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    <journal-meta />
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Investigations of concept development to improve data quality in research information systems </article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Deutsches Zentrum für Hochschul­</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Otto von Guericke Universität</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Wilhelminenhofstraße</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Berlin</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Magdeburg</institution>
          ,
          <addr-line>Fakultät Informatik</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2018</year>
      </pub-date>
      <abstract>
        <p>The implementation of research information systems at German universities and research institutions is currently a topical subject. With their help, the documentation and reporting of the research activities of the respective institution can be supported and a significant part of the data incurring there can be managed. As there are usually many data sources available and the collection, transmission, and integration of research information in different research information systems can lead to different data errors which can have various negative effects on data quality. It is necessary to recognize these errors early and to handle them efficiently, so that users can get better results. For this reason, this paper examines data quality in research information systems and introduces measurement and enhancement methods that enable organizations to secure their quality of data.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Berlin.de
Verbesserung der Datenqualität in
Forschungsinformationssystemen 
Die Implementierung von Forschungsinformationssystemen an
deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist derzeit
ein aktuelles Thema. Mit ihrer Hilfe können die Dokumentation
und Berichterstattung der Forschungsaktivitäten der jeweiligen
Einrichtung unterstützt und ein bedeutender Teil der dort
anfallenden Daten verwaltet werden. Da hierfür meist sehr viele
Datenquellen zur Verfügung stehen und bei der Erfassung, der
Übertragung sowie der Integration von Forschungsinformationen
in unterschiedlichen Forschungsinformationssystemen
verschiedene Datenfehler entstehen können, welche vielfältige
negative Wirkungen auf die Datenqualität haben können, ist es
notwendig, diese Fehler frühzeitig zu erkennen und effizient zu
behandeln, sodass die Nutzer bessere Ergebnisse erhalten
können. Aus diesem Grund wird in diesem Beitrag die
Datenqualität in Forschungsinformationssystemen untersucht
sowie Methoden zur Messung und Verbesserung vorgestellt, mit
denen Einrichtungen ihre Qualität der Daten sichern können.
Current Research Information Systems (CRIS);
Forschungsinformationssystem (FIS); Datenmanagement;
Forschungsinformationen; Datenqualität; Nutzerakzeptanz;
Qualitätsmessung; Qualitätsverbesserung; Qualitätskontrolle
1.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>EINLEITUNG</title>
      <p>
        Das Thema „Forschungsdatenbank und
Forschungsinformationssysteme” ist keinesfalls neu. Heutzutage
hat sich sowohl in der Praxis als auch in der Forschung der
Begriff FIS etabliert. Im internationalen Raum wird für
Forschungsinformationssysteme der Begriff des „Current
Research Information Systems” (CRIS) verwendet. Unter einem
Forschungsinformationssystem wird eine spezialisierte
Datenbank oder ein „spezielles föderiertes Informationssystem“
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref7">6</xref>
        ] verstanden, mit dessen Hilfe Informationen zu
Forschungsaktivitäten und Forschungsergebnissen erhoben,
verwaltet und bereitgestellt werden. Die hierbei betrachteten
Informationen stellen Metadaten über Forschungsaktivitäten wie
z.B. Projekte, Drittmittel, Patente, Partner, Preise, Publikationen,
Promotionen und Habilitationen etc. dar und werden als
Forschungsinformationen bzw. Forschungsdaten bezeichnet.
