computer-Tomographie ermöglicht. Die Ergebnisse dieser Versuche sollen neue Erkenntnisse über das Faserverbundverhalten und die (Mikro-) Rissbildung liefern, um bestehende Bemessungsmodelle für aus diesen Betonen hergestellte Bauteile anzupassen bzw. erweitern zu können.</p></div><figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_0"><head></head><label></label><figDesc>Fig. 1. Anwendungsmöglichkeiten der Computer-Tomographie</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_1"><head>Fig. 2 .</head><label>2</label><figDesc>Fig. 2. Schematische Darstellung einer 3D-Computer-Tomographie-Aufnahme</figDesc><graphic coords="2,75.38,433.93,194.75,120.01" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_2"><head>Fig. 3 .</head><label>3</label><figDesc>Fig. 3. Zweidimensionale Schnitte der 3D-Aufnahmen vor und nach der Segmentierung; Oben: Graustufenbild (links) und segmentiertes Bild (rechts) eines Stahlfaserbetons (Stahlfaser: l=60 mm, d=1 mm, Kantenlänge des betrachteten Bereichs: 68 mm); Unten: Graustufenbild (links) und segmentiertes Bild (rechts) eines UHPC (Stahlfaser: l=6 mm, d= 0,175 mm, Kantenlänge des betrachteten Bereichs: 48 mm)</figDesc><graphic coords="2,338.39,199.28,194.74,194.06" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_3"><head></head><label></label><figDesc>D. FaserdickenanalyseFür die quantitative Analyse des Faserauszugsverhaltens ist u.a. die Faserdicke interessant. Lägen die Fasern einzeln und sich nicht berührend in der Probe, so könnte jede Faser im Bild als einzelnes Objekt segmentiert und vermessen werden. Trotz des im Vergleich z. B. zu faserverstärkten Kunststoffen geringen Faservolumengehalts, berühren sich viele Fasern. Die Bildverarbeitung bietet verschiedene Methoden zur Trennung von Objekten, jedoch ist keine robust auf langgestreckte Objekte mit großem Berührungsbereich anwendbar.Eine Alternative bietet der in<ref type="bibr" target="#b7">[8]</ref> entwickelte Algorithmus für die Bestimmung sogenannter Radienkarten. In jedem Pixel des Fasersystems werden die Sehnenlängen in 26 Raumrichtungen gemessen und anschließend aus den Sehnenlängen Trägheitsachse und -momente berechnet. Die korrigierte Trägheitsachse ist gerade die lokale Richtung der Faser. Mit ihrer Hilfe kann dann aus den Sehnenlängen der Radius abgeleitet werden:r = 1 8 19 i=12 d i sin( (ν i , ν))(2)wobei d i die nach ihrer Größe sortierten Sehnenlängen sind, ν i die zugehörigen Richtungen und ν die lokale Richtung der Faser. Die kleinsten und größten Sehnenlängen werden nicht in die Mittelung einbezogen, um den Schätzer robuster zu machen. Die Korrektheit dieses Alogorithmus wurde in<ref type="bibr" target="#b7">[8]</ref> anhand computergenerierter Strukturen nachgewiesen. Die Ergebnisse für reale Daten hängen jedoch stark von der Qualität der Binarisierung (vgl. Abschnitt II-B) ab. Bei weichen Grauwertübergängen zwischen Matrix und Fasern kann die Faserdicke daher leicht unterschätzt werden. Der Einfluss der Binarisierung kann jedoch durch direktes Arbeiten auf dem Grauwertbild vermieden werden. Statt der Länge von Sehnen im Vordergrund werden nun die (gerichteten) Abstände zu einem starken Grauwertabfall bestimmt, siehe<ref type="bibr" target="#b7">[8]</ref>.III. ANWENDUNGSM ÖGLICHKEITEN DER COMPUTER-TOMOGRAPHIEA. Analyse der Faserorientierung, -verteilung und -menge mithilfe der CT 1) Sonderbauteile: Bei der Entwicklung von Formteilen aus mit Fasern hochbewehrten ultrahochfesten Betonen sind Faserorientierung, -verteilung und -menge für die Festbetoneigenschaften die ausschlaggebenden Faktoren. Fig.4zeigt einen ausgewählten Bildausschnitt einer 3D-Visualisierung eines Druck-Schublagers der Fa. Halfen, dessen Zulassungsversuche an der TU Kaiserslautern durchgeführt wurden. Die Kenntnis über die Verteilung, Ausrichtung und Menge der Fasern gestattet die Qualitätskontrolle der Herstellung und die Beurteilung des Tragverhaltens.</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_4"><head>Fig. 4 . 2 undFig. 5 .</head><label>425</label><figDesc>Fig. 4. Ausgewählter Bildausschnitt einer 3D-Visualisierung eines Druck-Schublagers der Fa. Halfen</figDesc><graphic coords="3,336.60,230.58,199.65,199.65" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_5"><head>Fig. 6 .</head><label>6</label><figDesc>Fig. 6. Lastzelle im Computer-Tomographen</figDesc><graphic coords="4,338.39,54.00,194.74,146.66" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_6"><head>2 Fig. 7 .</head><label>27</label><figDesc>Fig. 7. Last-Verformungs-Kurve, Einfluss der Faserorientierung, -verteilung und -menge</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_7"><head>Fig. 8 .Fig. 9 .