      </p>
      <p>Forschungsinformationssysteme ermöglichen eine ganzheitliche
Darstellung der Forschungsaktivitäten und -ergebnisse an einer
wissenschaftlichen Einrichtung. Sie bilden die
Forschungsaktivitäten nicht nur für Einrichtungen, sondern auch
für Forscher aktuell, zentral und übersichtlich ab. Durch die
zentrale Abbildung im System ist eine Arbeitserleichterung für
die Forschenden möglich. Daten werden mit dem FIS einmal
eingegeben und können mehrfach verwendet werden, z.B. auf
Websites, für Projektanträge oder Berichtsprozesse. Eine
doppelte Datenhaltung und damit eine Mehrarbeit für die
Anwender soll vermieden werden.</p>
      <p>Die Bausteine einer FIS-Architektur kann als dreistufiges
Gebilde gesehen werden. Diese werden mit folgenden
Komponenten unterschieden:
 Datenzugriffsschicht

</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Anwendungsschicht</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Präsentationsschicht Die folgende Abbildung (vgl. Abb.1) gibt einen Überblick über die einzelnen Bausteine und zeigt, welche Komponenten zu welchem Prozessschritt gehören.</title>
        <sec id="sec-2-2-1">
          <title>Abbildung 1: FIS-Architektur (eigene Darstellung)</title>
          <p>In der Datenzugriffsschicht befinden sich die internen und
externen Datenquellen (operative Systeme). Diese Ebene enthält
beispielsweise Datenbestände aus der Verwaltung oder
Publikationsrepositorien von Bibliotheken, Identifier wie z.B.
ORCID oder bibliographische Daten aus dem Web of Science
bzw. Scopus etc.</p>
          <p>
            Angebote für die standardisierte Erhebung, Vorhaltung und den
Austausch von Forschungsinformationen in FIS sind das
Kerndatensatz-Forschung (KDSF)-Datenmodell und das
Common European Research Information Format
(CERIF)Datenmodell [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref13">12</xref>
            ]. In diesen beiden Modellen werden die
Entitäten sowie deren Beziehung zueinander beschrieben.
Eine Befüllung des FIS erfolgt über einen klassischen
ETLProzess.
          </p>
          <p>Die Anwendungsschicht enthält das
Forschungsinformationssystem und dessen Anwendungen, die die
auf der zugrundeliegenden Ebene gehaltenen Daten
zusammenführen, verwalten und analysieren. In der
Präsentationsschicht sind die zielgruppenspezifischen
Aufbereitungen und Darstellungen der Analyseergebnisse für den
Anwender abgebildet. Diese werden mithilfe von den
BusinessIntelligence-Werkzeugen in Form von Berichten verfügbar
gemacht. Neben diversen Möglichkeiten des Reportings lassen
sich hier ebenfalls Portale und Webseiten der Einrichtungen
befüllen.</p>
          <p>
            Um ein Forschungsinformationssystem einzuführen, bedeutet das
für wissenschaftliche Einrichtungen, ihre benötigten
Informationen über Forschungsaktivitäten und
Forschungsergebnisse in gesicherter Qualität zur Verfügung zu
stellen. Eine einmalige Bereinigung ist dabei nicht ausreichend,
Daten müssen fortlaufend gepflegt werden. Die wachsenden
Datenmengen und die zunehmende Anzahl an Quellsystemen
wird für Einrichtungen immer mehr zu einer Herausforderung.
Zum Beispiel können sich manche Datenfehler wie z.B. fehlende
Werte, Dubletten, Schreibfehler, fehlerhafte Formatierung und
Widersprüche etc. sich über verschiedene Bereiche erstecken und
schwer auffindbar sein [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref3">2</xref>
            ]. Wenn die Nutzer nicht in der Lage
sind, auf die am dringendsten benötigten Informationen
zuzugreifen und schnelle Entscheidungen zu treffen, sinkt der
Wert der verwendeten Daten und das Vertrauen in das FIS und
dessen Akzeptanz.
          </p>
          <p>Vor diesem Hintergrund sollte das Thema Datenqualität mit
hoher Priorität behandelt werden. Hierzu werden in diesem
Beitrag Methoden zur Messung verschiedener Dimensionen der
Datenqualität und zu deren Verbesserung betrachtet, sodass diese
dann an nutzenden Einrichtungen vorgestellt werden können.</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>2. DATENQUALITÄTSPROBLEME IN</title>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>FORSCHUNGSINFORMATIONSSYSTEME</title>
      <p>Daten in einem Datenbanksystem zu erfassen, zu integrieren, zu
speichern und zu analysieren, ist an sich ein normaler Vorgang.
In jeder Einrichtung werden Personaldaten, Informationen zu
ihren wissenschaftlichen Aktivitäten, Projekten und
Publikationen eingegeben und erfasst. Die Verarbeitung und
Verwaltung dieser Daten müssen in der Regel in guter Qualität
sein, damit die Nutzer qualitative Ergebnisse erhalten können.