</head><label>89</label><figDesc>Fig. 8. Probe 1, gekröpfte Fasern, betrachteter Probebereich: 30 × 70 × 70 mm</figDesc><graphic coords="6,34.44,288.28,301.71,195.05" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="table" xml:id="tab_0"><head></head><label></label><figDesc>Um die Einflüsse der Orientierung und der Menge der Fasern im Bereich des Risses auf die beschriebene Streuung der Nachrissbiegezugfestigkeiten innerhalb einer Serie zu untersuchen, wurden Vorversuche an 6 Stahlfaserbetonbalken mit einem Fasergehalt von 20 kg/m 3 durchgeführt. Diese Vorversuche unterstützen zudem die Entwicklungsarbeit des neuen Analysetools. Nach der Ermittlung der Nachrissbiegezugfestigkeit wurden die Rissbereiche (ca. 100 × 150 × 150 mm) herausgesägt und tomographiert. Dabei ergibt sich eine zu durchstrahlende Diagonale von mindestens 180 mm. Daher wurden die Probekörper nochmals mittig geteilt, um optimale CT-Aufnahmen zu garantieren.</figDesc><table><row><cell></cell><cell></cell><cell></cell><cell>TABLE I</cell><cell></cell><cell></cell><cell></cell></row><row><cell cols="7">AUSWERTUNG, NACHRISSBIEGEZUGFESTIGKEIT VON STAHLFASERBETON</cell></row><row><cell></cell><cell cols="4">Fasermenge Faserorientierungsbeiwert</cell><cell></cell><cell></cell></row><row><cell></cell><cell>[kg/m³]</cell><cell>x</cell><cell>y</cell><cell>z</cell><cell cols="2">[N/mm²] [N/mm²]</cell></row><row><cell>Probe 1</cell><cell>21,4</cell><cell>0,57</cell><cell>0,31</cell><cell>0,60</cell><cell>2,20</cell><cell>0,84</cell></row><row><cell>Probe 2</cell><cell>18,1</cell><cell>0,71</cell><cell>0,29</cell><cell>0,45</cell><cell>3,41</cell><cell>2,13</cell></row><row><cell cols="7">der Fasern im Probequerschnitt beruhen, wodurch sich eine</cell></row><row><cell cols="7">unterschiedliche Anzahl von Fasern im Betonquerschnitt des</cell></row><row><cell cols="7">gerissenen Bereichs befinden. Jedoch ist nicht nur die Anzahl</cell></row><row><cell cols="7">der Fasern im enstehenden Rissbereich ausschlaggebend für</cell></row><row><cell cols="7">das Nachrissverhalten, sondern auch die Orientierung und</cell></row><row><cell cols="4">Verteilung der Fasern im Querschnitt.</cell><cell></cell><cell></cell><cell></cell></row></table></figure>
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		<back>

			<div type="acknowledgement">
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>V. DANKSAGUNG Die Autoren danken der Forschungsinitiative "</head><p>Center for Mathematical and Computational Modelling" CM 2 für die Förderung des Forschungsschwerpunktes " Bildverarbeitung im Bauwesen" (BiBau) und dem Deutschen Beton-und Bautechnik Verein DBV für die finanzielle Unterstützung der Machbarkeitsstudie (vgl. <ref type="bibr" target="#b0">[1]</ref> ).</p></div>
			</div>

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		<title level="m">Deutscher Ausschuss für Stahlbeton-DAfStb, Stahlfaserbeton, Ergänzungen und Änderungen zu DIN 1045</title>
				<meeting><address><addrLine>Berlin</addrLine></address></meeting>
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			<publisher>Beuth</publisher>
			<date type="published" when="2010-03">März 2010</date>
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	<note>Teile 1 bis 3 und DIN EN 206-1</note>
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			<persName><forename type="first">M</forename><surname>Strack</surname></persName>
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	<monogr>
		<title level="m">Modellbildung zum rissbreitenabhängigen Tragverhalten von Stahlfaserbeton unter Biegebeanspruchung</title>
		<title level="s">ser. Schriftenreihe des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau</title>
		<meeting><address><addrLine>Univ.; Aachen; Shaker</addrLine></address></meeting>
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			<date type="published" when="2007">2007. 2007</date>
			<biblScope unit="volume">2007</biblScope>
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			<orgName>Diss.-Bochum ; Ruhr-Universität Bochum</orgName>
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		<title level="a" type="main">Stahlfaserbeton nach DAfStb-Richtlinie</title>
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			<persName><forename type="first">M</forename><surname>Teutsch</surname></persName>
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			<persName><forename type="first">C</forename><surname>Alfes</surname></persName>
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		<title level="j">Stahlfaserbeton</title>
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			<biblScope unit="volume">105</biblScope>
			<biblScope unit="issue">8</biblScope>
			<date type="published" when="2010">2010</date>
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