Im Kontext der FIS wird die Datenqualität als die Eignung dieser
Daten zur Verwendung bei bestimmten geforderten
Verwendungszielen definiert. Diese müssen fehlerfrei,
vollständig, korrekt, aktuell und konsistent sein. Anforderungen
können dabei von unterschiedlichen Beteiligten aufgestellt
werden, z.B. insbesondere von Nutzern eines FIS, aber auch vom
FIS-Administrator. Daten von schlechter Qualität enthalten
Fehler, welche im FIS analysiert und anschließend durch eine
Datenbereinigung behoben werden müssen. Im Folgenden wurde
durch eine Umfrage, die europaweit durchgeführt wurde, die
typischen Qualitätsprobleme von Daten zum FIS ermittelt (siehe
Abb. 2).</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Abbildung 2: Umfrage zu den Datenqualitätsproblemen in</title>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>FIS (eigene Darstellung)</title>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>3. QUALITÄTSMESSUNG</title>
      <p>Bevor eine aussagekräftige Messung der Datenqualität
durchgeführt werden kann, müssen die Dimensionen klar
definiert werden. Dabei müssen die Einrichtungen entscheiden,
welche Datenqualitätsdimensionen wichtig sind und wie diese
gemessen werden sollen.</p>
      <p>Im Rahmen dieses Beitrags werden nur die vier
Datenqualitätsdimensionen (Vollständigkeit, Aktualität,
Korrektheit/Fehlerfreiheit und Konsistenz) mit deren einfachen
Metriken im Kontext FIS betrachtet (wie in der Tabelle 1
dargestellt).</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Tabelle 1: Dimensionen der Datenqualität im FIS-Kontext (In Anlehnung an [5][10][13][14][18])</title>
        <p>Datenqualitätsdimensionen
Vollständigkeit
Korrektheit /
Fehlerfreiheit
Aktualität
Konsistenz</p>
        <p>Definition
Forschungsinform
ationen sind
vollständig, wenn
sie nicht fehlen
und zu den
festgelegten
Zeitpunkten in den
jeweiligen
ProzessSchritten zur
Verfügung stehen.</p>
        <p>Forschungsinform
ationen sind
korrekt und
fehlerfrei, wenn sie
mit der Realität
übereinstimmen.</p>
        <p>Forschungsinform
ationen sind
aktuell, wenn sie
die tatsächliche
Eigenschaft des
beschriebenen
Objektes zeitnah
abbilden.</p>
        <p>Forschungsinform
ationen sind
konsistent
dargestellt, wenn
sie fortlaufend auf
dieselbe Art und
Weise abgebildet
werden.</p>
        <p>Metriken
QVollständigkeit = 1 – (Anzahl
unvollständiger Einheiten) /
(Anzahl überprüfter</p>
        <p>Einheiten)
Erreichungsgrad = 0</p>
        <p>100%
QKorrektheit = 1 – (Anzahl
unkorrekter in
Dateneinheiten) /
(Gesamtanzahl</p>
        <p>Dateneinheiten)
Erreichungsgrad = 0</p>
        <p>100%
QAktualität (W,A) =
e(-decline(A).age(W,A)
Erreichungsgrad = 0</p>
        <p>100%
QKonsistenz = 1 – (Anzahl
inkonsistenter Einheiten) /
(Anzahl durchgeführter</p>
        <p>
          Konsistenzprüfungen)
Erfüllungsgrad = 0 - 100%
Diese vier Dimensionen wurden deshalb untersucht, weil sie
zum einen in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und in einer
internationalen Umfrage, besonders intensiv diskutiert wurden
(siehe Abb. 3) und zum anderen, hat sich bei diesen vier
ausgewählten Metriken herausgestellt, dass diese
außergewöhnlich einfach zu messen sind und eine besonders
repräsentative Abbildung der Berichterstattung für die
FISNutzer abbilden bzw. zu einer verbesserten
Entscheidungsgrundlage führen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">5</xref>
          ].
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>Abbildung 3: Umfrage der wichtigsten</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-3">
        <title>Datenqualitätsdimensionen zur Messung und Prüfung der</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-4">
        <title>Qualität der Daten in FIS (eigene Darstellung)</title>
        <p>Bei den Messpunkten der Datenqualität wird auf die
FISArchitektur zurückgegriffen. Mittels dieser werden Messbereiche
aufgezeigt, die für eine Messung und Überwachung der
Datenqualität geeignet sind.</p>
        <p>Die Messmöglichkeiten im FIS befinden sich in folgenden
Bereichen:


</p>
        <sec id="sec-5-4-1">
          <title>Interne und externe Datenquellen Quellsysteme) Zentrales Forschungsinformationssystem FIS-Frontend</title>
          <p>
            (oder
auch
Das FIS sammelt Informationen über die zu Einrichtungen und
ihren Wissenschaftlern affiliierten Forschungsaktivitäten und
Forschungsergebnisse durch eine automatisierte
Synchronisierung der im Bestand vorhandenen Datenmengen mit
verschiedenen externen Datenquellen [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref9">8</xref>
            ]. Für einen
automatisierten Datenimport aus bestehenden Systemen kann
eine Anbindung von internen, sowie externen
Anwendungssystemen realisiert werden [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref12">11</xref>
            ]. Diese
Anwendungssysteme, die zur Erfassung von
Forschungsinformationen idealerweise einbezogen werden
können, sind das Campusmanagement-System sowie das
Identitätsmanagement-System als interne Systeme sowie
öffentliche Publikations- und Projektdatenbanken [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref12">11</xref>
            ]. Im Fall
der Publikationen sind das beispielsweise Web of Science,
Scopus oder PubMed, sowie das Finanzsystem der
Drittmittelverwaltung für die Daten zu Drittmittelprojekten und
das Personalverwaltungssystem für Informationen über das
wissenschaftliche Personal.
          </p>
          <p>
            Im Bereich der Quellsysteme ist eine Kontrolle sehr vorteilhaft,
da eine Verbesserung der Datenqualität bereits in diesem Bereich
dafür sorgen würde, dass die Daten für alle Systeme und
Bereiche, die sie anschließend nutzen wollen, korrekt sind.
Abgesehen von der technischen Umsetzung wären im Bereich
der Quellsysteme Kontrollen bei der Datenerfassung äußerst
sinnvoll. Hierzu könnten Masken bzw. Formatvorlagen
geschaffen werden, wie beispielsweise Datumseingaben
(JJJJMMTT) [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref2">1</xref>
            ].
          </p>
          <p>
            Einem zentralen FIS liegen die Daten der gesamten
Forschungseinrichtungen vor. Aus diesem Grund eignen sich hier
Messungen, die mehrere Bereiche einer Forschungseinrichtung
betreffen und die miteinander verglichen werden können. Somit
wäre hier die Möglichkeit gegeben, verschiedene Quellsysteme
auf ihre Widerspruchsfreiheit zu prüfen [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref2">1</xref>
            ].
          </p>
          <p>
            Im letzten Schritt des FIS-Prozesses wird die Datenpräsentation
(FIS-Frontend) dargestellt. Mittels von Portalen, Reporting und
weiteren Front-End-Anwendungen, werden die aus dem System
kommenden Informationen visualisiert. Hier werden dem
Anwender die aufbereiteten Informationen und Analysen in
übersichtlicher Form durch verschiedene
Anwendungskomponenten zur Verfügung gestellt. Im Bereich
FIS-Frontend können Messungen bzw. Prüfmechanismen durch
Personen durchgeführt werden. Im einfachsten Fall werden
Untersuchungen der Kennzahlen in Bereichen vorgenommen.
Darüber hinaus können Kennzahlen der FIS-Anwendung mit den
Quellsystemen verglichen werden. In diesem Fall ist eine Person
mit fachlichen und technischen Kenntnissen nötig [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref2">1</xref>
            ].
4.
          </p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>QUALITÄTSVERBESSERUNG</title>
      <p>Aufgrund der Sammlung, Integration und Speicherung von
unterschiedlichen internen Datenquellen der Einrichtungen und
von externen Quellen im FIS sind Probleme, wie in Kapitel 2
aufgeführt worden ist, zu bewältigen. Nun gilt es, in diesem
Schritt die Ursachen zu bekämpfen und für die Verbesserung der
Datenqualität im FIS zu sorgen.</p>
      <p>
        Der Prozess der Identifikation und Berichtigung von Fehlern mit
dem Ziel, die Qualität von vorgegebenen Datenquellen im FIS zu
erhöhen wird als Datenbereinigung (engl. „Data Cleaning“ oder
„Data Cleansing“) bezeichnet [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10">9</xref>
        ][
        <xref ref-type="bibr" rid="ref16">15</xref>
        ]. Data Cleansing erfasst alle
nötigen Aktivitäten, um „verunreinigte“ Daten wie zum Beispiel,
nicht vollständig, inkorrekt, nicht aktuell, inkonsistent oder
redundant, zu bereinigen. Der Data Cleansing Prozess lässt sich
grob wie folgt gliedern [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10">9</xref>
        ]:
1.
2.
3.
      </p>
      <p>
        Definieren und Bestimmen des eigentlichen Problems
bzw. Messkriteriums
Suchen und Identifizieren von fehlerhaften Instanzen
Korrektur der gefundenen Fehler
Im Rahmen der Datenbereinigung werden spezielle Methoden
und Technologien innerhalb des Datenbereinigungsprozesses
eingesetzt. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref17">16</xref>
        ] unterteilen diese in folgende Phasen:
      </p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Syntaxanalyse</title>
        <p>Das Parsing bildet die erste kritische Komponente der
Datenbereinigung und hilft dem Anwender, die Attribute genauer
zu verstehen und zu transformieren. Dieser Prozess lokalisiert,
identifiziert und isoliert einzelne Datenelemente, wie zum
Beispiel Namen, Adressen, PLZ und Ort.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-2">
        <title>Berichtigung / Standardisierung</title>
        <p>Hier ist es notwendig, die geparsten Daten auf ihre Korrektheit
zu überprüfen, zu korrigieren und anschließend zu
standardisieren. Standardisierung bildet die Voraussetzung für
ein erfolgreiches Matching und es führt kein Weg an der
Verwendung einer zweiten verlässlichen Datenquelle vorbei. Für
Adressdaten empfiehlt sich eine postalische Validierung.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-3">
        <title>Anreicherung</title>
        <p>Datenanreicherung bezeichnet den Prozess, der vorhandene
Daten mit Daten anderer Quellen erweitert. Hier werden
zusätzliche Daten hinzugefügt um bestehende Informationslücken
zu schließen. Typische Anreicherungswerte sind demografische,
geografische oder Adressinformationen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-4">
        <title>Abgleich</title>
        <p>Hier gibt es verschiedene Typen von Matching: zum
Reduplizieren, zum Abgleichen gegenüber verschiedenen
Datenmengen, zum Konsolidieren oder zum Gruppieren. Die
Anpassung ermöglicht das Erkennen von gleichen Daten. Zum
Beispiel können Redundanzen erkannt und zu weiteren
Informationen verdichtet werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-5">
        <title>Zusammenführung</title>
        <sec id="sec-6-5-1">
          <title>Durch die Zusammenführung werden</title>
          <p>Datenelemente mit Zusammenhängen
zusammengeführt (merge).
übereinstimmende
erkannt und
All diese Methoden sind wesentlich für die Erreichung und
Aufrechterhaltung maximaler Datenqualität im FIS. Durch die
Bereinigung werden Fehler bei der Erfassung, Integration und
Speicherung mehrerer Datenquellen im FIS eliminiert.
Um die kontinuierliche Überwachung zu behalten, bedarf es zur
Sicherung, Verbesserung und Steigerung der Datenqualität im
FIS neben den Methoden des Data Cleansing, bestimmte
Maßnahmen zu ergreifen. Hierfür werden drei Maßnahmen
betrachtet und die Wahl des optimalen Vorgehens hängt von der
Änderungshäufigkeit der Daten und ihrer Bedeutung für den
Nutzer ab, wie in Abbildung 4 dargestellt.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-6-6">
        <title>Abbildung 4: Maßnahmenportfolio (In Anlehnung an [3][17])</title>
      </sec>
      <sec id="sec-6-7">
        <title>Laissez-Faire</title>
        <p>Beim Laissez-Faire-Prinzip werden die auftretenden Fehler ohne
Behandlung hingenommen. Das heißt sie werden schlichtweg
ignoriert oder wenn, dann nur nebenbei behoben, um den
Geschäftsprozess nicht zu stoppen. Dieses Prinzip gilt allerdings
nur für wenige und sich selten ändernde Daten.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-8">
        <title>Re-aktive Maßnahmen</title>
        <p>Für wichtige und sich nur selten ändernde Daten eignen sich die
reaktiven Maßnahmen. Das reaktive Vorgehen beschreibt die
Handlungen, die nötigt werden, wenn es einmalig zu einem
Datenqualitätsproblem kommt. Diese Bereinigung kann
maschinell und manuell erfolgen. Hier findet keine längere
Überwachung der Datenqualität statt und die Maßnahmen
werden stets nur akut und punktuell vorgenommen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-9">
        <title>Pro-aktive Maßnahmen</title>
        <p>Für wichtige und sich häufig ändernde Daten bieten sich dagegen
proaktive Maßnahmen an. Hier werden vornehmlich Maßnahmen
zur Beseitigung der Fehlerquellen und zur Verhinderung der
Entstehung solcher Fehler vorgenommen. Es findet eine
kontinuierliche Überwachung auf mögliche Fehler statt sowie
kontinuierliche Ergreifung von Maßnahmen zu deren Beseitigung
und Verhinderung.</p>
        <p>
          Diese Bereinigungsmaßnahmen sind nur bedingt für die
Verbesserung von unvollständigen, fehlenden, inkorrekten,
inaktuellen oder inkonsistenten Daten einzusetzen. Die
Entscheidung für den Einsatz einer bestimmten Maßnahme muss
von einem Domänenexperten getroffen werden, welcher mit den
Geschäftsprozessen seiner Organisation vertraut ist und bewerten
kann, inwiefern Qualitätsmängel diese negativ beeinflussen
würden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref8">7</xref>
          ] [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref18">17</xref>
          ].
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>5. FAZIT</title>
      <p>In der Forschung wird überwiegend von einem direkten positiven
Wirkungszusammenhang zwischen Datenqualität und FIS
diskutiert. Viele wissenschaftliche Einrichtungen erkannten die
Wichtigkeit der Datenqualität für ihre gespeicherten Daten im
FIS. Wo auch immer Daten entstehen oder verarbeitet werden,
entstehen auch Datenfehler. Um diese Fehler zu entdecken und
zu korrigieren, werden technische und organisatorische
Methoden eingesetzt, die die Fehlerursachen bekämpfen, um für
hohe Datenqualität zu sorgen.</p>
      <p>Die Sicherung von Datenqualität im FIS lässt in diesem Beitrag
darauf schließen, dass die zwei Phasen
(Qualitätsdefinition/Qualitätsmessung und
Qualitätsverbesserung) der geeignetste Weg zum Erfolg ist (wie
in Abbildung 5 veranschaulicht).</p>
      <sec id="sec-7-1">
        <title>Abbildung 5: Sicherung von Datenqualität im FIS (eigene</title>
      </sec>
      <sec id="sec-7-2">
        <title>Darstellung)</title>
        <p>Das dargestellte Modell wird hier analog bei der Datenerfassung
in die Prozesse des FIS integriert und innerhalb des gesamten
Zyklus, der Messung und Verbesserung, der Daten sichergestellt.
Mit dessen Umsetzung kann ehemals lästiges</p>
        <sec id="sec-7-2-1">
          <title>Qualitätsmanagement zur treibenden wissenschaftlichen Einrichtung werden. Kraft einer</title>
          <p>Informationsqualität in heterogenen Datenbeständen unter
Verwendung eines vollständig webbasierten Werkzeuges.
Vieweg+Teubner / GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden,
2009.</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>6. LITERATUR</mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref2">
        <mixed-citation>
          [1]
          <string-name>
            <surname>Apel</surname>
            ,
            <given-names>D.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
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